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Türkei Die Krise des Autokraten Erdogan

Die von Präsident Erdogan verschuldete dramatische Notlage der Türkei bietet der EU Chancen. Eine Analyse.

Türkei
Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan bei einer Rede. Foto: dpa

Für Europa bietet die türkische Krise eine Chance. Der Konflikt mit den USA zwingt Erdogan, auf die EU zuzugehen, denn sie ist der bei Weitem größte Handelspartner der Türkei, Russland und China können die Lücke nicht füllen. Deshalb lässt er griechische Häftlinge frei und streicht die Todesstrafe aus seinem aktuellen Redenrepertoire. Umgekehrt wird Europa die Folgen am deutlichsten spüren, wenn die Dinge in der Türkei noch weiter aus dem Ruder laufen. Wegen ihrer geostrategischen Bedeutung und der Flüchtlingspolitik muss die EU an einer Stabilisierung der Türkei interessiert sein. Doch versetzt die Wirtschaftskrise Brüssel, Paris und Berlin auch in eine Position der Stärke. Sie sollten sie für eine Realpolitik nutzen, die für ökonomische Zugeständnisse Gegenleistungen einfordert: mindestens die Freilassung politischer Häftlinge und die Einhaltung grundlegender Standards bei den Menschenrechten.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Türkei

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