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Darmstadt Begegnung als Schlüssel zur Inklusion

Die Stadt Darmstadt präsentiert den Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Der Aktionsplan setzt sich aus neun Handlungsfeldern zusammen.

24.01.2016 19:26

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat den ersten Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention vorgestellt. Neue Projekte sollen realisiert, aber auch bestehende Angebote und Maßnahmen weiterentwickelt werden. Ziel ist die „inklusive Stadt“. Seit 2009 gibt es in Darmstadt bereits die Projektgruppe zur Stärkung der Teilhabe für Menschen mit Behinderung. Aus dieser Gruppe heraus gründete sich schließlich die Arbeitsgruppe, die sich mit der Erstellung des Aktionsplans beschäftigte.

Der Aktionsplan setzt sich aus neun Handlungsfeldern zusammen, die sich an den Kapiteln der UN-Behindertenrechtskonvention orientieren und künftig von neun Unterarbeitsgruppen bearbeitet werden sollen. Die Felder decken die Themen „Bewusstsein und Beteiligung“, „Frauen“, „Erziehung und Bildung“, „Bauen und Mobilität“, „Kommunikation“, „Wohnen“, „Gesundheit und Pflege“, „Arbeit und Beschäftigung“ sowie „Kultur, Freizeit und Sport“ ab.

Die Punkte bauen laut Sozialdezernentin Barbara Akdeniz (Grüne) unter dem Überbegriff „Selbstbestimmte Teilhabe“ aufeinander auf. „Die eigentliche Arbeit – die Umsetzung – beginnt jetzt“, betonte sie.

Kein Randgruppenthema

Dass es in Darmstadt gelungen sei, viele Mitstreiter einzubinden, lobt Ursula Pforr vom Verein „Bewo“, merkt aber an, dass es gerade im Feld „Wohnen und Arbeit“ bisher noch zu viele stationäre Strukturen gebe. Michael Müller vom „Club der Behinderten und ihrer Freunde“ berichtete, rund zehn Prozent der Darmstädter besäßen einen Schwerbehinderten-Ausweis. Das Ganze sei also kein Randgruppenthema. Mehr Begegnungen zwischen den Betroffenen und der restlichen Bevölkerung im Alltag sei ein Ziel des Aktionsplans.

Der nächste Schritt ist nun laut Akdeniz, Unterarbeitsgruppen zu bilden. Außerdem wolle man sich eine externe Evaluation zur Seite stellen. „Inklusion herzustellen ist ein gesellschaftlicher Auftrag“, betonte sie. Die größte Hürde sei weiterhin der Abbau der Barrieren in den Köpfen. (eda)

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