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Darmstadt Lotsen gegen Verspätung

Der Verkehrsbetrieb Heag testet einen neuen Service am Hauptbahnhof: Sogenannte Einstiegslotsen helfen beim Einsteigen - und sollen für mehr Pünktlichkeit sorgen.

Einstiegslotsen des Nahverkehrsunternehmens Heag
Einstiegslotsen helfen vor dem Hauptbahnhof beim Einsteigen. Foto: Monika Müller

Kaum kommen zeitgleich die S-Bahn und Regionalbahn aus Frankfurt am Darmstädter Hauptbahnhof an, führt ein dünner, aber langer Menschenstrom durch die Türen auf den Bahnhofsplatz. Immer wieder piepen die Türen der Straßenbahn und sind im Begriff, zuzugehen. Doch immer wieder schiebt sich an den vordersten beiden Türen eine Hand oder ein Fuß dazwischen. Ein paar Minuten geht das schon so – obwohl die nächste Bahn schon hintendran wartet. Das Resultat: Verspätungen. Und Ärger bei den Fahrgästen. Dabei sind sie es oftmals selbst, die für die Verzögerungen sorgen.

Um die Pünktlichkeit ihrer Straßenbahnen am Darmstädter Hauptbahnhof zu verbessern, setzt die Heag Mobilo daher dort seit April sogenannte Einstiegslotsen ein. Die Servicekraft trägt eine orangefarbene Warnweste und sorgt vor Ort dafür, dass sich insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten die Fahrgastströme gleichmäßig auf die verschiedenen Türen der Bahnen verteilen. Die Fahrzeugtüren schließen dadurch schneller und die Haltedauer wird kürzer.

Und es scheint, als zeige die orangefarbene Weste Wirkung. Kaum stellt sich der Lotse vor die Türe, können die Türen piepsend schließen. Heag-Mobilo-Geschäftsführer Michael Dirmeier sieht durch den Einsatz der Lotsen eine deutliche Entlastung: „Die Einstiegslotsen unterstützen unser Fahrpersonal bei der Verteilung der Fahrgäste im Fahrzeug, denn wenn die Menschen an allen Türen gleichmäßig einsteigen, entspannt das auch die Situation im Fahrzeug.“ Zudem unterstützten die Einstiegslotsen mobilitätseingeschränkte Fahrgäste beim Einstieg ins Fahrzeug.

In der Regel gibt es die Einstiegslotsen nur am Hauptbahnhof zu den Stoßzeiten vormittags und nachmittags. Bei Großveranstaltungen oder zu Heimspielen der Lilien sind die betrieblichen Helfer allerdings auch an anderen Orten im Einsatz. Dann sind es bis zu 28.

Der Service wird noch bis zum Dezember getestet. Reaktionen von Fahrgästen gab es dazu bislang noch keine. Doch das ist aus Sicht des Unternehmens in diesem Fall durchaus positiv. bö/laf

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