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Urananreicherung Nordkorea enthüllt Details über Atomanlage

Nordkorea hat nach eigenen Angaben „hunderte Zentrifugen“ zur Uran-Anreicherung im Einsatz. Die Existenz der Anlage ist zwar seit kurzem bekannt. Doch seit dem Angriff auf Südkorea wächst die Sorge, der Norden könnte Bomben bauen.

30.11.2010 09:11
In der Atomanlage in Yongbyon wird Uran angereichert. Foto: DigitalGlobe

Nordkorea will sein international kritisiertes Atomprogramm stärker vorantreiben. Am Dienstag beschrieben die staatlichen Medien des Landes erstmals Details einer kürzlich enthüllten Anlage zur Urananreicherung im Atomzentrum Yongbyon. Auch bestätigte Nordkorea den Bau eines Leichtwasserreaktors. „Um Brennstoff dafür zu haben, läuft eine Urananreicherungsanlage, die mit tausenden von Zentrifugen ausgerüstet ist“, hieß es in einem Bericht der Zeitung Rodong Sinmun.

Die Anlagen dienten der Energieerzeugung. „Um den Energiebedarf zu decken, wird das Atomenergie-Entwicklungsprojekt zu friedlichen Zwecken stärker vorangetrieben“, hieß es weiter.

Die USA verdächtigen Nordkorea dagegen, ein Anreicherungsprogramm für den Bombenbau zu haben. Uran kann je nach Grad der Anreicherung zivil oder militärisch genutzt werden. Die Existenz der neuen Urananlage in dem Land war erst in diesem Monat durch den US-Atomwissenschaftler Siegfried Hecker öffentlich bekanntgeworden, der Nordkorea zuvor besucht hatte. US-Verteidigungsminister Robert Gates zeigte sich daraufhin besorgt, weil Pjöngjang damit das „Potenzial“ habe, weitere Atomwaffen herzustellen.

Der Bericht aus Nordkorea über die Urananlage kam eine Woche nach dem Artillerieangriff des Landes auf eine südkoreanische Insel im Gelben Meer. Durch den Zwischenfall waren die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel eskaliert. Vier Menschen wurden dabei getötet. (dpa/afp)

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Nordkorea

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