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Parkhäuser in Darmstadt Fehlende Parkplatznummern, keine Notruftasten

Der Autoclub Europa hat 18 der 19 Parkhäuser in der Innenstadt von Darmstadt getestet. Unterdessen wehren sich die Mitarbeiter des Fahrradparkhauses gegen eine Vertragskündigung durch die Stadt.

Parken in Darmstadt
Das Parkhaus an der Grafenstraße, von der Firma Q-Park betrieben, erhielt die Note sehr gut. Foto: Andreas Arnold

Der Auto-Club Europa (ACE) hat von Mittwoch bis Freitag 18 von 19 Parkhäusern für Autos überprüft. Wegen Umbauarbeiten konnte nur das Parkhaus unter dem Carree in der Innenstadt nicht bewertet werden, teilte Uwe Völker, der Regionalbeauftragte des Clubs für Hessen, mit. Die Parkhäuser wurden von Völker, dem ACE-Regionalbeauftragten Volker Schork und Karl-Heinz Distler im Hinblick auf ihre Bauausführung, Helligkeit, Sicherheit und Kundenfreundlichkeit getestet.

Mit der Note sehr gut wurden nur das Parkhaus am Kongresszentrum Darmstadtium und das Parkhaus an der Grafenstraße bewertet, die beide von der Firma Q-Park betrieben werden. Zehn weitere Parkhäuser erhielten die Bewertung gut, und sechs wurden nur mit dem Prädikat befriedigend eingestuft.

Am schlechtesten bewertet wurden das Parkhaus Landwehrstraße 52, das Q-Park-Parkhaus unter dem Friedensplatz, der derzeit umgebaut wird, und das Parkhaus der Kutschera GbR an der Adelungstraße.

Im Parkhaus an der Landwehrstraße bemängelten die Tester die schlechte Wegeführung, dass bei der Einfahrt nur bar bezahlt werden kann und dass es dort keinen Aufzug gibt. In mehreren Parkhäusern wurden auch fehlende Notruftasten sowie eine fehlende Nummerierung der Parkplätze kritisiert.

Im Parkhaus am Staatstheater fiel den Testern auf, dass der Weg zum Aufzug nicht beschildert ist. An der Einfahrt zur Tiefgarage der Wilhelminen-Passage habe es keinen Hinweis gegeben, dass die Aufzüge repariert würden.

Negativ fiel den Testern im Parkhaus Klinikum auf, dass am Kassenautomat keine Preisliste aushänge und es ausgerechnet dort nur einen Behindertenparkplatz gebe. Das Parkhaus am Fachärztezentrum falle hingegen durch seine helle Beleuchtung und die vorhandenen Notruftasten auf. Allerdings gebe es dort - wie bei etlichen anderen Garagen – viele Säulen.

Der Testsieger, das Darmstadtium-Parkhaus, konnte mit einer fluoreszierenden Fluchtwege-Markierung, sehr guten Zugängen zum Aufzug und den vorhandenen Sonderparkplätzen punkten.

Unterdessen hat die Stadt Darmstadt den Mitarbeitern, die mehrere Stunden täglich an der Pforte des Fahrradparkhauses im Hauptbahnhof sitzen, mit Wirkung zum Jahresende den Vertrag gekündigt. Das Personal hat dem Vernehmen nach einen Anwalt eingeschaltet, um gegen die Kündigung vorzugehen. Das unverschlossene Radparkhaus kann, wie berichtet, inzwischen von jedem betreten werden. Laut Polizei sind in den vergangenen Monaten wegen Diebstählen im Parkhaus und um den Hauptbahnhof deutlich mehr Anzeigen eingegangen.

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