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Terrorismus Top-Terrorist Al-Awlaki getötet

Nach Angaben des jemenitischen Verteidigungsministeriums ist der weltweit gesuchte Top-Terrorist Al-Awlaki im Jemen bei einem US-Luftangriff getötet worden.

30.09.2011 11:35
Al-Awlaki Foto: dapd

Knapp fünf Monate nach El-Kaida-Chef Osama bin Laden ist offenbar ein weiterer Anführer des Terrornetzwerkes getötet worden. Der von den USA als einer der meistgesuchten Terroristen eingestufte radikale Islamist Anwar al Aulaqi sei im Jemen ums Leben gekommen, erklärte das Verteidigungsministerium des Landes am Freitag. Stammesvertreter sagten der Nachrichtenagentur AFP, Aulaqi sei bei einem US-Luftangriff getötet worden.

Neben Aulaqi seien weitere El-Kaida-Kämpfer ums Leben gekommen, hieß es in der Mitteilung des Verteidigungsministeriums, die jedoch keine Angaben zu den Todesumständen machte. Nach Angaben der Stammesvertreter starb Aulaqi bei einem Angriff von US-Kampfflugzeugen auf zwei Fahrzeuge in der Wüstenprovinz Marib im Osten des Jemen. „Die Attacke wurde von US-Flugzeugen ausgeführt“, hieß es. Die Kampfjets überflogen die Region demnach bereits seit einigen Tagen.

Verstärkte Suche

Den Angaben zufolge ereignete sich der Luftangriff am Vormittag. Demnach wechselte Aulaqi in den vergangenen Wochen häufiger seinen Aufenthaltsort im Jemen. In die Provinz Marib müsse er „irgendwann während der vergangenen drei Wochen“ gekommen sein, sagte ein Stammesvertreter AFP. Nach seinen Angaben hatten die jemenitischen Sicherheitskräfte seither ihre Suche nach Aulaqi in der Region verstärkt.

Der in den USA geborene Aulaqi galt bislang als einer der Anführer von El Kaida auf der arabischen Halbinsel und soll mehrere Anschläge gegen die USA angezettelt haben. Unter anderem soll er mit dem palästinensischstämmigen US-Militärangehörigen Nidal Hasan in Verbindung gestanden haben, der im November 2009 im texanischen Fort Hood 13 Menschen erschoss.

Erster Angriff auf Aulaqi scheitert

Auch zu dem als „Unterhosenbomber“ bekannten Nigerianer Umar Faruk Abdulmutallab soll er Kontakt gehabt haben. Dieser hatte an Weihnachten 2009 kurz vor der Landung einer Passagiermaschine am Flughafen von Detroit versucht, einen in seiner Unterhose versteckten Sprengsatz zu zünden. Der Prozess gegen Abdulmutallab soll am Dienstag in Detroit beginnen.

Zuletzt hatten die USA Anfang Mai einen Angriff auf Aulaqi ausgeführt, den Prediger jedoch verfehlt. Stammesvertreter sagten seinerzeit, er habe einen Raketenbeschuss seines Wagens in der südjemenitischen Provinz Schabwa unverletzt überlebt. Nach Angaben aus US-Regierungskreisen griffen die USA Aulaqi damals mit Drohnen an.
Die US-Regierung stufte Aulaqi bis zuletzt als einen der wichtigsten Führer des El-Kaida-Netzwerks auf der arabischen Halbinsel ein. Anfang April 2010 gab sie ihn zur gezielten Tötung frei, nachdem er in Videobotschaften zur Gewalt gegen die USA und US-Bürger aufgerufen hatte. Der Imam besaß neben der jemenitischen auch die US-Staatsbürgerschaft. (afp)

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