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Westjordanland Jüdische Siedler verschieben Grenze eigenmächtig

Israelische Siedler im Westjordanland eignen sich nach Angaben einer israelischen Menschenrechtsorganisation Hunderte Hektar palästinensischen Landes an.

11.09.2008 18:09

Ramallah (ap) - Israelische Siedler im Westjordanland haben sich nach Angaben einer israelischen Menschenrechtsorganisation hunderte Hektar palästinensischen Landes angeeignet. Sie hätten eigenmächtig die Zäune um ihre Siedlungen weiter nach außen verlegt und palästinensische Bauern schlicht von deren Feldern vertrieben, hieß es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht von B'Tselem.

Seit 2002 wurden demnach zwölf Siedlungen um insgesamt 500 Hektar Land erweitert, das zur Hälfte Palästinensern gehörte. Die Regierung habe dies stillschweigend geduldet, kritisierte B'Tselem. Und auch von deren Seite sei den Palästinensern in den vergangenen Jahren der Zugang zu immer weiteren Teilen des Westjordanlands verwehrt worden. Dazu gehörten Gebiete, die vom umstrittenen Grenzwall abgetrennt würden, sowie Straßen, die ausschließlich Israelis vorbehalten seien.

Ein Sprecher des israelischen Außenministeriums erklärte, bei den Zäunen handele es sich um temporäre Sicherheitsmaßnahmen. Der endgültige Grenzverlauf müsse in den Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern festgelegt werden.

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