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Altkönigstift wird größer

Kronberg Neubau mit 60 Pflegeappartements geplant/ Eigenes Stockwerk für Demenz-Patienten

Mit 525 Wohnungen und 85 Pflegeplätzen ist das Altkönigstift in Kronberg schon jetzt eine der größten Seniorenwohnanlagen im Hochtaunuskreis. Und künftig soll das als gemeinnützige Genossenschaft geführte Haus noch weiter wachsen.

Geplant ist ein neues Gebäude mit 60 zusätzlichen Pflegeappartements im jetzigen Park des Heims. "Die Entwicklung der letzten Jahre hat gezeigt, dass immer mehr Bewohner pflegebedürftig werden", sagt der Direktor des Seniorenwohnheims, Herbert Otterstätter.

Die zusätzlichen Pflegeplätze sollen dazu dienen, dass keiner der Bewohner im Pflegefall noch einmal das Heim wechseln muss. Außerdem sei es in einem Neubau möglich, moderne Pflegekonzepte anzuwenden. So soll im Erdgeschoss eine Wohngruppe für 20 Demenzpatienten entstehen, in der jeder sein eigenes Zimmer hat. Dazu sind mehrere Gemeinschaftsräume und Wege ins Freie vorgesehen. "Damit reagieren wir auf den Trend, dass immer mehr ältere Menschen dement werden", sagt Otterstätter.

Der Altkönigstift-Direktor rechnet mit Investitionen von rund zwölf Millionen Euro. Einige Bewohner haben schon Befürchtungen geäußert, dass anschließend kein Geld mehr für weitere wichtige Investitionen übrig sei. Andere monierten den zu erwartenden Baulärm und den Verlust eines Teils des 18 000 Quadratmeter großen Parks.

An dem Lärm werde man nichts ändern können, bedauert Otterstätter. Was den Park angehe, könne das Stift einen Teil der Fläche auf einem angrenzenden Grundstück ausgleichen, das ihm ebenfalls gehört. Und er verspricht: "Wir werden keine Investitionen zurückstellen."

Im Gegenteil: Wenn der Neubau steht, solle möglichst bald auch der Pflegebereich in dem mehr als 30 Jahre alten Hauptgebäude saniert werden, kündigt Otterstätter an. Dort werde es künftig keine Zweibett-Zimmer mehr geben, was die Zahl der Pflegeplätze von 80 auf 55 sinken lassen wird. Inklusive Neubau wird das Altkönigstift dann 115 Pflegezimmer anbieten.

Der Direktor rechnet damit, dass der Bau im Frühjahr 2010 beginnen kann. Die erste wichtige Hürde ist immerhin schon genommen: Die Stadtverordneten haben die Aufstellung eines Bebauungsplans für das betreffende Areal beschlossen.

Wenn alles glatt gehe, könnte der Plan im ersten Halbjahr 2009 verabschiedet werden, kündigt Bürgermeister Wilhelm Kreß (SPD) an. Kreß begrüßt die Pläne des Stifts. Schließlich gebe es in Kronberg auf Grund der demographischen Entwicklung Bedarf an zusätzlichen Pflegeplätzen.

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