Lade Inhalte...

Tod von Altkanzler Walter Kohl klingelt vergeblich am Elternhaus

Der Streit zwischen dem Sohn des verstorbenen Altkanzlers und dessen Witwe eskaliert: Walter Kohl darf offenbar nicht ins eigene Elternhaus, der Anwalt der Witwe wirft ihm vor, bewusst einen Eklat zu inszenieren.

21.06.2017 16:40
Walter Kohl
Walter Kohl steht vor verschlossener Tür. Foto: dpa

Der ältere Sohn des gestorbenen Ex-Kanzlers Helmut Kohl hat am Mittwoch vergeblich versucht, in das Haus seines Vaters in Ludwigshafen zu gelangen. Walter Kohl sagte, er sei von der Polizei auf ein Hausverbot hingewiesen worden. Er hatte zur Mittagszeit mehrfach vergeblich an der Tür geklingelt und etwa eine halbe Stunde gewartet. Walter Kohl wurde nach eigenen Angaben von zwei Enkelkindern des Altkanzlers begleitet.

Am Freitag war Walter Kohl am Sterbebett seines Vaters in dem Haus gewesen. Von dessen Tod hatte er nach eigenen Angaben aus dem Radio erfahren.

Der Streit zwischen dem Sohn des Altkanzlers Helmut Kohl und dessen Witwe Maike Kohl-Richter eskaliert. Der Anwalt von Maike Kohl-Richter, Stephan Holthoff-Pförtner, warf Kohls Sohn Walter vor, bewusst einen Eklat zu inszenieren.

Der langjährige Anwalt und Vertraute Kohls sagte am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin, er habe am Dienstag das Gespräch mit Walter Kohl gesucht, um die Abläufe der Trauerfeierlichkeiten für den Alt-Kanzler am 1. Juli zu bereden und zu klären, wie sich die Söhne und Enkel von Helmut Kohl verabschieden könnten. Ziel sei es gewesen, die Teilnahme der Söhne und ihrer Familien an allen Trauerzeremonien zu besprechen.

Walter Kohl habe eingewilligt, am Dienstagnachmittag um 17 Uhr ein Telefonat dazu zu führen, sagte Holthoff-Pförtner weiter. Zum verabredeten Zeitpunkt sei Walter Kohl dann aber nicht erreichbar gewesen - trotz mehrfacher Kontaktversuche. „Er hat sich diesem Gespräch entzogen.“

Dass Walter Kohl stattdessen am Mittwoch mit Kohls Enkeln unangemeldet vor dem Haus in Ludwigshafen-Oggersheim auftauche und um Einlass bitte, sei „die gewollte und bewusste Inszenierung eines Eklats“, beklagte der Anwalt. „Das sprengt den Rahmen dessen, was man tolerieren kann.“ Die Darstellung von Walter Kohl, dass er abgeschirmt werde, sei falsch. „Das ist nicht die Wahrheit.“ (dpa)

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen