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USA Woodward-Buch versetzt Trump in Rage

Ein neues Enthüllungsbuch von Watergate-Journalist Bob Woodward und ein Telefonat vermitteln ein beunruhigendes Bild von Trump.

Bob Woodward
Bob Woodward, Autor des neuen Enthüllungsbuches über den US-Präsidenten, hat einen tadellosen Ruf. Foto: dpa

Die vorab bekannt gewordenen Passagen schildern eine Regierungszentrale, die sich „im Zustand des Nervenzusammenbruchs“ befindet. Chaos und Intrigen bestimmen das Handeln. Der Präsident demütigt seine Mitarbeiter und Minister, die wiederum durch abenteuerliche Manipulationen versuchen, das Schlimmste zu verhindern. So soll Ex-Wirtschaftsberater Gary Cohn eine Unterlage, mit der Trump das Handelsabkommen der USA mit Südkorea aufgekündigt hätte, einfach von dessen Schreibtisch im Oval Office entwendet haben.

Ex-Anwalt John Dowd versuchte Trump mit einem Rollenspiel, in dessen Verlauf der Präsident völlig die Beherrschung verlor, von den Gefahren einer Aussage bei Sonderermittler Robert Mueller zu überzeugen. Als Trump insistierte, er sei ein guter Zeuge, kündigte Dowd. Nach dem syrischen Giftgasangriff im April 2017 soll Trump gefordert haben: „Lasst uns ihn (Präsident Baschar al-Assad, d. Red.) verdammt noch mal töten!“ Verteidigungsminister James Mattis ignorierte die Forderung. 

Der Präsident habe „den Verstand eines Fünft- oder Sechstklässlers“, soll Mattis im kleinen Kreis gesagt haben. Stabschef Kelly wird mit der Aussage zitiert: „Trump ist ein Idiot … Es ist sinnlos, ihn von irgendetwas zu überzeugen. Er ist entgleist. Wir sind im Irrenhaus.“ Eine Twitter-Tirade am Mittwoch, in der Trump das Buch als „komplett erfunden“ beschimpfte, konnte den Eindruck kaum widerlegen. 

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