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US-Wahl live Trump streicht zentrale Forderungen

+++ Donald Trump streicht entfernt umstrittene Wahlversprechen von seiner Website +++ HeidelbergCement-Chef will an Mauer verdienen +++ Italiener spotten über "Trumposconi" +++ Die Entwicklungen nach der US-Wahl im Ticker.

Trump-Matruschka in Kiew. Foto: dpa

Gestern noch Außenseiter, heute 45. Präsident der USA: Donald Trump gewinnt gegen jede Prognose die US-Präsidentschaftswahl. Trump startete als krasser Außenseiter als Präsidentschaftskandidat der Republikaner, gegen Hillary Clinton, setzte sich allerdings am frühen Mittwochmorgen gegen die ehemalige Außenministerin durch. Die wichtigsten Ereignisse im Überblick:

+++ 11. November, 10:00 Uhr: Die Bundesregierung erwartet nach dem überraschenden Wahlsieg von Donald Trump bei der US-Präsidentenwahl vorerst keine negativen Folgen für den deutschen Aufschwung. "Nach der Brexit-Entscheidung und der US-Wahl bleibt das weltwirtschaftliche Umfeld zwar von Unwägbarkeiten geprägt", erklärte das Wirtschaftsministerium am Freitag in seinem Monatsbericht.

+++ 19:21 Uhr: Einige der umstrittensten Forderungen des künftigen US-Präsidenten Donald Trump sind von dessen Wahlkampf-Website entfernt worden. Dazu zählt der Aufruf, Muslimen die Einreise in die USA zu verbieten und sein Versprechen, das Pariser Klimaabkommen zu kippen.

Auch eine Liste mit potenziellen Richtern für den Obersten Gerichtshof sowie diverse Details seiner Wirtschafts-, Verteidigungs- und Regulierungsvorhaben finden sich nicht mehr auf der Seite. Offenbar wurden die Inhalte irgendwann um den Wahltag am Dienstag herum entfernt, wie aus einer Website hervorgeht, die Momentaufnahmen von Internetseiten sammelt.

+++ 19:05 Uhr: US-Präsident Barack Obama und sein Nachfolger Donald Trump haben versichert, alles für eine friedliche Übergabe der Macht in den USA zu tun. "Meine Priorität in den nächsten zwei Monaten ist es, dafür zu sorgen, dass der gewählte Präsident erfolgreich sein wird." Zu Trump gewandt, sagte Obama: "Wenn Sie erfolgreich sind, ist das Land erfolgreich."

"Es war mir eine große Ehre", sagte Trump, "wir haben uns vorher ja noch nie getroffen". Das Gespräch habe 10-15 Minuten dauern sollen, es seien anderthalb Stunden geworden, und es hätte für seinen Geschmack noch länger dauern können. "Ich freue mich auf die Zusammenarbeit, das schließt auch seinen Rat ein", sagte Trump an Obamas Adresse.

+++ 18:13 Uhr: HeidelbergCement-Chef Bernd Scheifele sorgt für Ärger, weil er sich öffentlich über die geplante Mauer an der Grenze zu Mexiko freut. Schließlich werde die "nicht aus Holz gebaut, sondern aus Zement", sagte er laut Medienberichten in einer Telefonkonferenz. Mit den Werken in Texas und Arizona sei das Unternehmen "gut positioniert".

+++ 17:33 Uhr: Seit dem Sieg des Rechtspopulisten Donald Trump verbreitet sich über Twitter unter dem Hashtag "Calexit" der Ruf nach einer Abspaltung - angelehnt an den Brexit. "Wir nehmen unsere Anwälte, unser Marihuana und hauen ab", schreibt eine Internetnutzerin. Parallel zur Präsidentenwahl hatten die Kalifornier für die Legalisierung von Besitz und Konsum von Marihuana gestimmt.

+++ 16:53 Uhr: Der kubanische Präsident Raúl Castro hat dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump zu dessen Wahlsieg gratuliert. Castro sende Trump seine Glückwünsche, hieß es am Donnerstag in einem Bericht der kubanischen Parteizeitung «Granma». Direkt nach der Wahl in den USA hatte Kuba ein großes Militärmanöver angekündigt, um die Streitkräfte und die Bevölkerung auf feindliche Aktionen vorzubereiten.

+++ 16:24 Uhr: Während des US-Wahlkampfs hat Russland nach eigener Darstellung Kontakte zum Team des Republikaners Donald Trump gehabt. Vizeaußenminister Sergej Rjabkow sagte der Agentur Interfax am Donnerstag in Moskau, dies seien Verbindungen zu Mitarbeitern aus dem Trump-Lager gewesen. "Wir werden diese Arbeit selbstverständlich auch nach den Wahlen fortsetzen", sagte Rjabkow. Details nannte er nicht.

+++ 15:24 Uhr: Nach dem Sieg von Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen in den USA hat der mexikanische Formel-1-Pilot Sergio Perez einen Sponsoren weniger. Er kündigte einen Vertrag mit einem Sonnenbrillen-Hersteller. Dieser hatte zuvor via Twitter Mexikanern empfohlen, ihre Brillen zu nutzen, um die weinenden Augen zu verstecken, wenn die Mauer gebaut werde. Das Unternehmen hatte sich darauf bezogen, dass Trump in seiner Wahlkampagne angekündigt hatte eine Mauer zwischen den USA und Mexiko errichten zu lassen, sollte er die Wahl gewinnen.

"Ein sehr schlechter Kommentar", reagierte Perez via Twitter und erklärte seine Kündigung mit dem Unternehmen. "Ich werde nie zulassen, dass sich jemand über mein Land lustig macht." Das Unternehmen entschuldigte sich für den Tweet.

+++ 14:19 Uhr: Nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten erleben viele Italiener ein Déjà-vu: Sie fühlen sich an ihren langjährigen Regierungschef Silvio Berlusconi und dessen Populismus erinnert. Unter dem Stichwort «Trumpusconi» kursieren im Netz zahlreiche Vergleiche der beiden umstrittenen Politiker und Milliardäre. «Trump ist Berlusconi unter einer anderen Perücke», schreibt ein Nutzer auf Twitter. Ein anderer: «Er nennt sich Trump, aber in Wirklichkeit ist es immer noch er.» Zu sehen ist daneben eine Fotomontage von Berlusconi mit einer blonden Perücke.

+++ 08:15 Uhr: Der designierte US-Präsident Donald Trump trifft in der kommenden Woche in New York den japanischen Regierungschef Shinzo Abe. Abe und Trump hätten das Treffen während eines 20-minütigen Telefonats vereinbart und den 17. November angesetzt, sagte ein Vertreter des japanischen Außenministeriums am Donnerstag. Abe nimmt am Gipfel des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums (Apec) in Peru teil und wolle Trump auf dem Weg dorthin treffen.

+++ 08:06 Uhr: In Seattle ist es offenbar am Rande von Protesten gegen den designierten US-Präsidenten Donald Trump zu einer Schießerei mit mehreren Verletzten gekommen. Die örtliche Feuerwehr gab am Mittwoch via Twitter bekannt, fünf Patienten mit Schusswunden zu behandeln. Zwei davon seien lebensgefährlich verletzt. Die Polizei teilte ebenfalls über den Kurznachrichtendienst mit, sie untersuche einen Bericht, wonach es mehrere Verletzte gegeben habe nach Schüssen nahe einer Anti-Trump-Demonstration. Unklar blieb zunächst, ob die Schießerei mit den Protesten in Zusammenhang stand.

+++ 08:05 Uhr: Verteidigungspolitiker Henning Otte (CDU) glaubt, dass auf die Bundeswehr nach dem Sieg von Donald Trump mehr Arbeit zukommt. «Wir können uns weniger darauf verlassen, dass die USA sich in den Krisengebieten der Welt engagieren und damit auch zur Sicherheit hier in Europa beitragen», sagte der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag der Deutschen Presse-Agentur. «Das wird mehr Einsätze für die Europäer bedeuten, speziell für die Rahmennation Deutschland», fügte er hinzu.

+++ 08:00 Uhr: Bei einem ersten Treffen im Weißen Haus will US-Präsident Barack Obama mit seinem designierten Nachfolger Donald Trump die Amtsübergabe besprechen. Die Begegnung solle am Donnerstagvormittag (11.00 Uhr Ortszeit, 17.00 Uhr MEZ) im Oval Office, dem Amtszimmer des US-Präsidenten, stattfinden, kündigte das Weiße Haus am Mittwoch an.

+++ 07:55 Uhr: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat vor einem Trump-Effekt in Europa gewarnt. "Demagogischer Populismus ist nicht nur ein Problem Amerikas", schrieb Schäuble in einem Beitrag für die "Bild"-Zeitung. "Auch anderswo im Westen sind die politischen Debatten in einem Besorgnis erregenden Zustand."

+++ 07:52 Uhr: Miley Cyrus (23) hat sich nach der Wahlniederlage ihrer Wunschkandidatin Hillary Clinton mit einer tränenreichen Videobotschaft an Donald Trump gewandt. Am Mittwoch postete die Schauspielerin und Sängerin das über zwei Minuten lange Video auf Twitter. Darin bat sie den zukünftigen US-Präsidenten schluchzend, die Menschen mit Liebe, Mitgefühl und Respekt zu behandeln.

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Man sollte die Menschen so annehmen, wie sie sind, daher würde sie auch ihn als Präsidenten akzeptieren, sagte Cyrus in Tränen aufgelöst. Sie stellte zuvor aber auch klar, dass sie jeden außer Trump im Wahlkampf unterstützt habe, erst Bernie Sanders, dann Clinton. Sie sei unendlich traurig darüber, dass es Clinton nun verwehrt bleibt, als erste US-Präsidentin ins Weiße Haus zu ziehen. Am Ende schluchzt sie: «Danke, Hillary, dass du uns alle inspiriert hast.»

+++ 23:30 Uhr: Hillary Clinton hat nach einer Prognose des Senders CNN bei der US-Präsidentenwahl den Bundesstaat Minnesota für sich entschieden. Die demokratische Präsidentschaftskandidatin gewann den Staat im mittleren Westen nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen demnach mit 47 zu 45 Prozent. Nach Angaben des Senders entschied Donald Trump das Rennen in Arizona mit einem Vorsprung von gut vier Punkten für sich. Damit kommt Trump in der Rechnung von CNN auf 290 Wahlmänner, Clinton liegt bei 228. Die Wahl war bereits in der Nacht zum Mittwoch entschieden, als Trump die Schwelle von 270 Wahlmännern überschritt und damit als Nachfolger Barack Obamas feststand. Laut CNN dauert die Auszählung nun noch in zwei der 50 Bundesstaaten an. Das Rennen in Michigan und New Hampshire waren nach wie vor zu eng, ein Ergebnis konnte noch nicht verkündet werden.

+++ 23:03 Uhr: Die Deutschen rechnen einer Umfrage zufolge damit, dass sich die Beziehungen zu den USA unter dem künftigen Präsidenten Donald Trump verschlechtern werden. Nach dem am Mittwoch veröffentlichten ZDF-Politbarometer erwarten 65 Prozent der Befragten eine Verschlechterung. 26 Prozent gehen davon aus, dass sich nichts ändert, drei Prozent erwarten eine Verbesserung der deutsch-amerikanischen Beziehungen. 81 Prozent der Deutschen halten die gegenwärtigen Beziehungen beider Staaten für sehr gut oder gut. 14 Prozent werten sie als schlecht oder sehr schlecht. Dass unter dem Republikaner Trump die internationalen Konflikte eher zunehmen werden, vermuten 60 Prozent der Befragten. Knapp ein Viertel erwartet keine großen Veränderungen, zehn Prozent rechnen damit, dass die Konflikte eher abnehmen. Wie bereits vor der Wahl in den USA erhält Trump wenig Zustimmung der Deutschen. Zwei Prozent finden es sehr gut und neun Prozent gut, dass er zum Staatsoberhaupt der USA gewählt wurde. 37 Prozent halten seine Wahl für schlecht und 45 Prozent für sehr schlecht. Für die repräsentative Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen befragten die Meinungsforscher am 9. November 1017 Wahlberechtigte. 

+++ 22:50 Uhr: Die mexikanische Regierung will auch nach dem Wahlsieg von Donald Trump weiterhin eng mit den USA zusammenarbeiten. "Wir sind Verbündete, Partner und Nachbarn", sagte Mexikos Staatschef Enrique Peña Nieto am Mittwoch nach einem Gespräch mit dem künftigen US-Präsidenten Trump. Das Telefonat sei freundlich und respektvoll verlaufen. "Wir sind uns einig, dass wir auf ein Verhältnis des Vertrauen hinarbeiten müssen, denn unsere Länder sind füreinander wichtig", sagte Peña Nieto. "Wenn es den USA gut geht, geht es Mexiko gut - und andersrum." Er wolle sich noch vor Trumps Amtsantritt im Januar persönlich mit ihm treffen. Außenministerin Claudia Ruiz Massieu im Fernsehsender Televisa: "Unsere Beziehung zu den USA endet nicht mit dem Triumph von Donald Trump". Mexiko bereite sich allerdings auf verschiedene Szenarien vor, beispielsweise die Aufnahme zahlreicher ausgewiesener Migranten. Die mexikanische Wirtschaft hängt stark vom US-Markt ab, der Großteil der in Mexiko produzierten Güter wird in den Norden importiert. Trumps protektionistischer Kurs könnte der mexikanischen Wirtschaft schaden.

+++ 22:42 Uhr: Die positive Reaktion der Wall Street auf Donald Trumps Überraschungssieg bei der US-Wahl hat zunächst alle vorherigen Horrorszenarien Lügen gestraft. Marktexperten beschwichtigten am Mittwoch die Sorgen, die ein möglicher Erfolg des umstrittenen republikanischen Kandidaten bereits vor der Wahl ausgelöst hatte. Der Dow Jones Industrial war nach der Niederlage der favorisierten Konkurrentin Hillary Clinton bei der US-Präsidentschaftswahl vorbörslich noch tief im Minus erwartet worden. Er schaffte es aber schon im frühen Handel in positives Terrain und baute dann seine Gewinne aus. Bei 18 650 Punkten blieb der New Yorker Leitindex nur knapp unter seinem Rekordhoch aus dem August. Zum Börsenschluss behauptete er einen Kursanstieg von 1,40 Prozent auf 18 589,69 Punkte. Auch die anderen US-Aktienindizes hielten sich zur Wochenmitte robust: Der marktbreite S&P-500-Index gewann 1,11 Prozent auf 2163,26 Zähler, während der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 immerhin ein Plus von 0,42 Prozent auf 4825,18 Punkte schaffte. Auch an Europas Börsen hatte der anfängliche Schreck über den Wahlausgang bis zum Börsenschluss deutlichen Gewinnen Platz gemacht.

+++ 22:35 Uhr: In einigen Städten der USA ist es nach dem Sieg des umstrittenen republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump zu Protesten gekommen. US-Medien wie "USA Today" zeigten Bilder unter anderem aus dem kalifornischen Oakland und aus Portland in Oregon. Dort blockierten Demonstranten Straßen. In einigen Fällen wurde Müll angezündet, auch US-Flaggen wurden verbrannt. Die überwiegende Zahl der Proteste gab es am Mittwoch an der Westküste der USA, wo die Demokratin Hillary Clinton besonders viele Anhänger hat. Nach Angaben des "Time Magazine" wurden aber auch aus Pittsburgh in Pennsylvania im Osten des Landes Proteste berichtet. Viele Demonstranten riefen die Parole: "Nicht unser Präsident!", so auch vor dem Trump-Tower in New York. Vor dem Gebäude stehen sandgefüllte Sattelschlepper zum Schutz.

+++ 22:30 Uhr: Der US-Filmregisseur Oliver Stone ("Platoon") sieht Donald Trump als einen "praktischen Menschen" an, der seine Kritiker noch überraschen könne. Der gewählte US-Präsident sei ein guter Verhandler, erklärte Stone am Mittwoch in São Paulo, wo er seinen Film "Snowden" vorstellte. Er habe sich stärker vor einer Präsidentschaft Hillary Clintons als vor einem Sieg Trumps bei der US-Wahl am Dienstag gefürchtet, sagte Stone nach einem Bericht der Zeitung "Folha de São Paulo". Clinton habe im Senat für Kriegshandlungen gestimmt und sei Russland gegenüber konfrontativ eingestellt, erklärte Stone. Trump habe dagegen bessere Voraussetzungen, um mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu verhandeln. Auch der frühere US-Präsident Ronald Reagan (Amtszeit: 1981-1989) habe vor seiner Amtsübernahme Furcht erregt und sei dann sehr gut mit der Sowjetunion ausgekommen.

+++ 22:05 Uhr: Der unter Betrugsverdacht stehende Pharma- und Hedgefonds-Manager Martin Shkreli hat sein Versprechen an Musikfans für den Fall eines Wahlsiegs von Donald Trump nur teilweise erfüllt. Der 33-Jährige veröffentlichte am Mittwoch über die Video-Plattform Periscope lediglich Teile der ersten beiden Titel eines geheimen Albums der New Yorker Hip-Hop-Band Wu-Tang Clan, von dem er das einzige Exemplar besitzt. Mehr könne er derzeit nicht abspielen, sagte Shkreli in dem Video ohne Angabe von Gründen. Shkreli hatte im vergangenen Monat angekündigt, bei einem Wahlsieg des rechtspopulistischen Immobilienmilliardärs das Album "Es war einmal in Shaolin" komplett zu veröffentlichen. Der Manager hatte die Platte für zwei Millionen Dollar (1,8 Millionen Euro) erworben. Die Gruppe hatte anschließend beklagt, dass der Deal vereinbart worden sei, bevor Shkreli als Chef der Pharmafirma Turing weltweit Negativschlagzeilen machte. Er hatte den Preis für das Medikament Daraprim gegen Malaria und die Folgen einer HIV-Infektion über Nacht von 13,50 auf 750 Dollar in die Höhe geschraubt. Gegen Shkreli, der sich darauf spezialisiert hatte, die Patente günstiger Medikamente zu kaufen und dann den Preis drastisch zu erhöhen, wird wegen der Veruntreuung von Millionensummen ermittelt. Ihm wird vorgeworfen, als Hedgefonds-Manager mit einem sogenannten Schneeballsystem elf Millionen Dollar veruntreut zu haben. Wegen der Vorwürfe musste er als Chef von Turing zurücktreten. Er ist gegen Kaution auf freiem Fuß.

+++ 21.31 Uhr: EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker fordert mehr europäische Verantwortung in der Verteidigungspolitik - "bis hin zum Ziel der Einrichtung einer europäischen Armee". Unabhängig vom Wahlausgang in den USA müsse man sich von der Vorstellung verabschieden, die Amerikaner seien für die Sicherheit Europas zuständig. "Das müssen wir schon selbst tun", sagte Juncker am Mittwochabend in Berlin. Nach der Wahl des Republikaners Donald Trump zum US-Präsidenten sagte Juncker in seiner europapolitischen Grundsatzrede: "Wir sollten uns sehr bemühen, das transatlantische Verhältnis in Ordnung zu halten." Die Welt brauche den "engen Schulterschluss" zwischen den USA und Europa. Die Globalisierung sei nicht von den Nationalstaaten zu regeln, betonte Juncker weiter. Deshalb sei er "bei aller Vorsicht" dafür, weitere Handelsabkommen abzuschließen. Europa sei eine "Mischung aus Vernunft und Gefühl." Aber Vereinigte Staaten von Europa wollten die Menschen nicht. Man müsse zur Kenntnis nehmen, dass viele Bürger meinten, die europäische Integration laufe an ihnen vorbei. "Das müssen wir ändern."

+++ 20.10 Uhr: Der französische Präsident Francois Hollande will rasch mit Donald Trump über die gemeinsamen Interessen und Werte sprechen. Den Wunsch habe der Präsident in einem Schreiben an Trump geäußerte, teilt das Präsidialamt in Paris mit. Hollande hatte sich während des US-Wahlkampfes kritisch über Trump geäußert.

+++ 19.18 Uhr: Nach dem Sieg von Donald Trump bei der Präsidentenwahl in den USA hat Kuba ein großes Militärmanöver angekündigt. An der Übung "Bastión" vom 16. bis 18. November werden die Streitkräfte und Einheiten des Innenministeriums teilnehmen, wie das Verteidigungsministerium am Mittwoch mitteilte. Ziel sei es, die Truppen und die Bevölkerung auf verschiedene Aktionen des Feindes vorzubereiten. Erstmals führten die kubanischen Streitkräfte 1980 nach dem Wahlsieg von Ronald Reagan ein Manöver "Bastión" durch. Seitdem gab es sieben Militärübungen dieses Typs. Die USA unterhalten auf Kuba die Marinebasis Guantanamo Bay.

+++ 19:10 Uhr: Donald Trump hat den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in die USA eingeladen. Das Treffen solle bei der nächsten Gelegenheit stattfinden, teilt Netanjahus Büro mit. Die beiden hätten miteinander telefoniert und ein "herzliches Gespräch" geführt.

+++ 18:40 Uhr: "Die Präsidentschaft ist größer als wir", sagte Obama. Für Donnerstag hat Obama Trump ins Weiße Haus eingeladen, um die weitere Übergabe zu besprechen. Demokratie ist manchmal hart und herausfordernd, sagte Obama. An die Adresse der jungen Menschen sagte er: "Werdet jetzt nicht zynisch. Es bleibt richtig, für das zu kämpfen, an das man glaube." Er selber habe schon Wahlen verloren - so sei das Wesen der Politik, wenn Menschen wählten. "Wir lecken unsere Wunden und gehen zurück in die Arena. Und beim nächsten Mal versuchen wir, es besser zu machen."

+++ 18:21 Uhr: US-Präsident Barack Obama will sich mit aller Kraft für eine friedliche Übergabe der Macht an seinen Nachfolger Donald Trump einsetzen. "Es ist kein Geheimnis, dass Trump und ich einige signifikante Unterschiede haben", sagte Obama am Mittwoch im Rosengarten des Weisen Hauses. "Aber denken wir acht Jahre zurück - auch George W. Bush und ich hatten einige solcher signifikanten Unterschiede", und trotzdem sei ein guter Übergang gelungen. Daran wolle er sich ein Beispiel nehmen. "Ein friedlicher Übergang der Macht ist eines der wichtigsten Kennzeichen unserer Demokratie", sagte Obama. "Wir sind nicht zuerst Demokraten oder Republikaner, zuerst sind wir Amerikaner und Patrioten", sagte Obama. Das habe auch Trump in ihrem nächtlichen Telefongespräch zugesichert. Das habe ihn bewegt, sagte der Präsident.

+++ 18:09 Uhr: Man solle nie aufhören, für etwas zu kämpfen, an das man glaube. "Lasst den Mut nicht sinken, es gibt noch so viel zu tun", sagte Clinton in ihrer sehr emotionalen Rede. Sie wurde von ihren Anhängern mit tosendem Beifall verabschiedet. Ex-Präsident Bill Clinton hatte Mühe, seine Tränen zurückzuhalten.

+++ 17.55 Uhr: "Hört nie auf, daran zu glauben, dass der Kampf für das, was richtig ist, den Aufwand wert ist", rief Clinton ihrem Wahlkampfteam zu. Sie lobte den Fleiß der Wahlhelfer und bedankte sich bei den Spendern. "Wir haben die Glasdecke nicht zertrümmern können", sagte sie mit Blick auf ihr Ziel, erste Präsidentin der USA zu werden. "Aber irgendwann wird es jemand tun, hoffentlich früher als später."

+++ 17:53 Uhr: Angesichts einer tief geteilten Gesellschaft sei es nun geboten, zusammenzustehen, sagte Clinton. Man müsse gemeinsam klar machen, dass der amerikanische Traum groß genug für jedermann sei. "Unsere Verantwortung als Bürger liegt darin, an einem besseren Amerika mitzuarbeiten", sagte Clinton.

+++ 17:50 Uhr: Clinton hat Donald Trump ihre Zusammenarbeit zum Wohle der USA angeboten. Natürlich sei das Wahlergebnis nicht das erwünschte, sagt die unterlegene Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten in New York. "Das ist sehr schmerzhaft, und das wird es lange bleiben." Doch
es gehe nicht um sie, sondern um das Land. "Donald Trump wird unser nächster Präsident sein", sagt sie. Das müsse akzeptiert werden. Eine friedliche Übergabe der Macht werde nicht nur akzeptiert, sondern sogar zelebriert.

+++ 17:43 Uhr: "Unsere Nation ist tiefer gespalten als wir dachten", sagt Clinton bei ihrer Rede. Den Obamas fühlt sie sich zu großem Dank verpflichtet.

+++ 17:30 Uhr: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat Donald Trump zum Sieg bei der Präsidentenwahl in den USA gratuliert. "Nach einem hart umkämpften und oft spaltenden Wahlkampf lohnt es, daran zu erinnern und sich neu bewusst zu machen, dass die Einigkeit in Vielfalt in den Vereinigten Staaten eine der größten Stärken des Landes ist", sagte Ban laut Mitteilung am Mittwoch in New York. "Ich rufe alle Amerikaner dazu auf, diesem Geist treu zu bleiben." Die Vereinten Nationen erwarteten von den USA, dass sie sich auch weiterhin an internationale Kooperationen halten und unter anderem den Kampf gegen den Klimawandel und die Stärkung der Menschenrechte vorantreiben. Ban bedankte sich auch bei der unterlegenen Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton. "Sie ist ein mächtiges Symbol für Gleichberechtigung von Frauen und ich habe keinen Zweifel, dass sie weiterhin zu unserer Arbeit weltweit beitragen wird."

+++ 16.21 Uhr: US-Präsident Barack Obama äußert sich um 18.15 Uhr (MEZ) zum Wahlausgang in den USA.

+++ 15.42 Uhr: Die Rating-Agentur Fitch sieht kurzfristig keine Folgen für die Top-Bonitätsnote der USA. Sollte Trump seine Wahlversprechen aber umsetzen, werde die Bewertung mittelfristig negativer ausfallen.

+++ 15.03 Uhr: Hillary Clinton verschiebt ihre Rede zu den Wahlergebnissen um eine Stunde. Sie will nun um 16.30 Uhr vor Mitarbeitern und Unterstützern reden.

+++ 14.55 Uhr: Mexiko will nicht für eine Mauer an der Grenze zu den USA zahlen. Ihre Regierung habe deutlich gemacht, dass dies nicht Teil ihrer Vision sei, sagt Außenministerin Claudia Ruiz Massieu Salinas.

++++ 14.50 Uhr: Trumps Wahlkampf-Managerin Kellyanne Conway hat die Kritik des künftigen US-Präsidenten an der Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Merkel (CDU) bekräftigt. Gleichzeitig kündigte Conway in der "Bild"-Zeitung (Donnerstagsausgabe) eine Zusammenarbeit Trumps mit der Kanzlerin an. "Es gibt selbstverständlich Themen, bei denen er mit ihr nicht übereinstimmt, wie die Zahl der Flüchtlinge, die sie aus Syrien hineingelassen hat und die ihr Land kaputt machen", sagte Conway. "Aber natürlich werden sie zusammenarbeiten."

+++ 14.20 Uhr: Nach dem Sieg von Trump wollen die EU-Außenminister am Sonntag über den Ausgang der Präsidentschaftswahl beraten. "Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier begrüßt, dass es zu einem Treffen der EU-Außenminister am Sonntag kommen wird", erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus dem Auswärtigen Amt in Berlin. Das reguläre Treffen der EU-Außenminister findet am Montag statt.

+++ 14.05 Uhr: Die unterlegene demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton will um 15.30 Uhr MEZ eine Rede vor Mitarbeitern und Unterstützern in einem Hotel in New York halten.

+++ 14 Uhr: Die Wahlkampfmanagerin von Donald Trump hat die Einsetzung eines Sonderermittlers gegen Hillary Clinton nicht ausgeschlossen. Die Diskussion darüber werde zu gegebener Zeit geführt werden, sagte Kellyanne Conway in einem MSNBC-Interview. Trump hatte nach seinem Wahlsieg erklärt, er wolle die im Wahlkampf aufgerissenen Gräben überwinden und das Volk einen. Trump hatte Clinton mehrfach kriminelles Verhalten und Korruption vorgeworfen.

+++ 13.33 Uhr: Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders sieht ein Anzeichen für einen "patriotischen Frühling" im Westen. Die Menschen hätten politisch korrekte Politiker satt, die sich nur um sich selbst kümmerten und nicht um die Themen, die für die Bevölkerung wichtig seien.

+++ 13.25 Uhr: Die Bundesregierung lässt den Termin für das erste Treffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump noch offen. Regierungssprecher Steffen Seibert verwies in Berlin lediglich auf den nächsten Gipfel der großen Industrienationen (G7), der Ende Mai in Italien stattfindet. In der Gruppe sind sowohl die USA als auch Deutschland dabei. Im Juli ist dann das Gipfeltreffen der großen Industrie- und Schwellenländer (G20) in Hamburg. Dazu wird auch Trump erwartet. Seibert ließ auch offen, ob Merkel bereits mit dem Wahlsieger telefoniert hat. Auf eine entsprechende Frage sagte er nur: "Wie immer werden wir Sie über nächste Schritte rechtzeitig informieren."

+++ 13:19 Uhr: US-Präsident Barack Obama lädt Trump in das Weiße Haus ein. Er will am Donnerstag mit ihm über den Übergang im Amt sprechen. Eine Erklärung Obamas zu den Wahlergebnissen kündigt das Präsidialamt für Mittwoch an.

+++ 12:32 Uhr: Der Vatikan wünscht Trump alles Gute bei der Führung der USA. Man werde dafür beten, dass Gott ihm Erleuchtung bringe, sagte Vatikan-Außenminister Kardinal Pietro Parolin.

+++ 12 Uhr: "Wer dieses große Land regiert, trägt Verantwortung, die beinahe für alle auf der Welt zu spüren ist", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einer Stellungnahme zum Wahlsieg von Donald Trump. Sie erinnerte damit Trump angesichts der wirtschaftlichen und militärischen Stärke der USA an dessen Verantwortung für die weltweite Entwicklung. Sie gratulierte zudem dem künftigen Präsidenten und bot ihm eine enge Zusammenarbeit an. Indirekt rief sie Trump dabei zur Einhaltung demokratischer Grundwerte auf. "Auf der Basis dieser Werte biete ich dem künftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, eine enge Zusammenarbeit an", sagte Merkel. Ausdrücklich verwies die Kanzlerin auf die gemeinsame Wertebasis zwischen Deutschland und den USA und nannte "Demokratie, Freiheit, den Respekt vor dem Recht und der Würde des Menschen unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder politischer Einstellung".

+++ 11:33 Uhr: US-Präsident Barack Obama hat nach Informationen des Fernsehsenders CNN seinem Nachfolger Donald Trump zum Wahlsieg gratuliert. Beide wollten sich am Donnerstag treffen, berichtete CNN am Mittwoch weiter.

+++ 11.28 Uhr: Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat nach dem Wahlsieg von Donald Trump in den USA die Hoffnung ausgedrückt, dass es "nicht zu größeren Verwerfungen in der internationalen Politik" komme. "Wir wissen nicht, wie Donald Trump Amerika regieren wird", sagte Steinmeier in Berlin. Viele brennende Fragen seien offen. Deshalb werde die Bundesregierung das Gespräch mit dem künftigen Präsidenten suchen.

+++ 11:13 Uhr: Nachdem die unterlegene Hillary Clinton Donald Trump per Telefon zu seinem Sieg gratuliert hat, soll sich laut CNN auch Barack Obama telefonisch mit dem Sieger in Verbindung gesetzt haben. Laut CNN wolle Obama sich mit Trump am Donnerstag treffen.

+++ 10:54 Uhr: Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim reagierte gegenüber der türkischen Presseagentur Anadolu positiv auf die Wahl von Donald Trump. Yildirim wünsche Trump "alles Gute", forderte aber gleichzeitig, den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen auszuliefern. Die Türkei macht Gülen für den Putschversuch vom 15. Juli verantwortlich.

+++ 10:47 Uhr: Bis Trump offfiziell zum Präsidenten ernannt wird, dauert es noch bis Januar: Im Dezember versammeln sich zunächst die Wahlmänner in ihren Bundesstaaten und geben dort ihre Stimmen ab. Sie werden dann am 6. Januar im Kongress ausgezählt. Die Vereidigung von Trump soll dann am 20. Januar in Washington erfolgen.

+++ 09:55 Uhr: Nun ist auch die Wahl in Maine ausgezählt: Als einer der wenigen Bundesstaaten übernimmt hier der Kandidat mit der Mehrheit nicht alle Wahlmänner: Hier kommt Clinton auf 3 Wahlmänner, und Trump auf eine Stimme. Damit kommt Trump jetzt auf 289 Wahlmänner und Clinton auf 218. Es fehlen nun noch die Ergebnisse aus New Hampshire, Minnesota, Michigan und Nebraska, wobei im letztgenannten Staat auch Trump favorisiert ist.

Kandidaten schweigen auf Twitter

+++ 9:50 Uhr: Weder von Donald Trump noch von Hillary Clinton gab es in den letzten Stunden eine Reaktion auf Twitter. Der letzte Tweet von Trump stammt von 3:48 Uhr, Hillary Clinton hat zuletzt um 2:55 Uhr deutscher Zeit getwittert. Auch der amtierende Präsident Barack Obama hat sich auf Twitter noch nicht geäußert. Bei seiner Wiederwahl 2012 hatte Obama mit einem Tweet einen neuen Retweet-Rekord aufgestellt - das Wahlkampf-Ende 2016 ist dagegen sehr arm an Tweets.

+++ 09:46 Uhr: Offiziell hat Trump nun auch die Staaten Arizona, Wisconsin und Pennsylvania gewonnen. Damit hat Trump nun insgesamt 288 Wahlmänner hinter sich gebracht. Das Endergebnis wird dadurch immer deutlicher: Die unterlegene Clinton kommt auf 215 Wahlmänner.

+++ 09:44 Uhr: Offenbar soll es später doch noch ein Statement von Hillary Clinton geben. Das berichtet der US-Fernsehsender ABC.

+++ 09:40 Uhr: "Die Welt wird nicht untergehen, sie wird nur noch verrückter", schreibt Justizminister Heiko Maas (SPD) auf Twitter. Und ergänzt: Die Wahl von Trump sei eine "bittere Warnung". "Müssen Ursachen für Angst, Hass und Abschottung noch entschlossener bekämpfen".

+++ 09:38 Uhr: Jürgen Trittin (Grüne) twittert: "Trumps Sieg ist ein schlechtes Omen für Europa, die Welt und das Klima." Jens Spahn (CDU) schreibt: "Statt selbstgerechter Betroffenheit empfehle ich Demut: Warum haben 50 Mio Menschen so gewählt? Warum sind wir davon so überrascht worden?"

+++ 09:32 Uhr: Nachdem sich zuvor schon die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen Trump zum Sieg gratulierte, gibt es auch Glückwünsche aus Ungarn. «Gratulation. Was für eine großartige Neuigkeit. Die Demokratie lebt noch», schreibt Ministerpräsident Viktor Orban am Mittwochmorgen auf Englisch auf seiner Facebook-Seite. Der rechts-konservative Politiker ist der einzige europäische Regierungschef, der bereits vor der US-Präsidentschaftswahl am Dienstag offen seine Vorliebe für den Republikaner Trump erklärt hatte.

+++ 09:13 Uhr: Die Wahl Donald Trumps wirkt sich negativ auf die deutsche Börse aus: Der Dax verlor zur Eröffnung am Mittwoch 2,9 Prozent auf 10.180 Punkte. "Sollte Trump an seinen Plänen festhalten, den Freihandel deutlich einzuschränken, hätte dies nicht nur negative realwirtschaftliche Folgen für die USA, sondern auch für ihre Handelspartner", sagte Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen.

+++ 09:03 Uhr: Trump kündigt an, sofort mit der Arbeit anzufangen, um etwas zu schaffen, auf das die Amerikaner in zwei, drei oder sogar acht Jahren (maximale Amtszeit) stolz sein können. Nach der Ende seiner Rede ertönt der Song "You can't always get what you want" der Rolling Stones.

+++ 09:00 Uhr: "Noch nie war es so wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren wie an diesem Morgen", twittert die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer. "Es kommen wilde Zeiten auf uns zu. Müssen kühlen Kopf bewahren", schreibt der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann.

+++ 08:53 Uhr: Trump mahnt nun, dass er das Land wieder einen muss. Er sehe sich als Präsident aller Amerikaner. Es sei Zeit, für Amerika wieder zusammenzukommen.

+++ 08:51 Uhr: Donald Trump spricht zunächst über Hillary Clinton, die ihn zuvor angerufen hatte. Trump habe ihr für den langen und harten Wahlkampf gratuliert. Das Volk schulde Clinton Dankbarkeit, da sie den USA viele Jahre in der Politik gedient habe.

+++ 08:46 Uhr: Pence spricht von einer "historische Nacht" und zeigt sich dankbar gegenüber "Gott und seiner Familie", ehe er Donald Trump auf das Podium bittet.

+++ 08:44 Uhr: Zunächst tritt jetzt im Hilton Hotel Mike Pence mit seiner Familie vor das Publikum, der neue Vizepräsident der USA.

Trump gewinnt mit Wisconsin die Wahl

+++ 08:30 Uhr: Laut übereinstimmenden Medienberichten hat Donald Trump jetzt auch den Bundestaat Wisconsin gewonnen. In dem Staat wurde zuvor ein sicherer Sieg von Clinton vermutet. Damit ist Donald Trump offiziell der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

+++ 08:22 Uhr: Im New Yorker Hilton Hotel wird der vorraussichtlich neue Präsident Donald Trump für eine erste Rede vor seinen Anhängern erwartet.

+++ 08:09 Uhr: Hillary Clinton wird offenbar heute Nacht nicht mehr zu ihren Anhängern sprechen. Ihr Wahlkampfchef John Podesta hat die Besucher der Siegesfeier in New York, die zu einer Trauerfeier wurde, soeben nach Hause geschickt. «Versucht, etwas Schlaf zu bekommen», sagte Podesta. «Wir werden morgen mehr zu sagen haben.»

+++ 08:01 Uhr: Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, twittert: "Das kann jetzt nur heißen: Make democracy great again - with freedom, tolerance and unity. Heute ist auch 9. November #USwahl16"

+++ 07:45 Uhr: Auch die ARD spricht jetzt von einem Sieg Trumps in Alaska und auch Pennsylvania. Damit hätte Trump 267 Wahlmänner hinter sich und ist ganz dicht vor dem Wahlsieg.

+++ 07:44 Uhr: Im Bundesstaat Pennsylvania zeichnet sich ein Sieg Trumps ab, berichtet sowohl die Nachrichtenagentur AP als auch die "New York Times". In Vorhersagen war hier mit einem Sieg Clintons gerechnet worden.

+++ 07:35 Uhr: Marine Le Pen gratuliert Donald Trump via Twitter bereits zum Wahlsieg.

+++ 07:30 Uhr: Renate Künast (Grüne) twittert: "Das schockt. #ElectionNight ist gefährlich für #Europa, das gibt auch hier dem #Hass Auftrieb. Es kommen schwierige Zeiten."

+++ 07:23 Uhr: Der Präsident des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, gratuliert Trump laut einem Tweet eines NBC-Reporters zum Sieg. Ryan habe mit Trump telefoniert, berichtet der Reporter. Ryan hatte sich nach Frauen diskriminierenden Äußerungen von Trump distanziert.

+++ 07:18 Uhr: Twitter-Deutschland wacht auf: In den deutschsprachigen "Trending Topics" taucht der Begriff "Alptraum" auf. Auch Familienministerin Manuela Schwesig twittert: "Ein Morgen, an dem man einfach nicht aus dem Albtraum aufwacht."

+++ 07:11 Uhr: Auf den wahrscheinlichen Sieg von Trump reagieren auch die Finanzmärkte: In Asien gehen die Börsen in die Knie. Der japanische Nikkei-Index sinkt um fast sechs Prozent. Der deutsche Leit-Index Dax wird zum Handelsstart um 9 Uhr ebenfalls deutlich im Minus erwartet. Aktuell deutet die Indikation auf einen Start etwas über 10 000 Punkten hin - das wäre ein Minus von gut vier Prozent. Die amerikanischen Aktienmärkte werden ebenfalls stark im roten Bereich prognostiziert.

+++ 07:03 Uhr: Es gilt inzwischen als sicher, dass Donald Trump auch die Mehrheit in beiden Kammern im Kongress erhalten wird. Laut "New York Times" fallen im Repräsentantenhaus 223 Mandate auf die Republikaner, dagegen kommen die Demokraten auf 160 Abgeordnete. Auch im Senat ist eine Mehrheit der Republikaner wahrscheinlich: Verschiedene Medien prognostizieren hier eine leichte Mehrheit der Republikaner.

+++ 06:39 Uhr: Um sieben Uhr wird mit Alaska der letzte Bundesstaat seine Wahllokale schließen. In dem flächenmäßig größten Bundesstaat geht es um drei Wahlmänner, die allerdings wohl wenig am Gesamtergebnis ändern werden: Hier galt Trump schon im Vorfeld als Favorit. Trump führt aktuell mit 238 Wahlmännern vor Hillary Clinton mit 215. In den noch nicht ausgezählten Staaten Wisconsin, Michigan und Pennsylvania soll Trump laut "New York Times" leicht vorne liegen. Ein Sieg in einem der Staaten dürfte Trump wahrscheinlich den Sieg endgültig sichern.

+++ 06:38 Uhr: Die Frankfurter SPD-Bundestagsabgeordnete Ulli Nissen twittert: "Der Alptraum scheint wahr zu werden!" Der hessische Grünen-Landesvorsitzende Kai Klose twittert: "Trump aktiviert frühere Nichtwähler, AfD-Effekt".

+++ 06:29 Uhr: Clinton ist nach Berechnungen der Agentur AP und auch laut der ARD Sieger im Bundesstaat Nevada. Fox ist zugleich weiterhin der einzige Sender, der Trump als Sieger in dem für Clinton wichtigen Staat Wisconsin sieht. Laut ARD soll Trump in Wisconsin knapp vorne liegen, das Ergebnis in Michigan und Pennsylvania ist weiter offen. Clinton muss beide Staaten gewinnen, um noch eine Chance auf das Amt des Präsidenten zu haben.

+++ 06:22 Uhr: "Das Volk nimmt sich sein Land zurück. Das werden wir auch tun", twittert der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders.

+++ 06:21 Uhr: "Frag dich selbst: Habe ich alles getan, was ich tun konnte?", schreibt Sängerin Cher auf Twitter. "Wir müssen versuchen, noch Hoffnung zu haben". Sie habe gesehen, wie der Brexit Großbritannien in einer Nacht zerrissen habe. "Wir müssen beten", so Cher weiter.

+++ 06:20 Uhr: Grünen-Chef Cem Özdemir zeigt sich in der ARD sichtlich besorgt über einen möglichen US-Präsidenten Donald Trump. "Das ist Wasser auf die Mühlen von allen Populisten von Europa", sagt der Grünen-Politiker. Über den US-Präsidenten Trump freue sich laut Özdemir Politiker wie Wladimir Putin, Viktor Orban oder Recep Tayyip Erdogan. Europa müsse enger zusammenrücken, sollte Trump die Wahl gewinnen.

+++ 06:14 Uhr: Galgen-Humor auf Twitter: "Amerika hat also für Trump und für die Legalisierung von Marihuana gestimmt. Wir wollen nicht regiert werden, sondern betäubt und unterhalten", stellt @casinclair fest. Kalifornien hat bei der Wahl auch für die generelle Legalisierung von Marihuana gestimmt.

+++ 06:08 Uhr: Der SPD-Politiker Ralf Stegner äußert sich auf Twitter zum aktuellen Wahlverlauf: "Wenn dieser Rechtspopulist und sexistische Hassprediger US Präsident wird, dürfen wir uns auf einen politischen Kälteschock gefasst machen."

+++ 06:03 Uhr: Nach Iowa sichert sich Trump auch Georgia. Auch hier war er zuvor klarer Favorit. Die Wahrscheinlichkeit, dass Trump bei den noch verbleibenden nicht ausgezählten Bundesstaaten die Wahl gewinnt, ist weiterhin hoch. Laut ARD und Fox News könnte sich der Republikaner auch den traditionell demokratisch geprägten Staat Wisconsin sichern. Sollte das der Fall sein, ist die Wahl für Clinton wohl endgültig gelaufen. Fest steht: Die Rollen von Favorit und Außenseiter haben sich inzwischen gedreht.

+++ 05:56 Uhr: Wie zu erwarten gewinnt Donald Trump auch in Iowa und sichert sich damit weitere sechs Wahlmänner. Die Aufmerksamkeit konzentriert sich nun auf die traditionell demokratischen Bundesstaaten Michigan und Wisconsin, wo Trump nach Auszählung von mehr als der Hälfte der Stimmen ebenfalls die Nase vorn zu haben scheint. Sollten diese für Clinton verloren gehen, wäre ihre Chancen auf einen Wahlsieg kaum noch gegeben. Die "New York Times" prognostizieren Trump aktuell eine Gewinnchance von mehr als 95 Prozent.

+++ 05:38 Uhr: Während das Momentum aktuell bei Trump liegt, haben die Republikaner auch gute Chancen auf eine Mehrheit im Kongress: Laut Analysen der «New York Times» und des Online-Portals «FiveThirtyEight» erschien es am Mittwochmorgen nicht mehr allzu wahrscheinlich, dass die Demokraten die Konservativen als stärkste Kraft im Senat ablösen könnten. Im Repräsentantenhaus verteidigte die Partei von Donald Trump bereits ihre Mehrheit.

+++ 05:31 Uhr: Wie mehrere Twitterer melden, war zwischenzeitlich die Website der kanadischen Einwanderungsbehörde nicht erreichbar.

+++ 05:23 Uhr: Ein weiterer wichtiger Sieg für Trump: Nach Prognosen von mehreren TV-Sendern gewinnt er auch in North Carolina. Dafür gehen weitere 15 Wahlmänner an den Kandidat der Republikaner.

+++ 05:17 Uhr: Fasst man die bisherigen Ergebnisse zusammen, ist die Wahlnacht bisher anders gelaufen als von vielen Experten erwartet: Galt Hillary Clinton bis zum Ende des Wahlkampfs als Favoritin, liegt der Vorteil nach den bisher gezählten Stimmen bei Donald Trump: Der 70-Jährige konnte sich die extrem wichtigen Swing-States Florida und Ohio sichern. Die Wahl wird sich wohl an nur ganz wenigen Stimmen entscheiden: Der Fokus liegt nun auf den umkämpften Staaten Nevada, Michigan und Pennsylvania. Klar ist: Sollte ein Kandidat jetzt unerwartet einen sichergeglaubten Bundesstaat abgegen, könnte das die gesamte Wahl entscheiden.

Urnen nur noch in Alaska offen

+++ 05:04 Uhr: Die Wahllokale sind jetzt abgesehen von Alaska überall geschlossen. Laut ersten Prognosen der ARD holt Clinton erwartungsgemäß den bevölkerungsreichsten Staat Kalifornien mit insgesamt 55 Wahlmännern und dazu den Inselstaat Hawaii mit weiteren vier Stimmen, Trump sichert sich dagegen Idaho. Die Ergebnisse in Oregon und Washington stehen noch aus, allerdings lag hier Clinton deutlich vorne.

+++ 04:56 Uhr: Die ARD und die Nachrichtenagentur AP verkünden nun den Sieg von Trump im wichtigen Swingstate Florida. Der traditionell umkämpfte Staat im Südosten bringt Trump 29 Wahlmänner ein. Der Bundesstaat galt als einer der Schlüsselstaaten in der Wahl. Trump war auf den Sieg in dem Staat angewiesen.

+++ 04:51 Uhr: Um fünf Uhr werden mit Kalifornien, Hawaii, Oregon, Idaho und Washinton die nächsten Wahllokale schließen. Danach kann nur noch in Alaska gewählt werden. In allen Staaten liegt Clinton laut den letzten Prognosen klar vorne. Jede Niederlage in diesen Staaten -auch wenn es unwahrscheinlich ist- könnte eine Vorentscheidung bedeuten.

+++ 04:44 Uhr: Ein enges Rennen gibt es nicht nur an den Urnen, sondern auch an einer Bar in Washington: Auf einer Wahlparty der Anti-Trump-Republikaner in der Lincoln Bar läuft ein Cocktail-Wettbewerb: Trump Tower gegen Hillary's Inbox (eine Anspielung auf Clintons E-Mail-Affäre). Beim Trinken scheint es nicht anders zu sein als bei der Wahl. Der Barkeeper sagt: "Beide Cocktails laufen ungefähr gleich gut. Keine Ahnung, wie der Wettbewerb ausgehen wird." 

+++ 04:41 Uhr: Nächster Pflichtsieg für Clinton: In Colorado gewinnt die 69-Jährige und fährt damit weitere neun Stimmen ein. Damit führt Trump zwischenzeitlich mit 168 Wahlmännern, Clinton liegt bei 131 Stimmen.

+++ 04:36 Uhr: Es zeichnet immer deutlicher ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab: Geht man davon aus, dass Trump den Swingstate Florida gewinnt, werden wohl nur wenige Wahlmänner entscheiden.

+++ 04:31 Uhr: Wichtiger Sieg für Hillary Clinton: Im ebenfalls offenen Bundesstaat Virginia soll Clinton laut NBC und Fox gewonnen haben und sich 13 Stimmen gesichert haben. Die Demokratin braucht den Staat dringend, um sich ihre Gewinnchance gegen Donald Trump zu erhalten.

Trump siegt in Ohio

+++ 04:26 Uhr: Der erste klassische "Swingstate" geht an Donald Trump: Laut mehreren Berechnungen gewinnt Trump in Ohio. Dort hatten Experten zuvor einen knappen Sieg für den Republikaner vorhergesagt. Damit gehen weitere 18 Wahlmänner an Trump.

+++ 04:22 Uhr: Hillary Clinton dankt schon vor Ende des Wahlabends seinem Team. "Was auch immer heute nacht passiert, danke für alles", schreibt Clinton auf Twitter.

+++ 04:14 Uhr: Fünf weitere Stimmen für Hillary Clinton: Die Demokratin gewinnt wie zuvor erwartet den Bundesstaat New Mexico.

+++ 04:09 Uhr: Bundesweit soll Donald Trump laut dem amerikanischen Nachrichtensender CNN leicht vorne liegen: Der Republikaner soll aktuell bei 49 Prozent liegen, Clinton bei 47 Prozent. Auch laut "New York Times" liegt die Wahrscheinlichkeit, dass Trump Präsident wird, bei über 70 Prozent.

+++ 04:00 Uhr: Die Wahlbüros in Montana, Utah, Iowa und Nevada schließen: Wie erwartet holt sich Trump die Stimmen in Montana und damit drei weitere Wahlmänner. In den anderen drei Staaten liegen noch keine Ergebnisse vor. Zwischenstand: 139 Wahlmänner für Trump, 104 für Clinton.

+++ 03:42 Uhr: Um vier Uhr werden die Lokale in den Staaten Iowa, Montana, Nevada und Utah schließen. Abgesehen von Nevada gelten die Staaten als sicher für Trump: Sollten die Ergebnisse so eintreffen, winken Trump in den drei Staaten 15 Wahlmänner, mit Nevada könnte Clinton sechs weitere Stimmen einsammeln.

Meisten Wahllokale geschlossen

+++ 03:24 Uhr: Inzwischen sind die Wahllokale in 40 von 50 Staaten gesschlossen. Unter anderem schlossen um drei Uhr die Lokale in Arizona, Colorado, New Mexico und Wisconsin. Die aktuelle Führung von Trump wurde zu diesem Zeitpunkt von vielen Experten erwartet.

+++ 03:20 Uhr: Zwischenstand von CNN: Von den mindestens 270 benötigten Wahlleutestimmen hat Trump bislang 128 sicher und Clinton 97. In wichtigen Staaten stehen die Ergebnisse allerdings noch aus.

+++ 03:13 Uhr: Erwartungsgemäß gewinnt Trump die Bundesstaaten Texas, Kansas, North Dakota und South Dakota für sich. Das berichteten die Sender CNN und Fox News auf der Grundlage erster Stimmauszählungen und Nachwahlbefragungen. Auch in Nebraska gewann er, dort fehlten jedoch noch zwei über die Ergebnisse in Distrikten vergebenen Wahlleute. Die Demokratin Hillary Clinton siegte in New York. Dort standen 29 Wahlmänner auf dem Spiel. Auch dieses Ergebnis war so erwartet worden.

+++ 03:10 Uhr: Für den besonders wichtigen Swing-State Florida liegt weiterhin kein Ergebnis vor. Die "New York Times" prognostizieren allerdings aktuell, dass Trump den Staat mit 29 Wahlmännern gewinnen wird.

+++ 03:08 Uhr: Neuer Schwung an Ergebnissen in mehreren Bundesstaaten: Bei den wichtigsten hinzugekommenen Bundesstaaten wie Colorado, Michigan, Arizona und Wisconsin liegt laut CNN zunächst kein klares Ergebnis vor.

+++ 2:42 Uhr: Die Republikaner verteidigen erwartungsgemäß ihre Mehrheit im US-Abgeordnetenhaus. Das berichteten der US-Fernsehsender NBC und ABC auf der Grundlage von Hochrechnungen und ersten Stimmauszählungen.

+++ 2:38 Uhr: In dem "Swing State" Florida bleibt es spannend bis zum Schluss, Donald Trump führt mit leichtem Vorsprung. Hier können Sie die Auszählung live verfolgen.

+++ 2:21 Uhr: Hillary Clinton holt bei der US-Wahl wie erwartet auf: Sofort mit Schließen der Wahllokale um 02.00 Uhr deutscher Zeit wurde ihr der Sieg in sieben Staaten zugesprochen, darunter das mit 20 Wahlleuten wichtige Illinois, sowie Massachusetts mit 11 Wahlleuten und Maryland mit zehn. Sie steht nun laut CNN bei 68 Wahlleuten und acht gewonnenen Staaten. Donald Trump wird wie erwartet Tennessee, Oklahoma und Mississippi gewinnen. Er steht nunbei 48 Wahlleuten aus sechs gewonnenen Staaten.

Umbr

Vorsichtig optimistisch bleiben für Clinton die Nachrichten aus dem mit 29 Wahlleuten besonders wichtigen Florida. Sie liegt laut CNN nach 84 Prozent ausgezählten Stimmen 0,6 Prozentpunkte vor Trump.

Zittern um Florida

+++ 2:03 Uhr: Jetzt haben die Wahlokale in etwa der Hälfte der Staaten geschlossen - auch in Florida. Sollte Clinton dort gewinnen, könnte sie das Rennen früh für sich entscheiden. Florida ist ein "Swing State", das Ergebnis schwer vorhersehbar. Florida stellt insgesamt 29 Wahlmänner, am Ende gehen alle Stimmen an den Gewinner.

+++ 1:03 Uhr: Erste Prognosen von CNN und anderen Sendern für einzelne Bundesstaaten: Demnach hat Trump Kentucky und Indiana gewonnen, Clinton Vermont - alles wie erwartet. Virginia, Georgia und South Carolina sind noch unklar.

+++ 00.28: Der ehemalige Präsident George W. Bush hat sich einem Sprecher zufolge bei der Wahl des Staatsoberhaupts seiner Stimme enthalten. Der Republikaner habe die Option "Keiner der oben Genannten" auf dem Stimmzettel angekreuzt, hieß es in einer E-Mail des Sprechers. Bei den anderen Punkten habe er die Republikaner gewählt.

+++ 0:20 Uhr: Einer Reuters/Ipsos-Umfrage zufolge haben 13 Prozent der Wähler sich erst in der letzten Woche des Wahlkampfs für einen Kandidaten entschieden. Im Jahr 2012 waren es neun Prozent.

+++ 00.17 Uhr: In der Nähe eines Wahlbüros in Azusa, Kalifornien, sind Schüsse gefallen. Laut Polizei gibt es einen Toten und mehrere Verletzte. Die Polizei in Kalifornien hat nach eigenen Angaben keine Hinweise, dass die Schießerei in etwas mit der Wahl zu tun hat.

+++ Mittwoch, 00.00 Uhr: Die ersten Wahllokale schließen.

+++ 22.46 Uhr: Vertreter der Wahlleitungen von drei Bezirken in Pennsylvania sagen, es seien keine Stimmen wegen Fehlern bei Wahlmaschinen falsch gezählt worden.

Gericht lehnt Klage von Trump-Team ab

+++ 23:01 Uhr: Nach einer Rekordzahl von Frühwählern zeichnet sich auch am Dienstag eine hohe Wahlbeteiligung ab. Vor vielen Wahllokalen bildeten sich lange Schlangen, vor allem in stark umkämpften Bundesstaaten wie North Carolina und Michigan.

+++ 22:04 Uhr: Im US-Bundesstaat Nevada hat eine Richterin kurz vor Schließung der Wahllokale laut CNN eine Klage des Wahlkampf-Lagers von Donald Trump abgelehnt. Der Republikaner hatte nach Angaben mehrerer US-Medien Klage gegen ein Wahlamt eingereicht. Trump hatte angeblich beklagt, dass die Öffnungszeiten mehrerer Wahllokale in einem Bezirk bei den Frühwahlen in der vergangenen Woche um bis zu zwei Stunden verlängert worden waren.

Nevada zählt zu den besonders heiß umkämpften Staaten mit vielen Latino-Wählern. Ein großer Teil von ihnen hat von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, vorzeitig wählen zu gehen. Die US-Demokratin Hillary Clinton hat in dieser Bevölkerungsgruppe weitaus größeren Rückhalt als Trump.

+++ 21:30 Uhr: Bei der Wahl am Dienstag öffnete in Manhattan auch ein Wahllokal seine Türen, das im Erdgeschoss vom Trump Place liegt - einem Wohnhaus-Komplex an der Upper West Side, den der Republikaner gemeinsam mit Investoren aus Hongkong entwickelte. Seit 2007 gehört er der Firma Equity Residential, die Trumps Namen weiterhin nutzt. "Es ist irgendwie komisch", sagte John Murphy der dpa, nachdem er am Dienstag seine Stimme für Clinton abgegeben hatte.

In den vergangenen Wochen hatten hunderte Bewohner sich dafür eingesetzt, den in goldener Blockschrift über den Hauseingängen angebrachten Namen des Unternehmers zu entfernen. "Unser Zuhause ist unser persönlichster privater Raum, ein Gebäude, das wir jeden Tag stolz und glücklich betreten sollten", heißt es in einer von mehr als 500 Menschen unterzeichneten Online-Petition. "Die Zeit ist gekommen, den Namen Trump loszuwerden."(fr/dpa/afp/rtr)

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