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Darmstadt Bewegender Abschied von Johnny Heimes

800 Menschen kommen zur Trauerfeier von Jonathan Heimes in die Darmstädter Pauluskirche. Der Lilien-Fan war ein Symbol für den Kampf gegen den Krebs – und dafür, weiterzumachen, auch wenn etwas aussichtslos erscheint.

16.03.2016 19:44
Darmstädter Fans halten vor Beginn des Spiels Darmstadt 98 gegen FC Augsburg ein Foto des verstorbenen Lilien-Fans Jonathan "Johnny" Heimes in die Höhe. (Archivbild) Foto: dpa

Ein großes, farbiges Foto von Jonathan, genannt Johnny, steht rechts vom Altar. Er strahlt, reckt beide Zeigefinger in die Höhe, sieht glücklich aus. All die Menschen, die ihm wichtig waren, sind versammelt: Eltern, Schwester, Freunde, die ihn seit seiner Kindheit begleiteten, die Tennis- und Hockeyspieler vom TEC Darmstadt, die Fußballer vom SV Darmstadt 98.

Am Mittwoch nahmen sie und rund 800 Trauergäste in der Darmstädter Pauluskriche Abschied von Jonathan Heimes, der in der vergangenen Woche im Alter von 26 Jahren an einem Krebsleiden gestorben war. Mit der Aktion „Du musst kämpfen – es ist noch nichts verloren“ wurde der hoffnungsvolle Darmstädter Nachwuchs-Tennisspieler auch im Schulterschluss mit dem SV Darmstadt 98 bei dessen Aufstieg in die Erste Bundesliga deutschlandweit zum Symbol für den Kampf gegen den Krebs – und dafür, weiterzumachen, auch wenn etwas aussichtslos erscheint.

„Johnny wird immer ein Teil unserer Familie sein“, sagte der Trainer des SV Darmstadt 98, Dirk Schuster, der an den Vorabend des Relegationsspiels gegen Arminia Bielefeld im Sommer 2015 erinnerte.

Alle mit Bändchen am Arm

Damals trugen alle Spieler die Bändchen mit dem Aufdruck „Du-musst-kämpfen“ am Arm. Die Motivationsbändchen hätten die Mannschaft durch die Zweite Liga getragen, sie seien Symbol für Willen, Kraft und Leidenschaft und dafür, immer wieder aufzustehen und weiterzukämpfen.

„Sein zu kurzes Leben war ein wieder und wieder geschenktes Leben“, sagte Pfarrer Manfred Raddatz von der Petrusgemeinde, der Johnny gut kannte und durch die Trauerfeier führte. Orgelklänge wechselten sich ab mit kurzen Lesungen aus Jonathans Buch „Comebacks – mein Leben“ und Worten von Freunden. Johnny habe nie den Lebenswillen verloren, so wie er den Kampf gegen den Krebs nicht verloren habe, sagte Chris Eder, dessen Familie zu den engsten Freunden des Verstorbenen zählt: „Johnny verlässt die Halle als Sieger.“ (an)

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