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Türkei Proteste Ausschreitungen in Ankara

Wieder eskalieren in der Türkei Demonstrationen. Die Polizei in Ankara setzt Tränengas und Wasserwerfer ein, nachdem Demonstranten mit Feuerwerkskörper und Steinen geworfen haben sollen.

20.09.2013 10:14
In Ankara setzte die Polizei Wasserwerfer ein. Foto: afp

Wieder eskalieren in der Türkei Demonstrationen. Die Polizei in Ankara setzt Tränengas und Wasserwerfer ein, nachdem Demonstranten mit Feuerwerkskörper und Steinen geworfen haben sollen.

In der türkischen Hauptstadt Ankara ist die Polizei erneut mit Tränengas und Wasserwerfern gegen Demonstranten vorgegangen. Auslöser der Zusammenstöße am Donnerstagabend waren Proteste gegen den Bau einer Straße durch einen bewaldeten Universitätscampus, wie türkische Medien berichteten.

Aus den Reihen der rund 400 Demonstranten seien Feuerwerkskörper und Steine geworfen worden. Mit den Protesten gegen das Bauvorhaben haben sich in den vergangenen Wochen auch Demonstranten in anderen türkischen Städten solidarisiert.

Die Proteste gleichen denen im Sommer, deren Auslöser die geplante Bebauung des Gezi-Parks in Istanbul war.

Erdogan: "Geht und lebt im Wald"

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hatte die Demonstrationen gegen das Bauvorhaben in Ankara am vergangenen Dienstag verurteilt. Die Aktivisten wollten Wälder statt Straßen, kritisierte er. Dabei seien Straßen ein Zeichen von Zivilisation. An die Adresse der Demonstranten sagte er: "Geht und lebt im Wald."

Im Juli hatte Erdogan die Demonstranten mit "erbärmlichen Nagetieren" verglichen. Die massiven landesweiten Proteste hatten Ende Mai in Istanbul begonnen und waren im Laufe des Sommers abgeebbt. Sie flammen aber bis heute vor allem in Istanbul und Ankara immer wieder auf. (dpa)

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Türkei

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