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Darmstadt Von Würfeln bis zum Escaperoom

Großer Besucherandrang beim Familienspielefest „Darmstadt spielt“ am Wochenende. 2019 wird „Darmstadt spielt“ 25 Jahre alt, für das Jubiläum erwarten die Organisatoren noch mehr Andrang.

An Tischen oder auf dem Boden, auf der Treppe, in Nischen oder an die Fensterscheibe gedrückt: Überall, wirklich überall wird im Darmstadtium gespielt. Einige Besucher haben sich Sitzkissen mitgebracht, denn wirklich bequem ist es eigentlich nicht auf dem Boden. Doch bei einer Partie „Polar-Party“ vergessen Carolin und ihre Mitspielerinnen alles um sich herum. Selbst den Trubel, denn das Veranstaltungszentrum ist gut besucht.

Über 6000 Besucher sind am Wochenende zum Familienspielefest „Darmstadt spielt“ gekommen. „Als wir geöffnet haben, standen die Leute bis zur ‚Krone‘ an der Ecke Schlange“, sagt Karl-Heinz Menges, einer der rund 200 ehrenamtlichen Helfer beim Spielefest. „Um 15.30 Uhr hatten wir schon mehr Besucher als im vergangenen Jahr am ganzen Samstag“, sagt Michael Blumöhr, Vorsitzender des Spielekreises Darmstadt. Gemeinsam mit dem Darmstadtium und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) organisiert Blumöhr das Spielefest.

40 Verlage haben ihre Spieleneuheiten dabei, über 1200 Spiele können ausgeliehen und ausprobiert werden, dazu gibt es 45 Workshops und sieben Turniere. „Ein bisschen Reizüberflutung ist das schon hier, das Angebot ist einfach riesig“, sagt Student Andi, der mit zwei Freunden sich zu einer Partie „Tudor“ eingefunden hat. Mitspieler sind schnell gefunden, allein bleibt bei „Darmstadt spielt“ keiner.

Da manche Spiele sehr komplex sind, sind zwölf „Erklärbären“ im Einsatz. Die erläutern den Besuchern die Regeln zu den einzelnen Spielen. „Ich kann acht Spiele erklären“, sagt Gabi Kunz, die die „Erklärbären“ organisiert. Für Jonas Tilly ist es der erste Einsatz, er hat sich auf ein neues Spiel spezialisiert. „Die Venus-Erweiterung zu ‚Concordia‘ wurde erst vor drei Wochen auf der Spielemesse in Essen vorgestellt – da habe ich mir gleich alles vom Verlag erklären lassen“, sagt er.

Erstmals gibt es einen „Escaperoom“

Aber nicht nur klassische Gesellschaftsspiele werden präsentiert: So gibt es erstmals einen „Escaperoom“, bei dem die Spieler Rätsel lösen müssen, um den Raum verlassen zu dürfen. „Generell sind in den letzten Jahren kooperative Spiele im Trend. Da geht es dann darum, gemeinsam etwas zu erleben“, sagt Michael Lindner vom BDKJ. Wie in den Jahren zuvor ist der Flohmarkt besonders gefragt: Über 4500 Spiele, alphabetisch geordnet von A wie „Auf Heller und Pfennig“ bis Z wie „Zahleninsel“ stehen zum Verkauf. Manche Besucher tragen ganze Stapel zur Kasse, andere haben sich lange Einkaufslisten geschrieben.

„Die Planungen für das kommende Jahr beginnen immer im Dezember“, sagt Lindner. 2019 wird „Darmstadt spielt“ 25 Jahre alt, für das Jubiläum erwarten die Organisatoren noch mehr Andrang. „Schon jetzt ist das Darmstadtium fast zu klein“, sagt Blumöhr und schaut in den großen Saal. Dicht an dicht stehen hier die Tische, an denen gespielt wird. Wie man dem erwarteten Ansturm begegnen will, darüber wird bei den Organisatoren noch diskutiert. Eine Verlegung in die wärmere Jahreszeit aber ist ausgeschlossen, das Spielefest werde weiter kurz nach der Essener Spielemesse abgehalten, um die Neuheiten vorzustellen.

„Und wir wollen bei den Spielen weitestgehend ohne Computer auskommen“, sagt Lindner. Bei „Darmstadt spielt“ stehe das generationenübergreifende Zusammenkommen im Vordergrund. „Spielen verbindet einfach die Menschen“, sagt Blumöhr.

www.darmstadt-spielt.de

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