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Bad Homburg Strafe für Pornos mit Kindern

Über Internettauschbörsen veröffentlicht: Ein 32-jähriger Bad Homburger lädt 940 Kinderpornografie-Dateien herunter und muss sich dafür vor Gericht verantworten.

01.04.2011 11:24
Von Desirée Brenner
Justitia Foto: ddp

Ein 32-jähriger Bad Homburger ist am Donnerstag wegen Besitzes und Veröffentlichung von Kinderpornografie zu 240 Tagessätzen von je 15 Euro verurteilt worden. Die Polizei hatte auf dem Computer des Angeklagten 940 Bilddateien gefunden, die der Mann im Zeitraum von 2008 bis 2010 besessen und über Internettauschbörsen veröffentlicht hatte. Darauf war zum Beispiel zu sehen, wie ein Erwachsener ein etwa neunjähriges Mädchen missbraucht.

Der im Niedriglohnsektor tätige Angeklagte, der getrennt von seiner Frau in Bad Homburg lebt und selbst keine Kinder hat, wirkte während der Verhandlung überwiegend teilnahmslos und wortkarg. „Ich weiß nicht, was soll ich machen, es tut mir leid“, sagte er. Auf die Frage der Richterin, wie er darauf gekommen sei, sich Kinderpornografie anzusehen, antwortete er, das erste Mal sei es zufällig gewesen. Er sei „neugierig“ gewesen. „Erzählen Sie mir nicht solche Sachen“, entgegnete die Richterin. Kinderpornos müsse man im Internet gezielt suchen. Die Frage des Anwalts nach einer Therapieanordnung wies die Richterin ab. Die funktioniere nur, wenn der Angeklagte das auch wolle – und so wirke dieser nicht. Eine hohe Geldstrafe sei effektiver.

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