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Unternehmen in Hessen Merck eröffnet neues Innovationszentrum

Das Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck investiert in Darmstadt in den Bau eines Innovationszentrums 69 Millionen Euro. Dort sollen neue Technologien entwickelt werden.

Pharmakonzern Merck
Auch die Entwickler einer Drohne mit Flügeln tüfteln im neuen Merck-Innovationszentrum. Foto: Renate Hoyer

Auf dem Boden liegen rosafarbene, gelbe,   grüne und blaue Sitzsäcke. Wenige Schritte von den Arbeitsplätzen stehen mächtige Designer-Ohrensessel. Und ein Kickertisch darf im neuen Merck-Innovationszentrum auch nicht fehlen. Das Darmstädter Wissenschafts- und Technologieunternehmen hat in den vergangenen zwei Jahren neben dem 1905 nach den Plänen von Friedrich Pützer errichten Turmgebäude den Haupteingang an der Frankfurter Straße neu gestalten lassen.

Nach den Plänen des international tätigen Architekturbüros Henn ist für 69 Millionen ein Gebäude mit einer Nutzfläche von 7100 Quadratmeter entstanden, das sich in sechs Ebenen gliedert. Im Erdgeschoss befinden sich auch eine Lounge und ein Café. Das Auditorium bietet Platz für bis zu 250 Menschen. Im „Co-Creation Space“ auf Ebene zwei, wo auch die Sitzsäcke herumliegen, soll, etwa im Rahmen von Workshops, der offene und kreative Austausch und die Zusammenarbeit der Mitarbeiter gefördert werden. Eine wissenschaftliche Multimedia-Bibliothek bietet Infos zu den Themen Wirtschaft, Wissenschaft, Patente und Innovation. Hier kann nach Angaben von Michael Gamber, dem Leiter des Innovationszentrums, sprachgesteuert nach Zeitschriften und elektronischen Büchern recherchiert werden. Die Ausleihe erfolgt automatisiert. Das Angebot wird abgerundet durch den Zugang zu Virtual-Reality- und 3D-Anwendungen.

Auf den Ebenen drei bis fünf stehen Projektteams sowie Start-up-Unternehmern offene und modern designte Büroflächen zur Verfügung, die von Merck gefördert werden. Die sechste Ebene nennt sich „Makerspace“. Hier besteht für innovative Start-ups die Möglichkeit, mit einem 3D-Drucker, Laserschneidemaschinen, Elektronik-Bausätzen sowie konventionellen Werkzeuge und Materialien Prototypen herzustellen. So arbeitet der Konzern etwa mit dem Hersteller einer speziellen Drohne, dem „Wingcopter“, zusammen, mit dem etwa in Afrika Pakete mit Medikamenten über eine gewisse Distanz transportiert werden können.

Beim Bau des Gebäudes kamen auch etliche moderne Materialien aus dem Hause Merck zum Einsatz. So befindet sich im Foyer die „Media Wall“ – eine farbenfrohe Installation von 72 Flüssigkristallbildschirmen. Die perforierte Deckenverkleidung besteht aus pulverbeschichteten Effektpigmenten von Merck, wie sie bei Autolacken zum Einsatz kommen. Und ein dynamisches Beleuchtungssystem im Inneren des Innovationszentrums verändert sich im Tagesverlauf. Intention ist, eine natürliche Atmosphäre im Einklang mit dem menschlichen Biorhythmus zu schaffen.

Nach den Worten von Stefan Oschmann, dem Vorsitzenden der Merck-Geschäftsleitung, wurde mit dem Innovationszentrum „eine kreative und agile Umgebung erschaffen, in der neugierige Köpfe zusammenfinden, um neue Technologien für unser zukünftiges Geschäft zu entwickeln“.

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