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St. Barbara-Siedlung Doppelhäuser im Grünen

Die Grundstücksentwicklungsgesellschaft Darmstadt, an der die Stadt mehrheitlich beteiligt ist, will "den Charakter der Siedlung in reizvoller Lage" erhalten.

26.08.2009 00:08

Die St. Barbara-Siedlung bei Eberstadt liegt im Grünen. Die Häuser, in denen bis zum vergangenen Jahr Offiziere der US-Armee mit ihren Familien gelebt haben, sind von Bäumen umgeben. Es gibt Spielplätze und ein Basketball-Feld. Dieses Ambiente soll erhalten bleiben, nachdem das 3,2 Hektar große Areal gestern verkauft worden ist und damit die Vermarktung der von den US-Streitkräften geräumten Kasernen und Wohngebiete begonnen hat.

Der neue Eigentümer der St. Barbara-Siedlung ist die Grundstücksentwicklungsgesellschaft Darmstadt (GVD), an der die Stadt mehrheitlich beteiligt ist. Sie will "den Charakter der Siedlung in reizvoller Lage" erhalten, erklärte GVD-Aufsichtsratschef und Planungsdezernent Dieter Wenzel (SPD) gestern nach der Unterzeichnung des Kaufvertrags. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die GVD will die 16 Duplexhäuser, die Doppelhäusern gleichen, und die vier Einzelhäuser weiterverkaufen. Kein Wohngebäude soll abgerissen werden, einige Neubauten auf Freiflächen sind geplant. Ein Bebauungsplan soll genaueres Regel und eine zu dichte Bauweise verhindern. Auch Belange des Denkmalschutzes gilt es zu berücksichtigen.

Vor Einzug renovieren

Um einen modernen Standard in den 1957 gebauten Häusern zu erreichen, sind Renovierungen nötig. Das übernimmt die GVD nicht, es ist Sache der Käufer. Je nach Gebäudezustand soll eine Doppelhaushälfte mit rund 135 Quadratmeter ab 290 000 Euro kosten. Der Preis für die zwischen 164 und 206 Quadratmeter großen Einzelhäuser beginnt bei 430 000 Euro.

Im Spätherbst will die GVD mit dem Vertrieb beginnen, im Frühjahr könnten die ersten Bewohner einziehen. Bis dahin will die GVD die Infrastruktur erneuern. Sämtliche Versorgungsleitungen müssen neu verlegt werden, jedes Haus soll einen eigenen Anschluss bekommen.

Die St. Barbara-Siedlung ist die kleinste Umnutzfläche in Darmstadt. Insgesamt hat die US-Armee 300 Hektar geräumt. Davon sollen in der Innenstadt rund 60 Hektar für Wohnungsbau genutzt werden. Die Stadt sieht darin eine Chance, dem Druck auf dem Wohnungsmarkt zu begegnen. "Wir brauchen jährlich zwischen 600 und 700 neue Wohnungen", erklärte Wenzel.

Besondere Bedeutung haben hierbei die Cambrai-Fritsch-Kaserne und die angrenzende Jefferson-Siedlung. Die 33,3 Hektar gelten als eine der besten Wohnlagen. (rf)

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