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Umfrage vor der Landtagswahl NRW im Sog von Schulz

Laut einer Forsa-Umfrage entfallen auf die Sozialdemokraten derzeit 40 Prozent der Stimmen - Rot-Grün hätte in Düsseldorf trotzdem keine Mehrheit.

Kraft
Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) Foto: Federico Gambarini (dpa)

Zwei Monate vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen wird eine SPD-FDP-Koalition zur Option für die Regierungsbildung. Laut einer repräsentativen Umfrage des „Forsa-Instituts“ für den „Kölner Stadt-Anzeiger“, das Magazin „Stern“ und den Fernsehsender RTL entfallen auf die Sozialdemokraten unter der Ministerpräsidentin Hannelore Kraft derzeit 40 Prozent der Stimmen, das sind fünf Prozentpunkte mehr als noch im Januar.

Die FDP legt von neun auf elf Prozent zu, während die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Armin Laschet in ein dramatisches Umfragetief rutscht. Die Christdemokraten kommen demnach nur noch auf 26 Prozent. Das sind drei Punkte weniger als noch im Januar. Die Grünen fallen von acht auf sechs Prozent zurück.

Nach diesem Stand wäre Rot-Grün in Düsseldorf ohne Mehrheit, da auch Linke und die „Alternative für Deutschland“ (AfD) im neuen Landtag vertreten wären. Beide Parteien verlieren je einen Punkt. Führende Parteienvertreter wichen einer Kommentierung mit dem Hinweis aus, es handele sich um eine Momentaufnahme.

In den Freien Demokraten wurde allerdings darauf verwiesen, dass Spitzenkandidat und Landeschef Christian Lindner zwar eine „Ampelkoalition“ mit SPD und Grünen ausgeschlossen habe, nicht aber ein rot-gelbes Zweierbündnis.

Forsa-Chef Manfred Güllner erklärte den Auftrieb für die SPD mit dem „Schulz-Sog“, den schlechten Wert der CDU mit einem „Landes-Malus“ . Die Union habe es in Nordrhein-Westfalen „nicht mehr zur Volkspartei geschafft“. Für die Landtagswahl am 14. Mai werde entscheidend sein, „was für die Menschen an Rhein und Ruhr wichtiger sei: die landespolitischen Fragen oder die Großwetterlage im Bund“, sagte Forsa-Chef Güllner.

Zum Vergleich mit dem Stimmungsbild vor der Wahl in Nordrhein-Westfalen ermittelte Forsa auch die Parteienpräferenz der NRW-Wähler mit Blick auf den Bund. Würde der neue Bundestag jetzt gewählt, könnte sich die SPD in NRW gegenüber der Januar-Umfrage um acht Punkte von 27 auf 35 Prozent verbessern. Damit würde sie sogar – anders als in den beiden vorigen Bundestagswahlen von 2009 und 2013 – die CDU überholen und deren Zehn-Punkte-Vorsprung in der Januar-Umfrage mehr als wettmachen. Von ihren damaligen 37 Prozent ist die Union nun auf 33 Prozent gefallen – auch dies ein Drei-Jahres-Tief.

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