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US-Präsident Donald Trump will 2020 wieder antreten

US-Präsident Donald Trump macht klar, dass er eine zweite Amtszeit anstrebt und sich im Wahlkampf gute Chancen ausrechnet.

15.07.2018 11:17
Trump in Brüssel
US-Präsident Donald Trump beim jüngsten Nato-Gipfel in Brüssel. Foto: Geert Vanden Wijngaert/AP

US-Präsident Donald Trump hat klar gemacht, dass er eine zweite Amtszeit anstrebt und sich im Wahlkampf gute Chancen ausrechnet.

In einem Interview begründete er dies damit, dass es in der amerikanischen Bevölkerung ein hohes Interesse an seiner Kandidatur im Jahr 2020 gebe. Laut Gesprächsauszügen, die in der Nacht zum Sonntag vom Boulevardblatt „Mail on Sunday“ veröffentlicht wurden, antwortete Trump auf die Frage, ob er noch einmal antreten werde: „Das ist meine volle Absicht. Es scheint, als wenn sich das alle wünschen.“

Das Interview hatte der britische TV-Reporter Piers Morgan am Freitag geführt, der sich selbst als einen Freund Trumps bezeichnet. Er traf den Staatschef zum Plausch in dessen Regierungsmaschine Air Force One.

Trump hat seit seiner Vereidigung im Januar 2017 schon mehrfach deutlich gemacht, dass er es nicht bei einer Amtszeit belassen möchte. Im Februar ernannte er den Digitalstrategen Brad Parscale als Chef seines Wahlkampfs für das Rennen 2020.

Die Beliebtheitswerte des Präsidenten sind aber keineswegs so gut, wie es seine Interviewaussage suggerieren. In jüngsten Umfragen erklärte die Mehrheit der Befragten, nicht mit Trumps Arbeit zufrieden zu sein.

Dass sich „alle wünschen“ würden, er trete wieder an, grenzt auch nach Morgans Empfinden „stark an Fake News“, wie der Journalist in seinem nicht eben nüchtern gehaltenen Erfahrungsbericht von Bord der Präsidentenmaschine kommentiert.

Die Frage, ob er einen Politiker aus den Reihen der US-Demokraten kenne, der es 2020 mit ihm aufnehmen und an seiner statt ins Weiße Haus einziehen könnte, verneinte Trump laut der Auszüge. „Da sehe ich niemanden. Ich kenne sie alle, und ich sehe niemanden“, erklärte er demnach.

Morgan scheint dieser Aussicht durchaus etwas abgewinnen zu können. Nach eigener Aussage empfindet er tiefe Sympathie für Trump, „auch wenn ich nicht mit allem einverstanden bin, was er sagt und tut“. (dpa) 

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