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Darmstadt Alle Dienste unter einem Dach

Im Caritaszentrum Sankt Ludwig in Darmstadt werden Beratungs- und Hilfsangebote gebündelt.

Einweihungsfeier
Weihbischof Udo Bentz segnete das Caritaszentrum. Foto: Michael Schick

Hell und freundlich präsentieren sich die Räume in der Wilhelm-Glässing-Straße: Die ehemaligen Gemeinderäumen der katholischen Pfarrgemeinde Sankt Ludwig beherbergen inzwischen das Caritaszentrum. Auf drei Stockwerken haben gleich mehrere Beratungs- und Hilfsangebote Raum gefunden.

„2015 wurde das Zentrum umgebaut, als erstes zog damals die Lebensberatung Ende des Jahres ein“, sagt Gudrun Schneider, Koordinatorin des Caritaszentrums. Im Jahr darauf bezog die Suchthilfe ihre Räumlichkeiten, 2017 die Migrationsberatung. „In diesem Jahr sind wir dann noch mehr zusammengerückt, denn nun ist auch der psychosoziale Dienst für Geflüchtete hier im Haus“, sagt sie.

Nun, da das breite Beratungsangebot der Caritas sich eingerichtet hat, haben Caritas und Kirchengemeinde am Sonntag zum Einweihungs- und Begegnungsfest eingeladen. Weihbischof Udo Bentz segnete die Räume und wünschte allen Mitarbeitern und Helfern Kraft für deren anspruchsvolle Tätigkeit. Anschließend konnten die Besucher die Räume besichtigen und sich über die verschiedenen Beratungsangebote informieren.

So konnten die Besucher bei Migrationsberaterin Nara Faul sich am Einbürgerungstest versuchen. „Es sind die Original-Fragen, um die Staatsbürgerschaft zu erlangen“, sagt sie. „Das muss man wirklich wissen?“, sagt ein Besucher beim Blick auf die Frage, was Aufgabe des Bundestags sei. „17 richtige Antworten sind nötig“, sagt Faul, „aber wir haben sehr gute Quoten: Nur ganz wenige besten den Test nicht.“

Seit 2006 arbeitet sie als Migrationsberaterin, inzwischen bietet auch direkt in der Jefferson-Siedlung offene Sprechstunden an. „Bei den Sprechstunden dort sowie hier im Haus kommen pro Woche gut zwölf Menschen in die Beratung“, sagt sie. Es seien oft schwere Themen, mit denen sie konfrontiert werde: Eltern, die ihre Kinder verloren haben oder die nun auf Familiennachzug hoffen. „Aber ich helfe gern, die Migrationsberatung liegt mir einfach“, sagt Faul.

„Die Schuldner- und die Schwangerschaftsberatung sind stets gut frequentiert“, erklärt Schneider beim Gang durch das Haus. Einzugsgebiet sei nicht nur die Stadt Darmstadt, sondern auch der westliche Kreis Darmstadt-Dieburg. Für die Zukunft wünscht sie sich, dass die frage der Finanzierung der Angebote vereinfacht werde. „Eine Regelfinanzierung wie in Rheinland-Pfalz wäre gut“, sagt auch Maria-Antonia Estol vom Migrationsdienst. So bliebe mehr Zeit für die Beratung übrig. „Außerdem ist es schwer, entsprechend qualifiziertes Personal zu finden“, sagt sie.

2019 soll das Zentrum weiter wachsen, ein internationaler Elterntreff ist in Planung. „Für den werden noch Ehrenamtliche gesucht“, sagt Schneider.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.caritas-darmstadt.de.

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