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Trump-Rede Trump droht Nordkorea „total zu zerstören“

3. Update US-Präsident Donald Trump findet in seiner ersten Rede vor den Vereinten Nationen deutliche Worte für Nordkorea. Den Iran bezeichnet er als „Schurkenstaat“.

19.09.2017 16:48
Donald Trump
Donald Trump bei seiner Rede in New York. Foto: rtr

US-Präsident Donald Trump hat in seiner mit Spannung erwarteten ersten Rede vor den Vereinten Nationen seine Absicht wiederholt, die Außenpolitik an den Interessen Amerikas ausrichten zu wollen. „Als Präsident der Vereinigten Staaten werde ich Amerika immer an die erste Stelle stellen“, so Trump am Dienstag bei der UN-Generaldebatte in New York. Genauso sollten es auch andere Staats- und Regierungschefs tun, fügte er hinzu. „Alle verantwortlichen Staatenlenker stehen in der Pflicht, ihren eigenen Bürgern zu dienen.“

Trump betonte in seiner Rede mehrmals das Prinzip der staatlichen Souveränität. Starke und unabhängige Nationalstaaten würden die 193 Länder zählende Weltorganisation zum Erfolg führen, sagte Trump. Das Erreichen der UN-Ziele hänge an Staaten, die ihre Souveränität und ihren Friedenswillen lebten. Zur Rolle der USA sagte Trump: „Wir wollen unsere Art zu leben nicht jedem überstülpen.“ Man wolle aber ein leuchtendes Beispiel für jedermann sein. Frieden, Sicherheit und Souveränität seien für die Staaten der Erde die wichtigsten Ziele.

Die Welt befinde sich nach Ansicht Trumps an einem Scheideweg. „Wir treffen uns hier in einer Zeit immenser Versprechungen, aber auch riesiger Gefahren.“ Trump nannte als Risiken den internationalen Terror, kriminelle Netzwerke und autoritäre Regime, die über Massenvernichtungswaffen verfügten. „Wir können die Welt zu neuen Höhen führen, oder sie in ein Tal fallen lassen, in dem sie nicht repariert werden kann.“

Trump zu Nordkorea und den Vereinten Nationen

Trump rief Nordkorea mit deutlichen Worten zur Räson. „Die Denuklearisierung ist der einzig gangbare Weg“, sagte Trump und bezeichnete Nordkorea als ein Land, das die Welt mit Atomwaffen bedrohe. „Die USA sind ein Land von großer Stärke und Geduld“, sagte Trump. „Der Raketenmann ist auf einem selbstmörderischen Weg“, sagte der Präsident in Bezug auf den nordkoreanischen Führer Kim Jong Un. Und weiter: „Wenn (die USA) gezwungen sind, sich selbst oder ihre Verbündeten zu verteidigen, dann haben wir keine Wahl, als Nordkorea total zu zerstören.“

Den Vereinten Nationen hat Trump mangelnde Effizienz vorgeworfen. „Zu oft war der Fokus nicht auf die Ergebnisse gerichtet, sondern auf den Prozess und auf die Bürokratie“, sagte der US-Präsident. Er kritisierte, dass im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen Regierungen von Ländern vertreten seien, die selbst eine schlechte Menschenrechts-Reputation hätten.

Trump wies darauf hin, dass die USA 22 Prozent des UN-Etats der mehr als 190 Mitgliedsländer bestritten. „Wenn die UN alle Ziele erfüllen würden, besonders den internationalen Frieden, wäre es das leicht wert“, sagte Trump. Er hoffe, die UN könnten eines Tages ein effektiverer und verlässlicher Anwalt für die Ziele von Wohlstand und Frieden sein.

Demokratie in Venezuela muss wiederhergestellt werden

In seiner Rede hat Donald Trump außerdem zu einer vollständigen Wiederherstellung der Demokratie und der politischen Freiheit in Venezuela aufgerufen. Trump sagte, das Regime von Präsident Nicolas Maduro lasse die Menschen in Venezuela verhungern. „Das Problem in Venezuela ist nicht, dass der Sozialismus nur dürftig umgesetzt worden wäre, sondern dass er überzeugt umgesetzt worden ist.“ Die Regierung Venezuelas habe ein prosperierendes Land ruiniert. „Die Situation ist völlig inakzeptabel. Wir können nicht danebenstehen und zusehen“, sagte er.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier USA
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