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Die Landung in der Normandie, ihr Preis und die Folgen

Die Landung der Alliierten in der Normandie war eine logistische Meisterleistung und eine gigantische Materialschlacht.

02.06.2004 00:06
Foto: FR-Infografik

Die Landung der Alliierten in der Normandie war eine logistische Meisterleistung und eine gigantische Materialschlacht.

Unter dem Oberbefehl von US-General Dwight D. Eisenhower setzen die Alliierten allein in den ersten Stunden des Einsatzes an jenem 6. Juni 1944 mehr als 5000 Kriegsschiffe ein, darunter sieben Schlachtschiffe, drei Kanonenboote, 105 Zerstörer, 23 Kreuzer, zwei Monitore, 1073 kleinere Kriegsschiffe und 4126 Landungsboote. Damit bieten die Alliierten die wohl größte Seestreitmacht der Weltgeschichte auf.

Auf deutscher Seite sind in diesem Abschnitt 34 Schnellboote, 163 Minensuchboote, 57 Vorpostenboote und 42 Artillerieträger einsatzbereit.

Die britische und die US-amerikanische Luftwaffe verfügen zur Zeit ihres Angriffs über 1645 Kampfbomber, 5409 Jagdflugzeuge und 2316 Transportflugzeuge. Allein am ersten Invasionstag fliegen sie 14 674 Einsätze, 133 Maschinen gehen dabei verloren. Den ganzen Tag über sind stets mindestens 1000 Flugzeuge in der Luft über der Normandie. Die Alliierten haben damit die absolute Lufthoheit in dem Gebiet.

Über das gesamte Operationsgebiet werfen britische und US-Flugzeuge am 6. Juni 1944 etwa 12 000 Tonnen Bomben ab.

Die deutsche Luftflotte 3 unter dem Kommando von Generalfeldmarschall Hugo Sperrle bringt es an diesem Tag auf lediglich 319 Einsätze.

Bereits am ersten Invasionstag landen acht Divisionen der 21. britischen Heeresgruppe unter dem Kommando von General Bernard L. Montgomery im Norden Frankreichs an. Insgesamt 155 000 alliierte Soldaten mit mehr als 16 000 Fahrzeugen gehen an diesem Tag an Land.

In einem Umkreis von 300 Kilometern der Landungsstrände stehen 27 Divisionen der deutschen Wehrmacht, die damit ein Mehrfaches an Soldaten in der Gegend stationiert hat als die Angreifer. Doch das Oberkommando glaubt an ein Täuschungsmanöver und erwartet eine weitere, größer angelegte Invasion weiter nördlich.

In den ersten Tagen nach der Landung in der Normandie bringen die Alliierten im Schnitt jeden Tag 30 000 Soldaten, 7000 Fahrzeuge und 30 000 Tonnen an Nachschub über die Strände und künstlich eingerichtete Hafenanlagen an Land.

Bis zum 18. Juni 1944 stationieren die USA und ihre Alliierten auf diesem Wege 600 000 Soldaten und 100 000 Fahrzeuge in der Normandie.

Nach offiziellen Angaben werden bei den Gefechten am ersten Tag mehr als 9000 Alliierte getötet. Insgesamt sterben 50 000 alliierte Soldaten und 60 000 Angehörige der deutschen Wehrmacht in den Wochen nach der Landung in der Normandie, die Zahl der verletzten oder gefangen genommen Alliierten beläuft sich auf etwa 150 000. Die Alliierten nahmen insgesamt 200 000 Wehrmachtssoldaten gefangen.

eff / Mitarbeit: Josef Wiench

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