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Juliane Plambeck bei Unfall getötet

Auf Landstraße gegen Lkw gerast

06.12.2002 15:12
unserem Korrespondenten Peter Henkel

STUTTGART. Eine der meistgesuchten Frauen in der Bundesrepublik, die 28jährige mutmaßliche Terroristin Juliane Plambeck, ist am Freitagmorgen etwa 30 Kilometer von Stuttgart entfernt Opfer eines Verkehrsunfalls geworden. Die gebürtige Freiburgerin soll sowohl an der Entführung des Berliner CDU-Vorsitzenden Peter Lorenz als auch an den Mordfällen Drenkmann, Buback, Ponto und Schleyer beteiligt gewesen sein.

Bei dem schweren Verkehrsunfall auf der Landstraße 1130 zwischen Bietigheim und Vaihingen/Enz wurde auch ihr Begleiter Wolfgang Beer tödlich verletzt. Beer war zuletzt bei der Besetzung des Frankfurter Büros der Deutschen Presseagentur im November 1978 in Erscheinung getreten, galt aber als Randfigur der Terroristenszene.

Der schwere Verkehrsunfall ereignete sich am Freitagmorgen um 7.15 Uhr auf einem völlig geraden Straßenabschnitt in der Nähe der Ortschaft Unterriexingen. Diese Gemeinde liegt nur wenige Kilometer von Groß-Sachsenheim entfernt, wo im Frühjahr 1977 nach dem Mord an Generalbundesanwalt Siegfried Buback die Wohnung entdeckt wurde, von der aus der Anschlag offenbar geplant worden war. Der weinrote 'Golf' mit Pariser Kennzeichen, in dem Frau Plambeck und Beer saßen, geriet aus ungeklärter Ursache auf die linke Fahrbahnseite, wo er mit einem entgegenkommenden Kiestransporter zusammenstieß.

Die Feuerwehr fand, wie Generalbundesanwalt Kurt Rebmann am späten Nachmittag bekanntgab, in dem zertrümmerten Fahrzeug eine Maschinenpistole, drei großkalibrige Faustfeuerwaffen, eine sogenannte 'Fibel' der 'Roten Armee Fraktion' (RAF) ein Funkgerät und andere Materialien.

FR vom 26. Juli 1980

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