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AfD Personalquerelen bei der AfD

Es ist ein gewohntes Bild, das die hessische AfD bei ihrem Landesparteitag in Gießen bietet: Nicht die politische Arbeit steht im Zentrum der Versammlung, sondern eine parteiinterne Personaldebatte. Mehrheitlich wurde der Landesvorstand abgewählt.

18.04.2015 17:31
Konrad Adam. Foto: dpa

Der hessische Landesverband der Alternative für Deutschland (AfD) hat keinen Vorstand mehr. Das ist das Ergebnis des Landesparteitags am Samstag in Gießen, der mehrheitlich für die Abwahl des Gremiums votierte. Ein Antrag auf Neuwahlen scheiterte an der notwendigen Dreiviertelmehrheit.

«Wir werden nicht freiwillig das Feld räumen», sagte der nunmehr abgewählte Landesschatzmeister Arnd C. Frohne in der vorangegangenen Debatte. Der Landesvorstand arbeite solide. Rücktrittsforderungen aus Delegiertenkreisen lehnte Frohne deshalb ab.

Vorwürfen zur Entmachtung des Sprechers Peter Münch durch das Landesschiedsgericht im März begegnete Sprecher Konrad Adam mit dem Hinweis, dass das Verfahren der Parteisatzung entsprochen habe. Münch selbst verwahrte sich gegen den Vorwurf, Parteiprotokolle gefälscht zu haben. «Meinen Gegnern fällt nichts mehr ein, als mir Straftaten zu unterstellen», erklärte der entmachtete Sprecher, der kräftigen Applaus von den Mitgliedern erhielt.

«Die Abstände, in denen wir Vorstände wählen, werden immer kürzer», kritisierte Hadi Riedel, bislang mit Adam und Susanne Gruber Landessprecher. Er sei sprachlos angesichts des Umgangs mit ehrenamtlich engagierten Parteiaktiven.

Eine Rückkehr zur inhaltlichen Arbeit mahnte Frauke Petry in ihrer programmatischen Rede an. «Auch Ihre Aufgabe ist es, sich heute zusammenzuraufen», rief die AfD-Bundessprecherin den Delegierten zu.

Seit Monaten gibt es Personalquerelen im hessischen Landesverband der AfD, der seit seiner Gründung im Mai 2013 bereits 14 Landessprecher hatte. Und auch auf Bundesebene toben Flügelkämpfe zwischen liberalen und nationalkonservativen Mitgliedern der Partei. Um gegen die Politik der nationalkonservativen AfD zu demonstrieren, hatten sich am Samstag einige Demonstranten vor dem Versammlungsort eingefunden. (dpa)

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