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AfD in Hessen Streit in der Fuldaer AfD eskaliert

Der ehemalige Kreisvorstand der AfD erhebt schwere Vorwürfe gegen den Kreis- und Landesverband der Rechtspopulisten. Dabei geht es um Drohmails und Mitgliederbeschimpfungen.

Wahlstand der AfD
Wahlstand der AfD (Symbolbild). Foto: imago

Ein interner Streit innerhalb des Fuldaer Kreisverbands der AfD zieht weitere Kreise. Der ehemalige Vorsitzende des Kreisverbandes, Heiko Leimbach, hat am Dienstag in einem offenen Brief an diverse Medien nicht nur seinen Austritt aus der Partei, sondern auch eine weitere Strafanzeige gegen den Kreissprecher der AfD, Dietmar Vey, angekündigt. Leimbach gibt an, er und zwei weitere Parteimitglieder hätten Drohmails von der Absenderadresse Veys erhalten.
Hintergrund ist ein bereits länger schwelender Konflikt zwischen dem Kreisvorstand und einigen Mitgliedern, die den aus ihrer Sicht anhaltenden Rechtsruck nicht weiter mitmachen wollen. Eskaliert war dieser Anfang Mai bei einer Mitgliederversammlung. 

Drohung mit Fegefeuer

Dietmar Vey soll während der Veranstaltung mehrere Mitglieder beschimpft und ihnen Fehlverhalten beim Landesparteitag unterstellt haben. Zudem wird Vey vorgeworfen, eigenmächtig Abmahnungen ausgesprochen zu haben. In diesem Zusammenhang wird gegen ihn wegen Beleidigung, übler Nachrede, Verleumdung und versuchter Nötigung ermittelt (die FR berichtete).

Nun könnte eine weitere Anzeige hinzukommen. Leimbach beschreibt in seiner Mitteilung, dass ihm und den anderen betroffenen Mitgliedern in den Mails ein „Fegefeuer“ angedroht werde und die Tage bis dahin heruntergezählt würden. Diese Drohung habe ihm psychisch schwer zugesetzt, da er und seine Familie vor einigen Jahren tatsächlich Opfer einer Brandstiftung geworden seien, so Leimbach. Er habe daher gegen Vey Anzeige wegen Körperverletzung erstattet.

Zu den konkreten Vorwürfen wollten sich auf FR-Anfrage weder der AfD-Landes- noch der Kreisverband äußern. In seiner Stellungnahme erwähnt der Landesverband Leimbach zwar nicht namentlich, macht jedoch deutlich, wo er die Verantwortung für die Eskalation sieht: „Wer innerparteilichen Streit gezielt mehrfach in die Öffentlichkeit trägt und auch ein Gesprächsangebot des Landesvorstandes nicht nur empört ablehnt, sondern diesen Vorgang stattdessen zeitnah ebenfalls veröffentlicht, der schadet der AfD und muss sich fragen lassen, ob es ihm jemals um die Interessen der Partei ging oder um die Schädigung der AfD“, heißt es in der Stellungnahme. 

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