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Bad Homburg Masterplan soll Stadt verändern

Oberbürgermeister Alexander Hetjes (CDU) kündigt ein neues Konzept zur Stadtentwicklung an. Ins Stadtparlament will er es aber erst nach der Kommunalwahl einbringen. Zuvor will er für seine Ideen werben.

Wohin entwickelt sich die Kurstadt? Der Plan soll’s sagen. Foto: Michael Schick

Es ist sein Lieblingsprojekt und eine „Herzensangelegenheit“. Oberbürgermeister Alexander Hetjes (CDU) kündigt ein neues Konzept zur Stadtentwicklung an. Erst nach der Kommunalwahl, im Mai, will der OB das Vorhaben allerdings in die Stadtverordnetenversammlung einbringen, zuvor will er in den städtischen Gremien dafür werben.

Der Grund: Schon einmal hatten CDU und FDP in ihrer alten Koalition vor den Kommunalwahlen 2011 einen solchen, damals „Regiebuch für die Stadt“ genannten Plan aufgestellt. Nach der Kommunalwahl 2011 verabschiedete sich das neu gebildete Bündnis für Homburg aus SPD, den Grünen, NHU und BLB sofort von dem Plan.

Der Grund, erinnert sich SPD-Fraktionsführer Jürgen Stamm: Es habe noch keine konkreten Pläne gegeben und das Bündnis hatte sich eigene Zielpunkte für die Stadt gesetzt. Hetjes will den neuen Masterplan keinem Wahlrisiko aussetzen und möchte deshalb das Stadtentwicklungkonzept erst mit dem neuen Parlament auf den Weg bringen. Den Masterplan hatte Hetjes bereits im Wahlkampf versprochen.

Das Konzept soll Ziele für die Entwicklung Bad Homburgs bis ins Jahr 2013 festlegen, und „es wird Bad Homburg verändern“, verspricht der Oberbürgermeister. Ganz nach oben setzt er eine Beteiligung der Bürger.

Das Stadtentwicklungskonzept folgt einem dreistufigen Plan. Zuerst soll es eine telefonische Umfrage zur Bürgerzufriedenheit geben. Dabei werde nach Themen wie Wohlfühlfaktoren, möglichen „Angsträumen“ oder Infrastruktur gefragt. Die Umfrage startet schon im April, gibt der OB bekannt, denn diese Daten brauche die Stadtplanung sowieso.

Stufe zwei ist das sogenannte „Integrierte Stadtentwicklungskonzept ISEK 2030“, mit dessen Hilfe langfristige, strategische Perspektiven und Leitlinien erarbeitet werden sollen. Das Konzept ist nicht neu, andere Städte wie Köln oder Mönchengladbach, berichtet Hetjes, hätten es mit großem Erfolg angewandt.

Gesteuert werden soll ISEK 2030 aber nicht von der kommunalen Stadtplanung, sondern einem externen, erfahrenen Planungsbüro. „Der Blick von außen ist wichtig“, sagt Hetjes. Der Job muss ausgeschrieben werden, eine mittlere sechsstellige Summe wird er kosten.

Das Planungsbüro steuert den Prozess und führt die unterschiedlichen Inputs zusammen. Auf städtischer Seite soll es eine Lenkungsgruppe aus Politik und Verwaltung geben, in den Stadtteilen werden Foren aufgebaut.

In einem dritten Schritt sollen dann einige städtebauliche Themen vertiefend „bearbeitet“ werden. Das heißt, hier wird die Arbeit konkret. Es könnte, so erklärt es der OB beispielhaft, um die Ausstattung einer Straße mit bestimmten Pflasterarten und Laternenmasten gehen.

Hetjes hofft, mit dem Plan, der Einbindung der Bürger und – dem OB ganz wichtig – der Unternehmen von Bad Homburg, Potenziale in der Bevölkerung aktivieren zu können. Auch will er bei den Bürgern Abwehrreaktionen gegen Veränderungen zuvorkommen und ein Bewusstsein dafür schaffen, wie „immens wichtig“ eine gezielte Entwicklungsstrategie „für die Zukunft unserer Kinder ist“. Das Konzept soll etwa Ende 2017 vorliegen.

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