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EU-Info-Zentrum Erklär' mir Europa

Das Europäische Informationszentrum in Darmstadt ist ein Besucher-Magnet. Die Mitarbeiter informieren auch per Telefon oder E-Mail über Rentenansprüche im Ausland, Fördermöglichkeiten oder Verbraucherthemen.

09.01.2013 22:13

Die Politik der Europäischen Union ist viel zu wenig bürgernah – diese Kritik ist immer wieder zu hören. Im Darmstädter Regierungspräsidium (RP) könnte Europa jedoch nicht näher sein: Dort ist das Europäische Informationszentrum (EIZ) angesiedelt.

„Fragen zu Europa? Wir helfen Ihnen gerne!“, lautet das Motto der insgesamt vier Mitarbeiter. Der Raum im Kollegiengebäude am Luisenplatz ist voll mit Broschüren und Nachschlagewerken. Etwa 1000 Broschüren werden dort jährlich ausgegeben. Doch wer glaubt, dass es Infos nur auf Papier gibt, der irrt. „Ob die Türkei denn nun der EU beitreten soll oder nicht – darüber gab es bei uns schon einige Diskussionen mit Bürgern“, sagt Nicole Ohly-Müller. „Wir freuen uns, wenn Europa im Gespräch ist.“

Die Mitarbeiter informieren auch per Telefon oder E-Mail über Rentenansprüche im Ausland, Fördermöglichkeiten oder Verbraucherthemen. „Wir sind gut vernetzt“, sagt Ohly-Müller, die Pressesprecherin des RPs und Leiterin des Informationszentrums ist. Vor allem wissen die Europa-Experten, wo und in welchen Datenbanken das Gewünschte zu finden ist.

Im Schnitt sind es bis zu 60 Besucher im Monat, die die Infostelle nutzen. Darunter sind viele Schüler und Studenten. Oft kennen sie das EIZ von der Messe Avanti, die jedes Jahr über Auslandsaufenthalte informiert. Die Mitarbeiter helfen aber auch bei Haus- und Diplomarbeiten, ordern geeignete Broschüren aus Brüssel oder unterstützen bei Internet-Recherchen in den EU-Datenbanken. „Bei uns versorgen sich auch viele Lehrer mit Materialien für den Unterricht“, erläutert Ohly-Müller.

Ein Renner sind auch die regelmäßigen Veranstaltungen. Bis zu 200 Teilnehmer kommen, wenn etwa Experten die Eurokrise erklären. „Wir haben uns einen guten Namen in der Region gemacht“, findet Nicole Ohly-Müller und verspricht: „Wir können jedem weiterhelfen.“

Für die nächsten fünf Jahre ist das Info-Zentrum, das es seit 1998 gibt, finanziell erstmal gesichert. Der Antrag des RP bei der Europäischen Kommission war erfolgreich, wie Regierungspräsident Johannes Baron mitteilt. (hin.)

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