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USA/Türkei Erdogan warnt USA vor weiterer Eskalation

Die türkische Lira ist im freien Fall, Präsident Erdogan sieht die Verantwortung nicht bei sich. Sein Rezept: Kämpferische Reden und ein Gastbeitrag in der „New York Times“.

11.08.2018 07:45
Erdogan
Der türkische Präsident Erdogan warnt den Nato-Bündnispartner USA vor einer weiteren Eskalation der Krise. Foto: rtr

USA fordern Brunson-Freilassung

 

Die USA fordern die Freilassung des in der Türkei festgehaltenen US-Pastors Andrew Brunson und weiterer amerikanischer Staatsbürger. Trump hatte deswegen vergangene Woche Sanktionen gegen den türkischen Innenminister Süleyman Soylu und gegen Justizminister Abdülhamit Gül verhängt. Damit werden mögliche Vermögen der Minister in den USA eingefroren, außerdem dürfen US-Bürger keine Geschäfte mit ihnen machen. Erdogan erließ daraufhin ebenfalls Sanktionen gegen US-Minister, die aber weitgehend symbolisch sein dürften.

In dem Gastbeitrag warf Erdogan der Trump-Regierung vor, den türkischen Prediger Fethullah Gülen nicht auszuliefern. Erdogan macht Gülen für den Putschversuch vom Juli 2016 verantwortlich. Erdogan schrieb, der Putschversuch ähnele dem, „was das amerikanische Volk zweifellos nach Pearl Harbor und den Angriffen vom 11. September erlebt haben“. Gülen lebt im Exil im US-Bundesstaat Pennsylvania.

Vom Lira-Verfall betroffen ist vor allem der Bankensektor. Einem Medienbericht zufolge sorgt sich inzwischen auch die Europäische Zentralbank (EZB) um Bankhäuser mit starkem Engagement in der Türkei. Vor allem Großbanken wie die spanische BBVA, die französische BNP Paribas und die italienische Unicredit stünden deshalb unterer besonderer Beobachtung, berichtete die „Financial Times“ unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. (dpa)

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