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US-Wahl 2020 Kirsten Gillibrand will 2020 gegen Trump antreten

Im November 2020 steht in den USA die nächste Präsidentschaftswahl an. Bei den Demokraten bringen sich mögliche Trump-Herausforderer in Stellung. Julian Castro ist einer davon, eine andere ist Senatorin Kirsten Gillibrand.

Senator Kirsten Gillibrand und Stephen Colbert
In der "Late Show" von Stephen Colbert verkündet Kirsten Gillibrand ihre Kandidatur. Foto: rtr

Joe Biden

Als ganz heißer Kandidat wird derzeit Joe Biden gehandelt. Das verwundert im ersten Augenblick, zählt der ehemalige Vizepräsident mit seinen 76 Jahren ebenfalls nicht gerade zu den Jungspunden in der demokratischen Partei. Und wollen die Demokraten nicht eigentlich einen Neuanfang starten? Doch die Zahlen sind eindeutig. In den Umfragen liegt Biden zumeist an erster Stelle. Wie angesehen Biden ist, kann man auch daran ersehen, dass der ehemalige Präsident Obama ihm am 12. Januar 2017 die „Presidential Medal of Freedom with Distinction“ verlieh, die höchste zivile Auszeichnung der Vereinigten Staaten – eine Würdigung, die nur äußerst selten erfolgt.

Kamala Harris

Wer diese ganzen Namen liest, wird sich vielleicht fragen, ob es denn keine jüngeren Kandidaten gibt? Doch, die gibt es. Angeführt wird diese Liste von Kamala Harris. Die 54-Jährige sitzt zwar erst seit Januar 2017 im Senat, ist inzwischen aber zu einer Top-Politikerin der Demokraten aufgestiegen, der vor allem von Experten große Chancen auf die Nominierung eingeräumt werden. Bekannt wurde sie im Sommer 2017 während der Senatsanhörungen, bei denen es um die möglichen Kontakte zwischen Trumps Wahlkampfteam und der russischen Regierung ging. Sie nahm die Befragten in die Mangel, drängte auf Antworten, hakte ständig nach.  Vor allem der damalige US-Justizminister Jeff Sessions konnte ein Lied davon singen. Auch den jetzigen Supreme-Court-Richter Brett Kavanaugh brachte Harris bei dessen Anhörung immer wieder ins Schwitzen. Das hinterließ Eindruck – bei Freund und Feind. 

Beto O’Rourke

Und endlich haben die Demokraten ihren neuen Kennedy. Beto O'Rourke ist der aufstrebende Stern am Himmel der Partei. Vor wenigen Monaten noch fast unbekannt, hat er sich im vergangenen Jahr im Wahlkampf um den Senatssitz in Texas einen Namen gemacht. Zwar musste er sich dem Republikaner Ted Cruz geschlagen geben, doch der Abstand betrug gerade einmal 2,6 Prozentpunkte. Ein erstaunliches Ergebnis, wenn man weiß, dass seit dem Erfolg von Lloyd Bentsen 1988 die demokratischen Kandidaten im erzkonservativen Texas mindestens zweistellig verloren haben.

Ob er bei der Präsidentschaftswahl antreten wird, ist noch völlig offen. Doch in Umfragen unter Parteianhängern liegt er schon jetzt hinter Biden und Sanders auf Platz drei. Und bei Buchmachern wird O’Rourke, dessen Wahlkampfteam aus vielen früheren Sanders-Helfern bestand, noch höher gehandelt. Dort hat er inzwischen sogar die Führung übernommen – vor Kamala Harris und Joe Biden. Für den 46-Jährigen spricht auch, dass viele Unterstützer Obamas von O’Rourke begeistert sind – was der Spenden wegen besonders wichtig ist.

Amy Klobuchar

Dann gibt es natürlich noch einige Geheimtipps. Als mögliche Kandidatin gilt beispielsweise Amy Klobuchar aus Minnesota. Denn wenn jemand im Mittleren Westen der USA Trump das Wasser abgraben kann, dann ja wohl Klobuchar. Man muss sich nur einmal das Ergebnis der letzten Senatswahl in Minnesota ansehen, wo Klobuchar 65 Prozent der Stimmen erhielt. Die 58-Jährige könnte enorm wichtig werden, wenn es darum geht, in dieser Region Boden gegenüber Trump gutzumachen.

Weitere Kandidaten

Auch andere Namen werden genannt. So gelten die Senatoren Cory Booker, Sherrod Brown, Kirsten Gillibrand sowie  der ehemalige New Yorker Bürgermeister und Milliardär Michael Bloomberg als mögliche Kandidaten. Allzu große Chancen werden ihnen aber nicht eingeräumt.

Hillary Clinton

Und was ist mit Clinton? Könnte sie noch einmal antreten? Wahrscheinlich eher nicht, aber ganz ausgeschlossen ist eine Kandidatur der 71-Jährigen natürlich nicht. Schwer vorstellbar aber, dass die Demokraten sie tatsächlich nominieren werden.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier USA

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