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Jahrestag 9/11 New York steht still

Mit einer emotionalen Feier haben die USA der Opfer vom 11. September 2001 gedacht. US-Präsident Barack Obama und sein Vorgänger George Bush nahmen an den zentralen Feierlichkeiten an Ground Zero teil.

11.09.2011 16:32
Die zentralen Feierlichkeiten an Ground Zero im Herzen New Yorks. Foto: AFP

Mit einer emotionalen Feier haben die USA der Opfer vom 11. September 2001 gedacht. US-Präsident Barack Obama und sein Vorgänger George Bush nahmen an den zentralen Feierlichkeiten an Ground Zero teil.

Am zehnten Jahrestag der Anschläge vom 11. September haben die USA mit einer emotionalen Feier der fast 3000 Opfer gedacht. Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen versammelten sich die Menschen am Sonntag in Manhattan, wo die Attentäter vor zehn Jahren mit entführten Flugzeugen die Zwillingstürme des World Trade Centre zum Einsturz brachten.

Mit einer Schweigeminute wurde an den Einschlag des ersten Flugzeugs in den New Yorker Wolkenkratzer gedacht. US-Präsident Barack Obama las anschließend aus der Bibel den 46. Psalm „Gott ist unsere Zuversicht und unsere Stärke“. Wie seit der Anschläge jedes Jahr am 11. September begannen Hinterbliebene daraufhin damit, die Namen aller Opfer zu verlesen. Mit weiteren Schweigeminuten sollte jedem zentralen Ereignis des Tages gedacht werden, der die USA in ihren Grundfesten erschüttert hatte.

Obama besuchte unmittelbar nach seiner Ankunft in Manhattan zunächst die Gedenkstätte an dem als Ground Zero bekannten ehemaligen Standort des World Trade Centers. Begleitet wurde er von seiner Frau Michelle und dem früheren US-Präsidenten George W. Bush, der 2001 amtierte. Zu diesem Zeitpunkt legte sich über die Metropole eine geradezu unheimliche Stille: Der Verkehr in New York stand still, sämtliche Bauarbeiten wurden für die Feierlichkeiten unterbrochen.

Berichte über geplante Attentate

Angesichts der US-Regierung zufolge glaubhafter aber unbestätigter Berichte über neue Angriffspläne der Extremisten-Organisation Al-Kaida befanden sich die Sicherheitskräfte in New York und Washington in höchster Alarmbereitschaft. In Manhattan, waren die Sicherheitsvorkehrungen besonders streng: Die Polizei nahm an Zufahrtsstraßen, Tunneln und Brücken Autokontrollen vor, errichtete diverse Straßensperren und verlangte von Passanten Ausweispapiere.

Obama sollte im Tagesverlauf auch die anderen beiden Anschlagsorte besuchen. Am 11. September 2001 hatten Mitglieder der islamistischen Al-Kaida Flugzeuge entführt und sie in das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington gesteuert. Eine weitere Maschine stürzte bei Shanksville in Pennsylvania ab, nachdem die Passagiere von den ersten Anschlägen erfahren hatten und die Entführer zu überwältigen versuchten.

Obama hatte vor den Feierlichkeiten in seiner wöchentlichen Radio- und Internet-Ansprache erklärt, die USA seien dank des unermüdlichen Einsatzes von Militär und Sicherheitskräften stärker als vor zehn Jahren, während Al-Kaida auf dem Weg zu einer Niederlage sei. Die USA hatten erst im Mai Al-Kaida-Chef Osama bin Laden in Pakistan getötet. Nur Wochen nach den Anschlägen 2001 waren US-Truppen in Afghanistan einmarschiert, um die Taliban zu stürzen. Die Extremisten sollen Al-Kaida-Mitgliedern Unterschlupf geboten haben, die für die Anschläge verantwortlich waren.

In Deutschland gedachte Bundespräsident Christian Wulff in der Berliner American Church der Opfer. An der Gedenkfeier nahm auch US-Botschafter Philipp Murphy teil.
(rtr)

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