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Groß-Gerau Anwohner fürchten den Lärm

Logistikfirma will Fläche vergrößern.

27.04.2015 17:28

Um rund zwei Hektar will die Firma Altmann, ein Unternehmen für Automobillogistik, ihre Stellflächen für Kraftfahrzeuge erweitern. Bereits 2010 haben sich die parlamentarischen Gremien mit dem Thema beschäftigt: Die Stadtverordneten fassten den Beschluss zur Einleitung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans „Kfz-Aufstellfläche Lausböhl“, teilt Stadtsprecherin Cornelia Benz mit.

Nun soll es offenbar bald konkret werden mit der Erweiterung, sagt Anwohnerin Ulrike Roggendorf. Sie wohnt in der Jakob-Hess-Straße, also nah am betreffenden Areal. „Wir leben seit 2004 in Dornberg, wobei wir bereits 2003 unser Grundstück erworben haben. Als wir unser Haus bauten, wussten wir wohl, dass es in einem Gebiet liegen wird, in welchem eine sogenannte Mischbebauung vorgesehen ist“, so Roggendorf.

Grüngürtel in Dornberg betroffen

Die Belästigung durch Lärm aufgrund der veränderten Flugrouten, durch die Ausleuchtung des Helvetia Parcs und der Firma Altmann aber sei jetzt schon fast unerträglich, sagt die Groß-Gerauerin: „In unserem Bereich der Jakob-Hess-Straße wird es nie richtig dunkel. Wir Anwohner befürchten, dass das geplante Bauvorhaben erhebliche Einbußen für unsere Lebensqualität und vor allem die Zerstörung intakter, schützenswerter Natur mit sich bringen wird.“

Das Plangebiet sei seit Jahren als Acker genutzt worden und fester Bestandteil eines schützenden Grüngürtels um Dornberg. Im Plangebiet und darum herum hätten sich Biotope gebildet, die unter anderem Lebensraum für Eisvogel und Störche seien. Diese Räume würden durch die von der Firma geplante Nutzung mit Tausenden Quadratmetern versiegelter Fläche, daraus resultierenden klimatischen Veränderungen sowie Lärm- und Lichtemissionen zerstört.

Die Belästigung durch „die existierende Flutlichtanlage und rangierende, piepende Lkw“ sei schon jetzt schwer auszuhalten. Wenn das Gelände bis auf 90 Meter an die Wohnbebauung heranrücke, „befürchten wir, dass die Beeinträchtigung durch Lärm und Licht das Maß des Erträglichen überschreitet“.

Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass bereits 2010 im Zuge der frühzeitigen Beteiligung Träger öffentlicher Belange, Behörden und die Öffentlichkeit zur Stellungnahme aufgerufen waren. Im selben Jahr sei das Unternehmen aufgefordert worden, ergänzende Gutachten einzuholen. Diese Unterlagen seien im April eingereicht worden, so Benz. Als Nächstes werde das Fachamt der Stadtverwaltung die Unterlagen prüfen. Im Anschluss folge die Beratung in Magistrat und städtischen Gremien. Dies solle „in absehbarer Zeit“ geschehen. (amt)

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