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Darmstadt Ein Zentrum für Stadtnatur

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) will in Darmstadt auf dem Gelände der alten Stadtgärtnerei eine Bildungsstätte etablieren.

Stadtentwicklung in Darmstadt
Die Gewächshäuser auf dem Areal der früheren Stadtgärtnerei werden bald abgerissen. Foto: Michael Schick

Der Kreisverband Darmstadt des Bunds für Umwelt und Naturschutz (BUND) wird in der nächsten Woche den Antrag zum Bau eines Umweltbildungszentrums auf dem Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei in der Orangerie beim Bauamt der Stadt einreichen. Das hat BUND-Vorstandssprecher Niko Martin am Mittwochabend während einer Bürgerinfoveranstaltung der Stadt zur künftigen Gestaltung des zwei Hektar großen Areals in der Orangerie angekündigt. 

Die Errichtung eines eingeschossigen Gebäudes anstelle des bisherigen nördlichen Gewächshauses an der Orangerie-Mauer zur Klappacher Straße wird den Verband Martin zufolge knapp eine halbe Million Euro kosten. 

Martin bezeichnete die geplante Etablierung eines „Zentrums für Stadtnatur“ inmitten des Darmstädter Stadtteils Bessungen als „ambitioniertes Vorhaben“. Die beiden Kreisverbände Darmstadt und Darmstadt-Dieburg wollen jeweils 50 000 Euro für das Projekt zur Verfügung stellen. Ein großzügiger Spender habe 200 000 Euro in Aussicht gestellt, sollte sich das Vorhaben – wie geplant – zügig realisieren lassen. Zudem wirbt der Kreisverband dafür, mit Hilfe einer sogenannten Leih- und Schenkgemeinschaft das Vorhaben mittels zweckgebundener Spenden zwischen 500 und 3000 Euro vorzufinanzieren. Vorgesehen ist nach den Worten Martins, das Gebäude im nächsten Jahr zu errichten. 

Die Bildungsstätte soll nach Auskunft des BUND-Vorstandssprechers „ein öffentlich zugänglicher Ort der Begegnung, Umweltbildung und Beratung sowie der biologischen Vielfalt werden“. Geplant ist ein Gebäude mit einem Büro, Foyer, Seminarräumen, einer Bastelwerkstatt und einem Maschinenraum. Auch der Außenbereich soll vom Sommer 2019 an als Naturerlebnis- und Erholungsstätte sowie als „Ort der Kreativität“ genutzt werden. Vorgesehen ist etwa, darüber zu informieren, wie Wildpflanzen in der Stadt verwendet sowie alte Sorten von Nutzpflanzen gefördert werden können.

Die Stadtverordnetenversammlung hatte bereits Ende September mehrheitlich beschlossen, am südlichen Ende der ehemaligen Stadtgärtnerei einen neuen Betriebshof für das Grünflächenamt zu errichten. Inklusive des Abbruchs der alten Gewächshäuser, der Erschließung des Areals und der Planungsarbeiten wird die Stadt rund 4,3 Millionen Euro in den Neubau des Betriebshofs in der Orangerie investieren. Zudem ist geplant, auf dem Areal eine Multifunktionsfläche etwa für den freitagnachmittags stattfindenden Wochenmarkt sowie „Bürgergärten“ und ein Café zu schaffen.

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