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Bad Homburg Fotokunst in den Filialen

Die Taunus-Sparkasse setzt für ihre Sammlung auf junge Künstler wie den Schauspieler David Rott, der sich in Bad Homburg erstmals als Fotograf der Öffentlichkeit vorstellt.

David Rott
David Rott vor seinen Fotografien. Foto: Michael Schick

David Rott ist bislang vor allem als Schauspieler in Erscheinung getreten. In zahlreichen Fernsehfilmen und Serien war er zu sehen, darunter in mehreren Tatort-Folgen und der Nele-Neuhaus-Verfilmung „Böser Wolf“; im Fernsehfilm „Der Mann mit dem Fagott“ verkörperte Rott den jungen Udo Jürgens.

Mit einer Ausstellung in der Taunus-Sparkassen-Zentrale in Bad Homburg stellte sich der 40-Jährige nun erstmals auch als Fotograf der Öffentlichkeit vor. Davor habe er einigen Bammel gehabt, gibt Rott zu. Doch die Reaktionen der Sparkassen-Mitarbeiter und Kunden auf seine Arbeiten hätten ihn „sehr glücklich gemacht“. Ausgewählt hatte Rott für seine Premierenschau Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die bei Reisen nach Myanmar oder China entstanden waren und Porträtfotos, auf denen unter anderem zwei seiner Kinder zu sehen sind. Wobei es ihm aber nicht um Privates oder Dokumentarisches ging, sondern darum „innere Bilder“ sichtbar zu machen, erklärte David Rott. Obwohl viele der Fotos wie inszeniert wirken, seien fast alle als Momentaufnahmen entstanden, versicherte er.

Der Kontakt zu David Rott kam über eine Lesung beim Bad Homburger Poesie- und Literaturfestival zustande, schildert der Vorstandsvorsitzende der Taunus-Sparkasse, Oliver Klink. Bei der Ausstellungseröffnung sei es den meisten Gästen noch darum gegangen, den bekannten Schauspieler kennenzulernen. Doch auch seine Bilder seien so gut angekommen, dass einige direkt verkauft worden seien. Nun hat sich auch die Sparkasse acht der Kunstfotos für ihre Sammlung gesichert.

Was nicht heißt, dass sie in einem Depot landen. Ziel sei es, sie weiterhin öffentlich zu zeigen, kündigt Oliver Klink an. So werden sie zunächst in der Filiale in Hochheim zu sehen sein und sollen dann weiter nach Flörsheim wandern. Perspektivisch wolle man alle Filialen mit Kunstwerken ausstatten und diese regelmäßig austauschen, erläutert Klink. „Wir wollen immer wieder neue Impulse setzen“ – sowohl für Mitarbeiter wie für Kunden. Künstler hätten nun mal eine andere Art die Welt zu sehen als Banker. „Davon wollen wir profitieren“, so Klink.

Im Vergleich zu den großen Privatbanken oder auch der Deutschen Börse nimmt sich die Sammlung der Taunussparkasse allerdings noch recht bescheiden aus. Vor gut vier Jahren hat sie die ersten Kunstwerke angekauft. Bislang sind sieben Künstlerinnen und Künstler vertreten, in der Regel Fotografen.

Das wolle man ausweiten. So kann Klink sich für die Zukunft auch Skulpturen in der Sammlung vorstellen. Dabei gehe es nicht um große Namen, betont Klink – schon aus finanziellen Gründen. „Wir sammeln ausschließlich lebende Künstler“, erläutert der Vorstandschef der Taunussparkasse die Vorgaben. Damit wolle man auch den künstlerischen Nachwuchs fördern. Wobei der regionale Bezug keine Rolle spielt; in der Sammlung finden sich auch die Werke eines italienischen Künstlers.

Wichtig sei, auch die Mitarbeiter einzubinden. So hatte die Fotokünstlerin Franziska Stünkel einen Workshop in Bad Homburg angeboten. Dabei sind zahlreiche Bilder entstanden, die heute in den Büros der Sparkassen-Zentrale hängen.

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