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Darmstadt Ein Wall zum Schutz der Bewohner

Im Neubaugebiet Wixhausen wird mit dem Bau einer Lärmschutzwand begonnen.

06.07.2015 17:31

Das Neubaugebiet WX 8 in Wixhausen macht einen zugleich belebten und unfertigen Eindruck: Pflanzen grünen, Blumen blühen, kleine und große Bewohner bevölkern die Straßen oder tummeln sich in Gärten, und ein überproportionaler Anteil von Außentrampolinen kündet vom Kinderreichtum des jungen Quartiers. Doch noch fehlt es an Einigem: Gehwege und ordentliche Straßen sowie der Lärmschutzwall zur B 3 inklusive Kleinkinderspielplatz. Zumindest der Wall wird nun kommen.

Diese Tage beginnen nach Auskunft der Stadt die Arbeiten entlang der viel befahrenen Frankfurter Straße, um den Verkehrslärm von der Siedlung fernzuhalten. Der Wall wird sich als begrünte und bepflanzte Erdaufschüttung von der Straße „Im Appensee“ nördlich Richtung Gräfenhausen erstrecken und dabei sowohl das Neubaugebiet als auch einen Teil des angrenzenden Feldes von der Bundesstraße abgrenzen. Die Länge beträgt 210 Meter.

Die Aufschüttung soll eine Höhe von vier Metern über der Fahrbahn der B3 haben und zum Wohngebiet hin flacher sein als auf der Straßenseite. Gebaut wird er aus Erdaushub der benachbarten FAIR-Baustelle der Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI), weswegen das Vorhaben für die Stadt denkbar günstig ist. Statt nämlich Erde selbst kaufen zu müssen, entsorgt eine bei FAIR beschäftigte Firma angefallenes Bodenmaterial der GSI kostenlos und baut auch gleich den ganzen Damm inklusive der Grundbegrünung mit einer Wiesenmischung und eines sich dort erstreckenden Wirtschaftswegs aus Feinschotter.

Win-win-Situation

„Es ist eine Win-win-Situation“, betont Straßenverkehrs- und Tiefbauamtsleiter Dieter Boß. Die externe Firma spare teure Abfuhrkosten für die Erde, die Stadt spare den Bau des Walls. Einzig die Bepflanzung im Anschluss liegt in den Händen des Grünflächenamts. Sobald die öffentliche Grünanlage fertig ist, wird dort auch noch der vielfach gewünschte Spielplatz für Kinder unter drei Jahren geschaffen. „Im Herbst können da die Kinder spielen“, verspricht Boß.

Seiner Einschätzung nach ebenfalls erledigt haben dürfte sich dann das Problem, dass Autofahrer die durch das Neubaugebiet führende Straße „Im Appensee“ als Abkürzung zur Bundesstraße nutzten – und zwar in teils deutlich höherem Tempo als den erlaubten 30 Stundenkilometern. Die Baustellenzufahrt, so Boß, wird im Zuge des Lärmschutzwallbaus abgebaut und steht dann nicht mehr als Abkürzung zur Verfügung. (aw)

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