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Heidi schenkt nicht mehr aus

11. Oktober 1968 Gericht lobt Polizei-Aktion

11.10.2008 00:10

Eine Woche nach der Schließung des Heidi-Loves-You-Shop in der Bockenheimer Landstraße 87, erklärt das Verwaltungsgericht die Polizei-Aktion für rechtens. In dem Laden, der als Versammlungsort der außerparlamentarischen Opposition gilt, wurden laut Polizei Rauschgifte gehandelt und konsumiert sowie ein unerlaubter Ausschank betrieben. Das solle "zu unzumutbaren hygienischen und sittlichen Missständen" geführt haben wie Beamte mit einem dort gedrehten Film darlegten. In dem Laden fehlten Toiletten, Nachbarn empörten sich, dass Besucher ihre Notdurft in Vorgärten, und Briefkästen verrichteten.

Die Inhaber des Bücher- und Schallplatten-Ladens haben gegen die Schließung Widerspruch eingelegt: Die Sprachenstudentin Heidi Balon und der Jungschriftsteller Gerhard Hübsch bestreiten die Vorwürfe. Maßgeblich für die Schließung war ein Handzettel Hübschs, in dem er sich "an alle Spießer und Scheißer des Westends" wandte und sich über Nachbarn mokierte, die Fäkalien im Vorgarten schockierten. Der Zettel, der mit "Pissern und Scheißern" sympathisiere, liegt für das Gericht "auf einer Ebene" mit der Werbung für die Apo-Aktion gegen das Café Laumer, das mit Torten und Mohrenköpfen beworfen wurde. ana

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