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Darmstadt Investition in die Cyber-Sicherheitsforschung

Am Kantplatz in Darmstadt entsteht für mehr als 18 Millionen Euro ein Neubau für die Technische Universität.

Stadtentwicklung in Darmstadt
In einem Realisierungswettbewerb setzte sich der Entwurf der Architekten aus dem Breisgau gegen 24 Mitbewerber durch.

Am Kantplatz tut sich was: Wer in den vergangenen Monaten etwa vom Herrngarten in Richtung Martinsviertel unterwegs war, dem dürften die Bauarbeiten auf dem Eckgrundstück an der Pankratius- und der Schloßgartenstraße nicht entgangen sein. Schon im Februar ist damit begonnen worden, ältere Universitätsgebäude zu demontieren und abzureißen. Seit April wurde dann auch der Boden des Grundstücks nach und nach ausgebaggert. Inzwischen wurde mit den Rohbauarbeiten für den Neubau der IT-Sicherheitsforschung an der Technischen Universität (TU) Darmstadt begonnen. Das knapp 18,4 Millionen Euro teure Zentrum wird von Bund, dem Land Hessen und der TU finanziert. In dem Gebäude wird künftig der Profilbereich Cybersicherheit (CYSEC) der TU eingerichtet.

Das Forschungs- und Institutsgebäude wird nach einer Mitteilung der Universität  im Rahmen der von Bund und Ländern finanzierten „Gemeinschaftsaufgabe Forschungsbauten“ und des von Bund und Ländern finanzierten „Hochschulpakt-2020- Investitionsprogramms“ sowie aus Mitteln der TU Darmstadt finanziert.

Vorgesehen ist, das Gebäude bis Sommer 2019 fertigzustellen. Das viergeschossige Gebäude wird künftig die Ansicht des Kantplatzes am westlichen Rand des Martinsviertels prägen und den Standort Stadtmitte der TU Darmstadt erweitern. Es entsteht in unmittelbarer Nähe unter anderem zu den Fachbereichen Informatik, Mathematik, Physik sowie Elektrotechnik und Informationstechnik.

Auf rund 2100 Quadratmetern Hauptnutzfläche entstehen Labore, Büro- und Seminarräume. Im Untergeschoss soll der sogenannte „E-Campus“ etabliert werden, auf dessen Serverflächen die Fachgebiete der TU ihre Computersysteme aufstellen können. Die interdisziplinär arbeitenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in dem Profilbereich zusammenarbeiten, sollen nach Angaben der TU „beste Arbeitsbedingungen für zukunftsweisende Forschung zur IT-Sicherheit von den Grundlagen bis zur Anwendung finden“.

In einem europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb hatte sich das Büro ArGe Architekten aus Waldkirch im Breisgau im Sommer 2014 gegen 24 Mitbewerber durchgesetzt. Wichtig war dem hessischen Wissenschaftsministerium und der TU als Bauherrn, am Kantplatz „ein sowohl architektonisch wie städtebaulich durchdachtes und anspruchsvolles Gebäude“ zu schaffen. Der Entwurf, der nun realisiert wird, sieht zwei überlagerte rechteckige Baukörper vor, die einen hellen Innenhof als räumlichen und sozialen Mittelpunkt des Zentrums schaffen. Die geometrische Staffelung wird das Gebäude städtebaulich an die Pankratiusstraße sowie an das Physik-Gebäude anbinden. Der Fuß- und Radweg zwischen der Pankratius- und der Ruthsstraße bleibt erhalten.

Der ursprünglich für Mitte 2015 geplante Baubeginn verzögerte sich nach Angaben der TU aufgrund des komplexen Planungs- und Genehmigungsverfahrens und der nötigen Klärung von Grundstücksfragen. Für den Neubau mussten zwei alte Gebäude abgerissen werden und ein Fassadenkunstwerk umziehen.

Die beiden Glasmosaiken „Helio I + II“ des Darmstädter Künstlers Bernd Krimmel wurden im vorigem Jahr im Treppenaufgang des Hörsaal- und Medienzentrums auf dem Campus Lichtwiese installiert.

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