Lade Inhalte...

Bad Homburg Der Biber ist zurück

Die Naturschutzbehörde hat die Anwesenheit des Nagers bestätigt.

Angenagte und gefällte Bäume sind ein typisches Zeichen für die Anwesenheit des Bibers.

Der Hochtaunuskreis ist um eine Tierart reicher: Im November hat die Untere Naturschutzbehörde einen frei lebenden Biber im Landkreis bestätigt. Zahlreiche Spuren belegen die Rückkehr der Tierart.

Besonders daran ist laut Mitteilung des Kreises, dass diese streng geschützten Tiere hessenweit seit der Ausrottung Mitte des 19. Jahrhundert nicht mehr vorkamen.

„Ein Biber hat eine Lebenserwartung von zwölf bis 20 Jahren, sodass wir hoffen und durchaus die Chance besteht, dass sich die Tiere in unserer Region vermehren“, sagte Umweltdezernent und Erster Kreisbeigeordneter Uwe Kraft (CDU).

Die Spuren hat ein Team rund um den Wildbiologen Dieter Selzer bei einer Begehung des wahrscheinlichen Biberhabitats entdeckt. So gab es gefällte Bäume inklusive der typischen Nage- und Schleifspuren sowie den Anfangsbau für eine typische Biberburg zu sehen.

In Hessen galt der in Europa und Asien heimische Castor Fiber seit 1864 als gänzlich ausgerottet. Um 1990 wurden 18 Tiere der Elbe-Population im hessischen Spessart ausgesetzt. Aus diesen und weiteren Zuwanderern hat sich inzwischen eine Population von hochgerechnet 591 Tieren in 179 Revieren angesiedelt. Der Main-Kinzig-Kreis ist das Zentrum der Population.

Woher der Biber im Hochtaunuskreis stammt, ist bislang unklar.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum