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Hochschule Darmstadt Schaufenster in die Wissenschaft

Auf dem Gelände zwischen Stephanstraße im Osten und Berliner Allee im Westen entsteht bis voraussichtlich Mai 2017 ein Neubau für den Fachbereich Chemie- und Biotechnologie der Hochschule Darmstadt.

05.03.2015 19:13

Es ist eine beachtliche Baugrube, die derzeit auf einer Fläche von etwa 8500 Quadratmetern auf dem Campus der Hochschule Darmstadt ausgehoben wird. Auf dem Gelände zwischen Stephanstraße im Osten und Berliner Allee im Westen entsteht bis voraussichtlich Mai 2017 ein Neubau für den Fachbereich Chemie- und Biotechnologie.

Rund 700 Studierende werden in zwei Jahren in dem Institutsgebäude zwei Hörsäle, Seminarräume, vor allem aber moderne Labore vorfinden. Die Besonderheit des Gebäudes ist ein Technikum, das sich über zwei Geschosse erstreckt und Versuchsaufbauten zeigt. Über eine große Schaufassade Richtung Berliner Allee können Passanten etwa beim Destillieren und Filtern in großformatigen, bis zu sechs Meter hohen Versuchsaufbauten zuschauen. „Mit den Schaufenstern sollen Arbeitsprozesse des Fachbereichs nach außen hin sichtbar werden“, erklärt Alexandra Heinzerling vom Hessischen Baumanagement (HBM).

Während in dem unteren Geschoss große Prozesse gezeigt werden, sollen in den oberen Stockwerken des Technikums kleinere Prozesse mit Mikroorganismen zu sehen sein, ergänzt Hans-Jürgen Koepp-Bank. Der HDA-Professor ist seit Anfang März Dekan des Fachbereichs Chemie- und Biotechnologie und lobt, dass sich die „enorme Vielseitigkeit und Komplexität des Fachbereichs“ im Technikum ausdrücken kann.

Platz für 700 Studenten

Es sei ein großer Vorteil, dass in zwei Jahren alle Professoren, Mitarbeiter und Studenten gemeinsam unter einem Dach arbeiten könnten. „Das wird einiges erleichtern.“ Derzeit ist der Fachbereich auf zwei Hauptstandorte verteilt: in einem TU-Gebäude in der Hochschulstraße 2 und in der Schnittspahnstraße am Vivarium.

Der Neubau ist Bestandteil des Hochschulbauprogramms Heureka des Landes Hessen. Die Baukosten betragen 33,11 Millionen Euro, hinzu kommen 2,96 Millionen Euro für Geräte. Der klar gegliederte und kompakte, viergeschossige Entwurf fügt sich laut Heinzerling als weiterer Solitär im Grünen in die städtebauliche Komposition um das Hochhaus auf dem Campus Schöfferstraße ein. Der Neubau erstreckt sich auf einer Länge von rund 70 Metern und wird seinen Eingang auf der Nordseite, also zum HDA-Campus hin haben.

Während für Büro- und Seminarräume etwa ein Drittel der Fläche benötigt wird, nehmen die Labore zwei Drittel ein. Dies, so Dekan Koepp-Bank, sei bei der hohen Zahl an Studienanfängern ganz wichtig. „Die Maximalzahl der Studierenden richtet sich nach den Laborplätzen, nicht nach den Hörsaalplätzen.“ Auf dem Campus Schöfferstraße sind weitere Neubauten geplant, sagt Alexandra Heinzerling – ohne jedoch Details zu nennen. Richtung Südwesten allerdings wird dieser Neubau den Abschluss des HDA-Campus bilden. (an)

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