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Bio-Supermärkte boomen Alnatura wächst und baut

Der Bio-Boom geht weiter und die Bickenbacher Firma Alnatura profitiert davon. Die Bio-Supermarktkette baut nun das größte Bio-Verteilzentrum Europas - und setzt auch dabei voll auf Öko.

20.03.2009 00:03
MICHAEL GRABENSTRÖER
Eine Kundin kauft Bio-Gemüse im Alnatura Bio-Supermarkt in Darmstadt ein. (Archiv) Foto: dpa

Alnatura, der nach eigenen Angaben größte Bio-Supermarkt-Filialist in Deutschland, baut in Lorsch ein Verteilzentrum für derzeit 45 eigene Filialen. Künftig sollen von Lorsch aus auch die 2600 Filialen der Handelspartner mit beliefert werden. Alnatura - die Firmenzentrale sitzt in Bickenbach - beschäftigt derzeit rund 1200 Mitarbeiter, darunter 106 Lehrlinge. Im neuen Bio-Produkte-Verteilzentrum, das als eines der größten in Europa gilt, sollen 60 weitere Arbeitsplätze hinzu kommen.

Das Unternehmen aus Bickenbach will im Herbst - am 3. Oktober - sein 25jähriges Bestehen feiern. Das soll dann schon im neuen Verteilzentrum geschehen, für das gestern in Anwesenheit der hessischen Umweltministerin Silke Lautenschläger(CDU) der erste Spatenstich getan wurde.

Die neue Halle solle die Warenverteilung des Altnatura-Sortiments optimieren, sagte Gründer und Geschäftsführer Götz Rehn beim ersten Spatenstich. Aus dem Lager mit einer Gesamtfläche von 20 000 Quadratmeter sollen die Filialen "effizienter und umweltgerechter" beliefert werden.

Verkehrsgünstig zwischen den Autobahnen A 67 und A 5 gelegen ist das neue Verteilzentrum, zu dem auch ein neues Bürogebäude mit 1400 Quadratmeter Fläche gehört - ein Indiz für weitere Expansionsabsichten.

Denn Alnatura wächst weiter. Im Geschäftsjahr 2007/2008 steigerten die Bickenbacher ihren Umsatz auf 304 Millionen Euro. Das war ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor. Dabei legt Alnatura weiter großen Wert auf die ökologische Identität des Unternehmens.

Das geschieht auch bei der Gestaltung des Verteilzentrums. Die Fassade ist mit heimischen Lärchenholz verkleidet. Auf dem Dach der Halle liegt eine Photovoltaikanlage, geheizt und gekühlt werden sollen die eingelagerten Produkte mit regenerativen Energien unter dem Einsatz einer Luft-Wasser-Wärmepumpe. Die Heizung wird über eine Geothermieanlage versorgt. Langfristiges Ziel sei ein "klimaneutraler Betrieb", meinte Götz Rehn beim Spatenstich.

In Lorsch ist auch bereits die Erweiterung des Lagergebäudes angelegt, das auf Zuwachs gebaut ist. Der Firmensitz soll jedoch in Bickenbach im Landkreis Darmstadt-Dieburg an der Bergstraße bleiben.

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