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Öffentlicher Nahverkehr Busfahrer lässt Elfjährigen stehen

Wenn da nicht die jährlichen Tariferhöhungen wären: Einem Jungen fehlten in Darmstadt zehn Cent für das Busticket nach Hause, ein Euro hatte die Fahrt bis zu dieser Woche gekostet. Der Busfahrer ließ den Jungen nicht mitfahren. Hätte er aber tun müssen, meinen seine Chefs.

12.12.2012 17:04
Bis zu 10.000 Studierende fahren regelmäßig zum Campus Lichtwiese - Grund für die Stadt, über eine neue Straßenbahn-Linie nachzudenken. Foto: Andreas Arnold

Ein Busfahrer in Darmstadt hat einen elfjährigen Jungen stehen lassen, weil dem Schüler zehn Cent für die Fahrkarte nach Hause fehlten. Eine Sprecherin des Nahverkehrsunternehmens Heag mobilo bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht des „Darmstädter Echos“.

Die Mutter des Jungen hatte ihm am Montag einen Euro für die Fahrt gegeben - und vergessen, dass am Wochenende der Tarif angehoben worden war. Der Schüler habe deswegen am Nachmittag zu Fuß nach Hause gehen müssen und sei eine halbe Stunde später als sonst angekommen.

Die Sprecherin bedauerte den Vorfall. „Wenn Fürsorgepflicht und Tarifanwendungspflicht gegeneinander abgewogen werden, hat bei zehn Cent die Fürsorgepflicht Vorrang“, sagte sie. Das Unternehmen wolle mit dem Busfahrer ein Gespräch führen und „ihm deutlich machen, was dieser Fall bedeutet“. (dpa)

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