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USA Manigaults spektakulärer Rausschmiss

Nach dem Abgang von Sean Spicer, der Intrige gegen Reince Priebus und dem Rauswurf von Anthony Scaramucci folgt die nächste Seifenoper im Weißen Haus: Omarosa Manigault, die Direktorin für Öffentlichkeitsarbeit, wird nach einem Streit mit Stabschef John Kelly aus dem Gebäude geleitet.

Omarosa Manigault
Protagonistin der Seifenoper: Omarosa Manigault. Foto: STRINGER (X80002)

Das Erfolgsgeheimnis jeder Fernsehserie besteht in ihrer beständigen Spannung.  Man kennt die Akteure, erleidet mit ihnen Schicksalsschläge – und weiß immer, dass das nächste Drama nur 24 Stunden oder eine Woche entfernt ist. Auf der politischen Bühne beherrscht der einstige Reality-TV-Star Donald Trump das Genre wie kein Zweiter. Doch hat er die tägliche Seifenoper aus dem Weißen Haus zuletzt etwas vernachlässigt: Nach dem Abgang von Pressesprecher Sean Spicer, der Intrige gegen Amtschef Reince Priebus und dem Rauswurf von Kommunikationsdirektor Anthony Scaramucci hing die Handlung etwas durch.

Jetzt werden die Fans des realen „House of Cards“ mit dem fulminanten Start einer neuen Staffel entschädigt: Am Dienstagabend, als Trump in seiner Dienstwohnung den Untergang seines Kandidaten in Alabama verfolgte, hat sich wenige Meter entfernt im Westflügel des Weißen Hauses ein echtes Schauspiel abgespielt: Nach Ohrenzeugenberichten gerieten Stabschef John Kelly und Omarosa Manigault, die Direktorin für Öffentlichkeitsarbeit, lautstark aneinander. Aus Verärgerung über seine Kündigung soll der einstige Serienstar aus Trumps Show „The Apprentice“ versucht haben, direkt zum Präsidenten vorzudringen und sich zu beschweren. Daran wurde sie gehindert und angeblich aus dem Gebäude geleitet.

Was war der Anlass für den Streit?

Soweit decken sich die Berichte in verschiedenen amerikanischen Medien, die sich jeweils auf Quellen in der Regierung stützen. Manigault selber weist die Darstellung zurück. Auch ist unklar, was genau der Anlass für die Auseinandersetzung war. Unstreitig ist: Nun sorgt die Sache in Washington für erheblichen Wirbel. Immerhin war Manigault die einzige afro-amerikanische Frau in Trumps Regierung, und der Präsident hatte offenbar einen persönlichen Draht zu ihr. „Viele haben ein Problem mit meiner 14-jährigen Verbindung zum Präsidenten. Natürlich habe ich einen besseren Zugang als sie“, erklärte Manigault am Donnerstag im amerikanischen Frühstücksfernsehen.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier USA

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