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Portrait Brigitte Lindscheid Ein neuer Schreibtisch wartet

Straßen- und Kanalsanierung, Lincoln-Siedlung und Mollerstadt - Brigitte Lindscheid (Grüne) ist ganz zufrieden mit ihrer Bilanz als Bau-, Verkehrs- und Umweltdezernentin. Nach zweieinhalb Jahren seien viele wichtige Vorhaben schon abgeschlossen oder auf dem Weg. Zum 1. März wird Brigitte Lindscheid Regierungsprädsidentin.

27.02.2014 13:54
Ihren bisherigen Arbeitsplatz im Rathaus tauscht Brigitte Lindscheid mit dem der Regierungspräsidentin. Foto: André Hirtz

Brigitte Lindscheid (Grüne), die zum 1. März Regierungspräsidentin wird, hat eine positive Bilanz ihrer Amtszeit als Bau-, Verkehrs- und Umweltdezernentin von Darmstadt gezogen: Zwei Drittel der im grün-schwarzen Koalitionsvertrag festgehaltenen Vorhaben seien abgearbeitet oder auf den Weg gebracht.

In den zweieinhalb Jahren als Dezernentin habe sie viele Pflichtaufgaben erledigen müssen, bedauert Brigitte Lindscheid beim Rückblick. Erst jetzt sei sie langsam dazu gekommen, „auch mal den Kopf zu heben und über den Tellerrand zu schauen“. Gern hätte sie noch an dem Projekt „Darmstadt in der Zukunft (2030)“ mitgewirkt. Allerdings sei der Wechsel ins Regierungspräsidium „ein schönes, attraktives Angebot“ gewesen, bei dem sie nicht lange habe überlegen können. Jetzt werde sie sich von der anderen Seite des Luisenplatzes aus ansehen, „ob und wie es weiter läuft“.

Arbeitsplätze gesichert

Probleme, in ihrer neuen Funktion die künftigen Haushaltspläne der Stadt beurteilen und genehmigen zu müssen, sieht sie keine. Allerdings habe sie sich gefreut, dass ihr Vorgänger Johannes Baron (FDP) den Haushalt 2014 noch rechtzeitig vor dem Wechsel habe abschließen können.
Als ihre Herzensprojekte als Dezernentin nennt sie die Konversion und die Sanierung der Mollerstadt.

Bei der Lincoln-Siedlung sei es mit viel Zeit und Engagement gelungen, zu einem guten Abschluss zu kommen. Stolz sei sie auch darauf, dass durch die Erweiterung des Betriebsgeländes des Aroma-Herstellers Döhler auf dem Nathan-Hale-Depot 1000 Arbeitsplätze in Darmstadt gesichert werden konnten. Die Mollerstadt bezeichnet sie als ein hochattraktives Quartier mit viel Charme, dessen Sanierung sie gern noch weiterverfolgt hätte.

Radnetz für Schüler

Eine wichtige Aufgabe sei die Straßensanierung gewesen. 20 Millionen Euro stünden dafür in einem Sonderprogramm der Koalition für die gesamte Legislaturperiode zur Verfügung. Obwohl Grün-Schwarz keine fertigen Pläne in den Schubladen vorgefunden habe, sei es gelungen, wichtige Straßen wie den Donnersbergring oder die Bleichstraße grundhaft zu erneuern oder zu sanieren. Die Neugestaltung des Friedensplatzes soll in dieser Legislaturperiode fertig werden.

Erhebliche Mittel seien in den Kanalbau, die Sanierung von Brücken und den barrierefreien Umbau von Bushaltestellen geflossen. Auch der Radverkehr sei gefördert und ein Schülerradroutennetz erarbeitet worden.

Die noch laufende Neugestaltung der Verkehrsachse Willy-Brandt-Platz/Bismarckstraße nennt Lindscheid ein Monsterprojekt, die Einführung eines Jobtickets für städtische Mitarbeiter nach 24 Jahren Diskussion einen erfolgreichen Teil des städtischen Mobilitätskonzepts. Viel Geld sei in die Schulbausanierung und in den Neubau von Kitas geflossen.

Ein integriertes Klimaschutzkonzept mit 140 Einzelmaßnahmen, ein Runder Tisch Umwelt und die Grundsatzentscheidung für eine Umweltzone nennt sie als Leistungen ihrer Zeit als Umweltdezernentin. Die Frage, ob sich ihr Dezernat mit der Zuständigkeit für Bauen, Umwelt, Öffentlichen Nahverkehr sowie Immobilienmanagement Darmstadt und Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD) nicht als zu groß erwiesen habe, verneinte Lindscheid: „Das passt gut zusammen.“ Im Übrigen sei die Dezernatsaufteilung Sache des Oberbürgermeisters. Er müsse nun entscheiden, wie es mit ihrer Nachfolge weitergehe. (ryp)

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