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Bad Homburg Essen Fast Food der anderen Art

An der Horexstraße im Gewerbegebiet hat ein Burger-Restaurant eröffnet. "Take" heißt es und es zieht ganz ausgesprochen gesundheitsbewusste Kunden an.

Alles garantiert frisch. Foto: Rolf Oeser

Die Aufmachung ist edel. In langen Reihen liegen Sandwiches, Saftfläschchen und Salate im Kühlregal, das für die Optik mit hellem Holz verkleidet und üppig beleuchtet ist. Überhaupt ist der ganze Raum hell, dazu weiß gestrichen, und sieht mit seiner abgerundeten Theke fast wie eine Boutique aus – auf jeden Fall nicht nach klassischem Fast Food.

Das ist auch genau die Idee, die hinter dem „Take“ steckt, dem neuen Schnellrestaurant in der Horexstraße zwischen Bahnhof und Gewerbegebiet. Seit Mitte Juli hat es im „Horex-Museum“ geöffnet. Fettige Burger und Pommes seien nicht mehr so gefragt, sagt Simon Dekker, einer der Gründer des Restaurants. Zumindest liege Ungesundes nicht im Trend. „Die Leute wollen heute etwas Frischeres, Leichteres.“

Schnell, aber nahrhaft

Auch wer wenig Zeit habe, so der 31-Jährige, wolle sich hochwertig ernähren können – schnell, aber nahrhaft. Wie zum Beispiel in London, wo die Leute meist gar keine Mittagspause hätten. „Da sagen manche Läden ihren Kunden: Du bekommst ein wirklich gutes Sandwich und einen wirklich guten Kaffee, und in zwei Minuten bist du wieder draußen.“

Nicht nur in London, auch in New York, Amsterdam und Madrid haben Dekker und seine Geschäftspartner Max Meintgens und Markus Meye sich nach neuen gastronomischen Ideen umgesehen und dann das „Take“ entwickelt. Bei ihnen gibt es vor allem Sandwiches, individuell zusammengestellte Salate, Suppen und Wraps, dazu Saft und Kaffee. „Hochwertiges Fast Food“, wie Dekker das nennt. Alles frisch, ohne Geschmacksverstärker oder andere Zusatzstoffe – und zu großen Teilen aus regionalen Produkten zubereitet. Das Brot kommt vom Bäcker Matthiesen aus Oberursel, Soßen und Suppen von Feinkost Lautenschläger aus Bad Homburg, das Eis vom Frankfurter Familienbetrieb „Bizziice“. Jeden Morgen beginnen die Mitarbeiter um fünf Uhr mit der Sandwich-Produktion.

"Wir sind kein Bio-Laden"

Auch Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind den Machern wichtig – zumindest, soweit das wirtschaftlich vertretbar ist. „Wir kennen unsere Lieferanten, das ist uns auch wichtig“, sagt Decker, „aber wir sind kein Bio-Laden.“ Und trotzdem: Alle Becher, Tüten und Folien bestehen im „Take“ aus Polylactiden, kompostierbaren Bio-Kunststoffen. Das Einmalbesteck ist aus Maisstärke. „Ich konnte das auch erst nicht glauben“, sagt Max Meintgens, der mit seinen 21 Jahren ebenfalls schon Geschäftsführer ist. „Theoretisch können Sie das sogar essen – würde ich Ihnen aber nicht empfehlen.“

Hohe Qualität, umweltschonende Verpackung, ausgebildete Köche in der Küche und eine schicke Inneneinrichtung: All das führt dazu, dass das Essen im „Take“ nicht gerade billig ist. Ein Doppel-Sandwich und ein frischer Saft kosten zum Beispiel 5,99 Euro, ein Salami-Baguette 3,90 Euro. „Durch günstige Preise glänzen andere schon genug“, sagt Dekker dazu. „Wir wollen durch Qualität glänzen.“

Filialen am Airport?

Auch wenn das Lokal noch recht neu ist, können sich die Betreiber schon über viel Kundschaft freuen – viele Alternativen gibt es im Gewerbegebiet nicht. „Wir werden sehr gut angenommen und bekommen tolles Feedback“, sagt Dekker. Auf der Internetplattform Facebook hat das „Take“ schon 688 Freunde, Gäste bedanken sich für leckeres Essen und schlagen neue Suppen-Rezepte vor. „Wir haben sogar schon Stammkunden, die vier Mal pro Woche kommen“, sagt Max Meintgens. Außerdem wollten einige Firmen die Sandwiches bereits für ihre Konferenzen haben. Und: Rund 80 Prozent der Kunden sind Frauen.

Im Moment überlegen Dekker und Meintgens schon, wie sie mit ihrem Unternehmen expandieren können. Sie denken über neue Filialen in Eschborn, am Frankfurter Flughafen oder in der Bad Homburger Innenstadt nach. „Aber erstmal muss es hier laufen“, sagt Dekker. Wenn man zusieht, wie alle paar Minuten neue Kunden in den Laden kommen, hat man den Eindruck: So lange kann das nicht mehr dauern.

Mehr Informationen im Internet unter www.take-food.de

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