Lade Inhalte...

Charles M. Huber CDU Ein alter Bekannter

Charles M. Huber soll für die CDU bei der Bundestagswahl 2013 die SPD-Kandidatin Brigitte Zypries schlagen.

24.08.2012 23:15
So kennt man ihn: Charles M. Huber alias Henry Johnson im Jahr 1991 in „Der Alte“. Foto: ZDF/Michael Marhoffer

Bekannt geworden ist er durch die ZDF-Krimiserie „Der Alte“ – nun will er auf die politische Bühne. Der Schauspieler Charles M. Huber tritt für die CDU wohl gegen Brigitte Zypries (SPD) an. Huber soll bei der Bundestagswahl 2013 Direktkandidat der CDU im Wahlkreis 186 werden, dem Darmstadt und große Teile des Landkreises Darmstadt-Dieburg angehören. Darauf haben sich die Vorstände beider CDU-Kreisverbände am Mittwochabend bei zwei Enthaltungen einstimmig ausgesprochen.

„Wir sind überzeugt, dass wir mit ihm den Wahlkreis zurückgewinnen werden“, erklärte gestern der Vorsitzende des Kreisverbands Darmstadt, Ctirad Kotoucek.

CDU bei Facebook auf Huber gestoßen

Über das soziale Netzwerk Facebook war die CDU fündig geworden. Dort war die Landtagsabgeordnete Karin Wolff auf Hubers „Initiative integres Deutschland“ aufmerksam geworden, erzählte sie gestern. „Der Name ist Programm.“

Doch es gab Konkurrenz: Die Findungskommission habe sich über verschiedene Bewerber unterhalten. Als Direktkandidaten für 2013 wurden neben Karin Wolff unter anderem der frühere Landtagsabgeordnete Frank Gotthardt aus Marburg und der ehemalige Grüne Oswald Metzger gehandelt.

Andreas Storm, der vor vier Jahren mit nur 45 Stimmen Rückstand gegen die Sozialdemokratin Brigitte Zypries, die wohl erneut antreten wird, verloren hatte, kam nicht mehr in Frage. Er ist inzwischen Sozialminister im Saarland. Der 55 Jahre alte Huber soll den Wahlkreis nun zurückholen. „Mit ihm haben wir die allerbesten Chancen“, ist der Darmstadt-Dieburger CDU-Vorsitzende Manfred Pentz überzeugt.

Besondere Beziehung zu Hessen

Positiv überrascht sei er von der Anfrage aus Darmstadt gewesen, sagte Huber. Zumal er auch im Wahlkreis München-Ost als Direktkandidat im Gespräch war. Er räumte ein, dass er als Münchner in Südhessen erst einmal Nachholbedarf habe. Hessen sei für ihn kein x-beliebiges Bundesland. Auf dem Rückweg von Gastspielen aus dem Norden habe sich in Frankfurt bereits ein Heimatgefühl eingestellt: „Jetzt san mer dahoam.“ In den nächsten Monaten wolle er sich in die Themen der Region einarbeiten. „Dabei brauche ich natürlich die Unterstützung der Basis“, erklärte er. Am 8. September will er an einem Infostand am Friedensplatz schon einmal den Kontakt mit den Bürgern suchen. Er habe Darmstadt als tolerante Stadt kennengelernt. Auch das Staatstheater und das gesamte Kulturangebot der Stadt hätten ihn beeindruckt.

In seinem Wechsel von der Schauspielerei zur Politik sieht der designierte Bewerber durchaus „einen Erklärungsbedarf“. Doch bei bei dem sei es wichtig, sich in die Umgebung einzufinden. Schon als Zwölfjähriger sei er politisch interessiert gewesen. Vom „politisch Interessierten“ habe er sich nun zu jemandem entwickelt, „der den Willen hat, ein politisches Amt zu übernehmen“. Wichtig sei ihm dabei, dass er hinter dem Programm der Partei stehe, für die er antrete. Deshalb sei er vor Jahren von der SPD zur CSU gewechselt. 2009 engagierte er sich im Bundestagswahlkampf für die amtierende Bundeskanzlerin Angela Merkel, was bei der CSU nicht so gut angekommen sei.

CDU ist Hubers dritte Partei

Jetzt muss er wieder die Partei wechseln: Bevor Huber im Wahlkreis 186 antreten kann, muss er der CDU beitreten. Am 30. Oktober entscheidet ein Nominierungsparteitag endgültig über seine Kandidatur.

Die CDU-Spitzen zeigen derweil Geschlossenheit. Es gebe „kein schlechtes Gefühl“, bei denen, die nicht zum Zug gekommen seien, erklärte der Griesheimer Landtagsabgeordnete Gottfried Milde. (rf.)

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen