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Darmstadt Objekte der Naturkunde

Eine Ausstellung im Hessischen Landesmuseum zeigt Sammlungen der Landgrafen.

Topfgewichtssatz
Topfgewichtssatz aus Messing, mit Eichstempel aus Baden, um 1810. Foto: Wolfgang Fuhrmannek/ HLMD

Mit der Präsentation „200 Jahre Metrisches System in Hessen“ in Vitrinen im Untergeschoss wird der begonnene Ausstellungszyklus zu „Instrumente aus dem Physikalischen Kabinett im Hessischen Landesmuseum Darmstadt“ der Darmstädter Landgrafen fortgesetzt.

Die Landgrafen von Hessen-Darmstadt sammelten schon seit dem 17. Jahrhundert wertvolle Objekte aus den Bereichen Ingenieurwesen, Optik und Naturkunde, die sie teilweise von ihren Reisen mitbrachten, als Erbschaft oder Mitgift erhielten oder ankauften, schreibt das Museum. Insbesondere die Große Landgräfin Karoline Henriette, hinterließ ihrem Sohn, dem späteren Landgrafen Ludwig X. und seit 1806 Großherzog Ludewig I. neben anderen Sammlungen ein Naturalienkabinett, das auch physikalische Geräte beinhaltete. Ludewig I., der ab seinem 16. Lebensjahr neben einem dreijährigen Studium in Leyden, eine Universität mit anerkannter naturwissenschaftlicher Fakultät und umfangreicher Bibliothek, weitere Jahre in Paris, Petersburg und Berlin verbrachte, war sehr an den physikalischen Problemen seiner Zeit interessiert.

Nach seinem Regierungsantritt 1790 konnte er beim Aufbau seines physikalischen Kabinetts, das er in späteren Jahren für die Darmstädter Bevölkerung zugänglich machte, auf die Unterstützung seines Kabinettsekretärs Ernst Schleiermacher und des Kriegsrats Johann Heinrich Merck zurückgreifen. Sein Patensohn Ludwig Johann Schleiermacher, Lehrer für Mathematik und Physik, hielt in Winterkursen Experimentalvorlesungen für die Darmstädter, bei denen er auf Geräte aus den physikalischen Kabinett zurückgriff, selbst solche herstellte oder herstellen ließ.

Die Ausstellung im Hessischen Landesmuseum, Friedensplatz 1, geht vom 12. Oktober bis 17. Februar. Geöffnet ist sie Dienstag, Donnerstag, Freitag von 10 bis 18 Uhr, Mittwoch bis 20 Uhr, Samstag, Sonn- und Feiertag 11 bis 17 Uhr.  Der Eintritt kostet für Erwachsene 6 Euro, erm. 4 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren haben freien Eintritt. Das Ticket berechtigt auch zum Besuch der ständigen Sammlung. 

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