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„Bad Homburg 2030“ 6000 Bürger diskutierten über Zukunft der Stadt

Die Planer stellen das Entwicklungskonzept für die Zukunft der Stadt Bad Homburg vor.

Seedammbad
Das Seedammbad ist in die Jahre gekommen und muss erneuert werden. Foto: Sascha Rheker

Es soll das „Regiebuch“ für die Zukunft der Kurstadt werden, sagte Oberbürgermeister Alexander Hetjes (CDU) – das Integrierte Stadtentwicklungskonzept „Bad Homburg 2030“, das die Stadtplaner Svenja Knuffke und Stefan Kornmann vom Frankfurter Büro Albert Speer und Partner (AS+P) am Mittwochabend präsentiert haben.

Die Kurstadt habe auch jetzt schon einiges zu bieten, konstatierten sie. Deshalb sei das Motto „Erhalten und Entwickeln“ zum roten Faden des Konzepts geworden. Zentrale Ziele seien gewesen, durchgehende Grünkorridore zu erhalten, Stadtmitte, aber auch Stadtteile attraktiver zu gestalten und keine Splittersiedlungen an den Stadträndern entstehen zu lassen.

Ein Jahr lang hat das Büro AS+P gemeinsam mit den Mitarbeitern der städtischen Stadtplanung an dem Stadtentwicklungskonzept geschrieben und dabei immer wieder die Bürger befragt. Die konnten bei fünf öffentlichen Stadtforen im Kurhaus Fragen und Meinungen loswerden. Rund 450 nutzten die Gelegenheit noch einmal bei der Abschlussveranstaltung am Mittwoch; beim Auftakt vor einem Jahr waren es sogar über 600 gewesen.

Aber auch online konnte man Stellungnahmen abgeben; außerdem fuhr ein Dialogmobil bis in die Stadtteile und das Seedammbad, um die Vorstellungen derer einzuholen, die sich üblicherweise nicht an Diskussionen zur Stadtentwicklung beteiligen. Insgesamt kamen so mehr als 6000 Beiträge zusammen. „Ein ganz hervorragendes Ergebnis“, wie der Leiter der städtischen Stadtplanung, Holger Heinze, findet.

Als Erstes werden er und seine Kollegen sich die in dem Stadtentwicklungskonzept vorgeschlagenen „Aktivspots“ für Jugendliche und das Mobilitätskonzept vornehmen. Ebenfalls Priorität haben Überlegungen zu den Stadteingängen an der Pappelallee und der PPR-Kreuzung sowie ein Gestaltungskonzept für die Innenstadt mit Schwerpunkt Kurhausplatz. Dabei sollen auch die Bürger wieder mitreden können, sagte er zu.

Geplant sind Arbeitsgruppen aus Politik, Fachverwaltung und Bürgerschaft zu den genannten Themen. Hinzu kommt eine weitere Gruppe, die sich darum kümmern soll, allgemeine Leitlinien aufzustellen, wie die Bürgerbeteiligung in Zukunft aussehen soll. Künftig sollten die Bürger auch bei konkreten Projekten mitreden können, wünscht sich Heinze. Er kann sich auch gut vorstellen, dass die Stadtforen als Diskussionsplattformen weitergeführt werden. „Das ist inzwischen ein etabliertes Format.“

 

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