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Schulen in Darmstadt Arbeitswelt der Zukunft

Schüler des Schulzentrums Marienhöhe in Darmstadt befassen sich in einem Forschungszentrum mit der Arbeitswelt von morgen.

Future Day im Leap in time Lab
Jonathan Collin (2.v.r.) und Yves Steininger erläutern, wie der Roboter funktioniert. Foto: Monika Müller

Raus aus der Schule und rein in die Arbeitswelt der Zukunft. Frei nach diesem Motto haben am Mittwoch 20 Oberstufenschülerinnen und -schüler des Schulzentrums Marienhöhe an einem sechsstündigen Workshop in einem besonderen Gebäude am Darmstädter Donnersbergring teilgenommen. Der außerschulische Lernort, den die Schüler mit ihren Lehrern aufsuchten, war einst Bestandteil der Darmstädter Artilleriekaserne, die in der Zeit von 1879 bis 1893 erbaut wurde. Im Erdgeschoss des Gebäudes waren früher Pferdeställe untergebracht. An den großteils unverputzten Backsteinwänden sind noch mit weißer Farbe die Nummern der Pferdeboxen zu lesen.

Im Erdgeschoss des vor einiger Zeit sanierten Gebäudekomplexes hat Professorin Ruth Stock-Homburg, die an der Technischen Universität Darmstadt (TUD) Marketing und Personalmanagement lehrt, das „Leap in time Lab“ etabliert. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Spin-Off-Unternehmen der TUD. Die rund 300 Quadratmeter große Fläche hat eher den Charakter einer hippen Loft-Location. Es gibt mehrere Aufenthaltszonen, die mit farbigen Holzstühlen, Sesseln oder modernen Bürostühlen ausgestattet sind. Ein Tisch mit einer Glasplatte kann kurzerhand zur Tischtennisplatte umfunktioniert werden. Auch ein Laufband sowie kleine mobile Kicker- und Billardtische stehen auf Tischen herum und laden zum Spielen ein.

Der Raum ist zudem mit modernsten technologischen Geräten ausgestattet. Menschenähnliche Roboter vom Typ „Pepper“ und „Nao“ sind als persönliche Assistenten stets zu Diensten, um auf Zuruf etwa das Licht im Raum zu herunterzudimmen oder die Lautstärke des Soundsystems zu regulieren. Alexa und Co. lassen grüßen. Ein „Smart Table“ ermöglicht digital unterstütztes Arbeiten in kleinen Teams. Mit dem 3D-Drucker können eigene Ideen fix realisiert werden. Und mit einer speziellen Brille und Navigationsgeräten in den Händen können neue Welten in der virtuellen Realität entdeckt werden.

„Willkommen in der Arbeitswelt der Zukunft“ haben daher Jonathan Collin und Yves Steininger auf das Titelblatt des Flipcharts geschrieben, mit dem sie die Schülerinnen und Schüler des Schulzentrums Marienhöhe begrüßen. Der 26-jährige Collin und der 27-jährige Steininger, die selbst Absolventen der Schule sind und die den Masterstudiengang Psychologie studiert haben, wollen mit ihrem„Future Day“-Workshop den Jugendlichen einen Einblick in die Arbeitswelt von morgen ermöglichen.

Zugleich ist es die Intention der beiden Coaches die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler zu fördern. Sie fragen die Jugendlichen etwa, was sie gut können, was ihre Stärken sind und was ihnen Freude macht.

Die beiden Freunde, die für ihren Workshop das „Leap in time-Lab“ angemietet haben, ermöglichen es den Schülern auch, die in dem früheren Pferdestall ausgestellten Technologien auszuprobieren, die normalerweise für Forschungszwecke verwendet werden oder nur in großen Firmen zu finden sind. Am Mittag sollten sich die 20 Schüler zudem über die Frage Gedanken machen, ob die Technologien eher „Fluch oder Segen“ sind, Sechs Schülerinnen und Schüler waren bei dieser Frage eher skeptisch. Der Rest sah eher die Chancen als die Risiken.

Mit Gruppenarbeiten wollten Collin und Steininger am Nachmittatg dann auch die Kreativitätspotentiale und die Teamfähigkeit der Schüler wecken und fördern. „Wir wollen den Schülern mit dem ‚Future Day“ Einblicke geben, was auf Sie nach der Schule und dem Studium zukommt und auf welche Anforderungen und Veränderungen sie sich vorbereiten können“, fasst Collin das Konzept des Workshops zusammen.

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