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Darmstadt Eklat im Gerichtssaal

Im Prozess gegen einen mutmaßlichen Totschläger kommt es im Gerichtssaal in Darmstadt zu einer Protestaktion.

Darmstadt
Morde an Frauen sind politisch, befinden die Frauenrechtlerinnen. Foto: Jens Joachim

Im Prozess gegen einen 51 Jahre alten Mann aus Breuberg im Odenwaldkreis wegen des Verdachts des Totschlags, ist es am Donnerstag im Gerichtssaal zu einem Eklat gekommen. Rund 20 Frauen von Frankfurter und Darmstädter Frauenrechtsorganisationen zogen sich im Gerichtssaal Protest-T-Shirts über und skandierten „Der Mörder ist bekannt“, „Frauenmorde sind politisch“ und „Nein heißt nein!“. Volker Wagner, der Vorsitzende Richter der 11. Strafkammer unterbrach die Vernehmung des Leiters der Mordkommission und forderte die Frauen auf, den Gerichtssaal zu verlassen. 

Vor dem Eingang des Landgerichts entrollten die Frauen dann ein Transparent, um damit auf Gewalt, Unterdrückung, Nötigung und Ausbeutung von Frauen in aller Welt aufmerksam zu machen. Einige Frauen zogen zudem Papiermasken mit dem Bild der getöteten dreifachen Mutter über ihre Köpfe, um an ihre Bekannte und Freundin zu erinnern. 

Die Leiche der 47-Jährigen war im September 2017 in einem Wald bei Münster gefunden worden. Der Angeklagte, dem seit Anfang Juni der Prozess gemacht wird, soll laut Anklage die Frau am 20. August 2017 vor ihrer Wohnung im Frankfurter Stadtteil Bockenheim abgefangen, an ihr sexuelle Handlungen vorgenommen und sie dann getötet haben. Ihre Leiche soll er dann in einem Vogelschutzgebiet bei Münster abgelegt haben. Das Gericht hat weitere Verhandlungstermine bis zum 13. Juli terminiert.

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