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Darmstadt Rheinstraßenbrücke wird saniert

Die Rheinstraßenbrücke verfällt seit Jahren. Ab 2019 soll das Bauwerk für 15,3 Millionen Euro saniert und vergrößert werden. Autofahrer müssen sich während der Bauarbeiten auf eine lange Einbahnstraßenregelung einstellen.

28.04.2015 17:37
Um knapp 20 Meter soll die Brücke in der Nähe des Hauptbahnhofs breiter werden. Foto: Guido Schiek

Beton bröckelt, Rost frisst sich in die Bewehrung. Seit Jahren verfällt die Rheinstraßenbrücke. Sie ist zwar noch tragfähig und muss nicht wie unlängst die Schiersteiner Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden gesperrt werden. Aber saniert werden muss das Bauwerk, das die Rheinstraße über die Bahntrasse trägt und das tagtäglich Tausende Autofahrer, Radler und Fußgänger nutzen. Für 15,3 Millionen Euro.

26,50 Meter ist die einst von der preußisch-hessischen Eisenbahnverwaltung gebaute Brücke breit. „Später werden es 43,55 Meter sein“, sagt Astrid Saaman vom Stadtplanungsamt. Die historischen Brückenköpfe und Stützen sollen erhalten bleiben.

Auf der Brücke erhalten Autos, Straßenbahn, Fußgänger und Radfahrer eigene Spuren. Damit soll das hohe Verkehrsaufkommen besser zu bewältigen sein. Das braucht Platz. Stadtauswärts sind drei Spuren für Autos und Lastwagen vorgesehen. An der Kreuzung mit der Zweifalltorstraße kommen eine Links- und eine Rechtsabbiegerspur dazu. Für Linksabbieger gibt es im Gegensatz zur aktuellen Situation eine Ampel. „Dadurch soll die Kreuzung leistungsfähiger werden“, sagt Saaman. Doch dies nur in überschaubarem Rahmen, wie Verkehrsplaner Harald Baro errechnet hat.

Stadteinwärts sind es zwei Fahrspuren, zu denen es an der Kreuzung mit der Berliner Allee und der Goebelstraße ebenfalls separate Bahnen zum Links- und Rechtsabbiegen geben soll. Dazwischen befindet sich der Gleiskörper für die Straßenbahn, auf einem etwas erhobenen Podest. „Es wird keine Doppelnutzung von Bahn und Auto geben“, stellt Astrid Saaman klar. Auch das soll dem Verkehrsfluss dienen.

Flankiert wird die Straße von Rad- und Fußwegen. Radfahrer können ihre bis zu 3,50 Meter breiten Bahnen jeweils in beide Richtungen nutzen. Die getrennt davon angelegten Fußwege haben Maße von 2,10 bis drei Meter. Nur vor dem Maritim-Hotel müssen sich Fußgänger und Radfahrer weiterhin eine Spur teilen. Aus Platzmangel.

Für drei Jahre bleibt die Brücke gesperrt

Diese Stelle gilt bei Astrid Saaman und Harald Baro als neuralgisch. Denn dort gibt es derzeit einen Streifen, auf dem Busse und Taxis halten können, um Hotelgäste ein- und aussteigen zu lassen. Das „birgt erhebliches Gefährdungspotenzial“, bewerten die Verkehrsplaner die Situation. Die Lösung: Bus- und Taxi-Stopp sollen an die Ostseite des Hotels, also an die ÖPNV-Straße „Am Hauptbahnhof“ verlagert werden. Wo jetzt Taxis stehen, ist ein Grünstreifen geplant.

Bis dort Gras wächst, wird es jedoch dauern. „Frühestens 2019 beginnen die Arbeiten“, sagt Astrid Saaman. Zuvor müssen die Brücken der Hilpertstraße und des Stirnwegs auf Vordermann gebracht werden. Zur Zeit dürfen Lkw über zwölf Tonnen den Stirnweg nicht passieren. Der ist jedoch Teil der während der Bauphase notwendigen Umleitung. Stadteinwärts ist dazu ein Einbahnstraßenring geplant. Stadtauswärts geht es vierspurig über die Rheinstraßenbrücke. Die Straßenbahnverbindung nach Griesheim wird eingleisig geführt.

Autofahrer müssen sich auf eine lange Einbahnstraßenregelung einstellen. „Drei Jahre“, sagt Astrid Saaman, könne es schon dauern. Wenn alles gut geht, könnten also die Besucher der Landesgartenschau 2022 auf der breiten Rheinstraße in die Stadt fahren. (rf)

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