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Darmstadt Klassenzimmer im Container

Im April hieß es noch, man setze alles daran, in den Sommerferien 2016 mit den Sanierungsarbeiten am Ludwig-Georgs-Gymnasium fertig zu werden. Davon allerdings sind die Handwerker noch ein Stück entfernt.

07.09.2016 18:56

"Das Schuljahr ist angelaufen, der Betrieb ruckelt sich so zurecht“, sagt Nicole Roth-Sonnen. Die Schulleiterin des Ludwig-Georgs-Gymnasiums legt auch zu Schuljahresbeginn 2016/2017 eine gewisse Gelassenheit und Souveränität an den Tag, ohne die in dem altsprachlichen Gymnasium am Kapellplatz in den vergangenen Monaten kaum etwas glatt gelaufen wäre. Auch im neuen Schuljahr ist Organisationstalent gefragt: Etwa die Hälfte der 700 Schülerinnen und Schüler muss in einem Ausweichquartier am Donnersberg-ring unterrichtet werden.

In den Osterferien wurden an der Schule gravierende Schadstoffbelastungen festgestellt: Die Schule musste zum Großteil geräumt werden, viele Schüler mussten auf andere Schulen ausweichen, was ein Kraftakt für die Schulgemeinde bedeutete. Seit 27. Juni läuft die Schadstoffsanierung und der „Ausbau von PAK-haltigen Baustoffen unter Überwachung von Umweltingenieuren“, so der städtische Sprecher Daniel Klose.

Im April noch hatten Vertreter des Immobilienmanagements Darmstadt (IDA) angekündigt, man setze alles daran, in den Sommerferien 2016 mit den Sanierungsarbeiten fertig zu werden. Davon allerdings sind die Handwerker noch ein Stück entfernt. „IDA und das beauftragte Architekturbüro Hinkel aus Darmstadt arbeiten auf Hochtouren, um die Sanierung im Gebäude A voranzutreiben“, so Daniel Klose. Bis zum Ende der Sommerferien seien die Abbrucharbeiten und somit die Schadstoff-entsorgung im gesamten Gebäude A beendet worden.

Dabei habe man die Obergeschosse bis auf die vorhandenen und sanierten Fenster in den Rohbauzustand zurückversetzt. Seit Mitte August werden das erste und zweite Obergeschoss wieder aufgebaut, derzeit ist das dritte Geschoss an der Reihe.

Mit Shuttlebus zum Sport

Daher kann nur etwa die Hälfte der rund 700 Schüler am LGG-Standort in der Nieder-Ramstädter-Straße 2 unterrichtet werden, die andere Hälfte ist in einem Interimsgebäude am Donnersberg-ring untergebracht, das bis Mitte August zur Flüchtlingsunterbringung genutzt wurde.

„Die Klassen fünf bis acht sind bei uns, darunter auch die 119 Fünftklässler. Die neunten Klassen und die Oberstufe sind ausquartiert“, sagt Nicole Roth-Sonnen. Am Donnersbergring werde derzeit die Infrastruktur aufgebaut: „Telefon, Kopierer und so weiter“, sagt sie. Von Vorteil sei für die Schüler, dass sie nicht pendeln müssen, sondern komplett an einem Standort Unterricht haben. Der Nachteil dabei: „Die Lehrer müssen pendeln, und das wiederum ist sehr stressig.“

Für den Sportunterricht wurde ein Transfer eingerichtet: Die Schüler werden vom Donners-bergring mit einem Shuttlebus an die schuleigene LGG-Halle, ins Schul- und Trainingsbad oder zur Felsinghalle am Woog gefahren.

Wie lange genau die Sanierung noch dauern wird, das sei noch ungewiss, heißt es aus der städtischen Pressestelle. Die Leiterin des Gymnasiums allerdings – sie ist voll des Lobs für die Baufirma – hätte durchaus einen Wunschtermin: „Wir hoffen sehr, dass die Arbeiten bis zum Tag der offenen Tür unserer Schule am 11. Februar 2017 abgeschlossen sind“, erklärt Nicole Roth-Sonnen. (an)

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